Das Management von Medienprojekten steht im Mittelpunkt der Ausbildungsziele des Studiengangs. Die Funktionen umfassen die Planung, Organisation, Leitung, Betreuung, Durchführung und Kontrolle von Medienprojekten. In den Säulen „Medienwirtschaft und Kommunikation", „Wirtschaft", „Journalismus", „Informatik", „Gestaltung" und „Statistik/Recht" werden jeweils mehrere Module angeboten, die aufeinander aufbauen und die notwendigen, relevanten Kenntnisse vermitteln sollen. Dabei wird besonderer Wert auf die Verknüpfung der einzelnen Module gelegt.
In der Säule „Medien und Kommunikation" werden Kenntnisse über Medien, Medienstrukturen, Mediengeschichte, grundlegende Basiswissenschaften wie Soziologie und Psychologie und darüber hinaus Erkenntnisse und Methoden der Medien- und Kommunikationswissenschaft vermittelt. Diese fachwissenschaftlich angelegte Säule soll zum Verstehen der Medien und ihrer Strukturen, der Rolle der Medien und der Kommunikationsberufe in der Gesellschaft beitragen. Diese Säule bildet auch die Grundlage für Marketingmaßnahmen (z.B. Nutzerstudien) sowie die Qualitätskontrolle.
Die Säule „Wirtschaft" vermittelt die notwendigen Grundlagen für betriebswirtschaftliches Handeln, wobei ein Schwerpunkt auf Medienwirtschaft, Medienmanagement und Medienmarketing gelegt wird. Das dabei erworbene Verständnis für wirtschaftliche Zusammenhänge und Abläufe kommt den Absolventen im Management eines Unternehmens, in der Selbstständigkeit oder in der Öffentlichkeitsarbeit (an der Schnittstelle zwischen Unternehmen und Öffentlichkeit) zugute.
In der Säule „Journalismus" erwerben die Studierenden Vermittlungskompetenz sowie journalistische Arbeitstechniken. Der Studiengang spricht damit sowohl angehende Journalisten und Öffentlichkeitsarbeiter an, die Managementaufgaben im redaktionellen Bereich oder als Freiberufler übernehmen wollen, als auch Medienprojektmanager, die Einblick in den gesamten Entstehungsprozess von Medienprojekten haben müssen. Die Studierenden lernen, Themen journalistisch zu recherchieren, aufzubereiten und zu vermitteln. Die „Medienprojekte" sind interdisziplinär angelegt.
Die Fachwissen-Säule „Informatik" behandelt ausgewählte Grundlagen und für die Medienarbeit relevante Bereiche der Informatik. Dies trägt der Entwicklung Rechnung, dass Medienprojekte in allen Medien heute fast ausschließlich digital umgesetzt werden. Zum einen müssen auch Redakteure immer mehr technische Aufgaben übernehmen. Zum anderen ist es bei der Planung und Kontrolle von Medienprojekten unerlässlich, die technischen Möglichkeiten zumindest nachvollziehen und verstehen zu können, um die Möglichkeiten und Grenzen einschätzen und die Arbeit der Programmierer beauftragen und kontrollieren zu können.
Die Säule „Gestaltung" verfolgt eine ähnliche Zielsetzung: Neben der inhaltlich-konzeptionellen Planung und der technischen Umsetzung spielt bei Medienprojekten in den Bereichen Print und Online (sowie Fernsehen) die visuelle Gestaltung eine große Rolle. Wer Medienprojekte plant und betreut, muss „sehen" können: Deshalb werden Grundprinzipien des Layouts, des Print- und Online-Designs sowie der visuellen Kommunikation (Foto- und Filmgestaltung) vermittelt.
Kenntnisse in „Statistik" sind notwendig, um die Erfolgs- und Qualitätskontrolle auch umsetzen zu können - sowohl als Instrumente des Marketing als auch zur publizistischen Qualitätskontrolle. Das Modul „Mathematik" bildet dabei die Basis auch für die Wirtschafts- und Informatik-Fächer.
Medien- und Kommunikationsaktivitäten wenden sich an die Öffentlichkeit und kommen damit in hohem Maß mit sensiblen rechtlichen Fragen in Berührung. Dabei spielt sowohl das Wirtschaftsrecht eine Rolle, für das das einführende Modul „Recht" ein Grundverständnis schaffen soll, als auch Aspekte des „Medienrechts".