
Geographie, Geologie, Geophysik, Geoinformation, Geodäsie, ...
In vielen wissenschaftlichen Disziplinen beschäftigen sich die Menschen mit der Erde ("Geo" kommt aus dem Griechischen und bedeutet "Erde") bzw. Teilaspekten von ihr.
Einige dieser Geowissenschaften blicken auf eine lange Tradition zurück, andere gewinnen erst in jüngster Zeit zunehmend an Bedeutung.

Die Geodäsie als "Wissenschaft von der Ausmessung und Abbildung der Erde" entstand aus der Notwendigkeit, Land aufzuteilen, Grundstücks- und Eigentumsgrenzen zu definieren und Landesgrenzen zu dokumentieren. Die Geschichte der Vermessung reicht daher weit zurück - aus Mesopotamien existieren Grundstücks- und Stadtpläne auf 4000 Jahre alten Tontafeln. Auch der Gestalt der Erde galt schon weit vor Christi Geburt das Interesse der Gelehrten. Mathematik, Astronomie und Vermessung wirkten dabei zusammen um schon 240 v. Chr. den Umfang der Erde zu berechnen - das Ergebnis wich nur 10% von heutigen Berechnungen ab. Land- und Seekarten entstanden, immer präzisere Messinstrumente wurden entwickelt.
Heute steckt jedoch weit mehr hinter dem Begriff "Geodäsie", als in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird. Nicht mehr nur die Erde wird vermessen und dargestellt, sondern nahezu jedes Objekt auf ihr kann mit den Methoden der Vermessungstechnik aufgenommen und beschrieben werden.
Weitere Informationen zum: Berufsfeld Geodäsie.

Aus der traditionellen Geodäsie ist eine moderne Wissenschaft geworden, die mit High Tech den Anforderungen der heutigen Zeit begegnet. Verarbeitung und Präsentation der Daten ermöglicht die Geoinformatik.

Die Geoinformatik ist im Vergleich dazu als eigenständige Wissenschaft noch relativ jung. Mit Entwicklung der Computertechnologie und den damit verbundenen Möglichkeiten war es eine logische Konsequenz, die Informatik zur Speicherung und Weiterverarbeitung der erhobenen Geodaten zu nutzen. Das Besondere ist dabei der Raumbezug der Daten, d.h. für jedes Objekt (WAS?) wird auch ein Ortsbezug (WO?) registriert und gespeichert. Die Auswertung der Daten nach fachspezifischen Fragestellungen erfolgt in sogenannten Geoinformationssystemen. Das sind spezielle Programme, die z.B. die in Datenbanken abgelegten Informationen auf einer digitalen Karte darstellen und über Analysen Zusammenhänge verdeutlichen und neue Erkenntnisse gewinnen können. Geoinformatiker entwickeln solche Geoinformationssysteme, pflegen und modifizieren sie.
Weitere Informationen zum: Berufsfeld Geoinformatik.
Das Wirtschaftsingenieurwesen Geoinformation ist ein zukunftsträchtiges neues Arbeitsgebiet, in dem Fächer der Wirtschaftswissenschaften mit Fächern der Geoinformation kombiniert werden. Im Fokus stehen hier Anwendungsfelder im Bereich der Geoinformation, die von ökonomischen Fragestellungen geprägt sind, z.B. Geomarketing und Logistik.
Weitere Informationen zum: Berufsfeld Wirtschaftsingenieurwesen Geoinformation.
Die Geographie ist eine integrative Wissenschaft an der Schnittstelle von Natur- und Kulturwissenschaften. Sie untersucht z.B. die räumlichen Muster unterschiedlicher Wirtschaftsformen, politischer und sozialer Systeme, der Umwelt und verschiedener Landschaften unserer Erde. Die aktuellen Megathemen in der Geographie sind z.B.