Oldenburg ist eine "Studentenstadt" mit vielen Studierenden an insgesamt 3 Hochschulen. Das vielfältige, interessante Kultur-, Bildungs- und Freizeitangebot macht die klassizistisch geprägte Stadt mit ihren kurzen Wegen zu einem anregenden Studienort. Eine große Vielzahl kultureller Institutionen und Museen bietet ein umfangreiches Programm mit verschiedensten Ausstellungen und Veranstaltungen.
Der Fachbereich Architektur an der Jade Hochschule zeichnet sich vor allem durch die Überschaubarkeit und das Lernen und Lehren in kleinen Gruppen aus. Die Ausgewogenheit der Lehre zwischen Kunst und Technik sowie intensive Projektarbeit sind die Grundlagen der Oldenburger Architekturausbildung. Die individuelle, Leistung fordernde, praxisbezogene Lehre ist besonders geprägt durch das persönliche Verhältnis zwischen Lehrenden und Studierenden.
Hervorzuheben ist vor allem die traditionelle Kooperation mit Wirtschafts- und Kultureinrichtungen der Stadt und der Region, die sich in zahlreichen gemeinsamen Projekten und Wettbewerben zeigt - mal ist es das Landesmuseum, für das ein neues Ausstellungskonzept entwickelt wird, mal ein privates Unternehmen, das neue Ideen für einen Anbau sucht - und manchmal werden die besten Ideen dann sogar realisiert. Diese Nähe zur Praxis hat eine lange Tradition in der Oldenburger Architekturausbildung:
„Es ist Grundsatz der Winterbauschule, die Schüler von Anfang an zu selbständigem Denken anzuhalten […] Die Anstalt sucht nicht mit einer großen Schülerzahl zu prunken, sondern glaubt mit einer geringeren Anzahl von Schülern diese besser derartig ausbilden zu können, [...] um ihre Stellung in der menschlichen Gesellschaft möglichst vollkommen auszufüllen.“
aus dem Lehrplan von 1877
Das Architekturstudium hat also eine lange Tradition in Oldenburg. Der Fachbereich Architektur ging dabei aus der ursprünglich bereits 1877 gegründeten „Winterbauschule für Bau-Handwerker“ hervor und kann somit auf eine über hundertjährige Erfahrung in der Ausbildung von Architektinnen und Architekten zurückgreifen.
2010 Defusionierung und Gründung der Jade Hochschule Wilhelmshaven Oldenburg Elsfleth.
2005 Einführung des Bachelor- und Master-Systems mit einem 6-semstrigen Bachelor-Studium
und einem 4-semestrigen Master-Studium am Fachbereich Architektur.
1996 Fusionierung zur Fachhochschule Oldenburg Ostfriesland Wilhelmshaven.
1970 Errichtung der Fachhochschule Oldenburg, sie dient laut niedersächsischem Hochschulrecht
den angewandten Wissenschaften, der Kunst, der Lehre und dem Studium.
Die Studienzeit wird auf 8 Semester hochgesetzt.
1968 Die Ingenieurschule erhält den Namen „Staatliche Ingenieurakademie“.
1960 Das Studium im Baufachbereich Architektur wird auf 6 Semester ausgedehnt.
Den Abschluss der Ausbildung bildet wie bisher die Ingenieurprüfung.
1959 Umbenennung in „Staatliche Ingenieurschule für Bau- und Vermessungswesen“.
1938 Umbenennung in „Staatsbauschule“. Die Absolventen, jetzt Studierenden und nicht mehr
wie bisher Schüler, erhalten nach bestandener Abschlussprüfung eine Ingenieururkunde.
1936 Durch Auflösung der „Städtischen Ingenieurakademie Oldenburg“ werden die Abteilungen
„Architektur“ und „Bauingenieurwesen“ von der Baugewerkschule übernommen, deren
Bezeichnung jetzt „Städtische Höhere Technische Lehranstalt“ lautet.
1908 Aufteilung der Baugewerkschule in die Abteilungen „Hochbauschule“ und „Tiefbauschule“.
1892 Erweiterung der Schule um die Abteilung Maschinenbau und
Umbenennung in „Großherzogliche Baugewerk- und Maschinenbauschule“.
1877 Gründung einer „Winterbauschule für Bau-Handwerker“,
in der Bau-Handwerker auf ihr Meisterrecht vorbereitet wurden.