Vorbereitung

Die Planung Ihres Auslandspraktikum will gut organisiert sein. Auf den ersten Blick scheint das ein ziemlicher Kraftakt: Finde ich das richtige Unternehmen? Wo soll ich wohnen? Und wie soll ich das alles finanzieren? Damit Ihnen dabei nicht die Puste ausgeht, hilft Ihnen die folgende Übersicht bei der Vorbereitung. Gerne können Sie auch ein persönliches Gespräch in Anspruch nehmen. Füllen Sie hierzu einfach den Beratungsbogen aus oder vereinbaren einen Termin bei Iris Wilters (Standort Wilhelmshaven) oder Julia Blandfort (Standort Oldenburg/Elsfleth).

Zeitplanung

WAS? WANN?
Informationssuche und Recherche:
Wo will ich hin? Welche Unternehmen kommen für mich in Frage? Gibt es bereits Erfahrungen von Kommilitonen oder Professoren, von denen ich profitieren kann? Will ich alleine weg oder doch lieber zusammen mit einem/einer MitstudentIn?
spätestens 12 bis 18 Monate vorher - bestenfalls bereits zum Beginn des Studiums
Bewerbung um Stipendien
• nicht EU-Länder
• im Rahmen des Life-long-learning-Programms


12 bis 18 Monate vorher
6 Monate vorher

Erwerb/Verbesserung der erforderlichen Fremdsprachen-Kenntnisse

ca. 12 Monate vorher, bestenfalls gleich zu Beginn des Studiums
Bewerbung um einen Praktikumsplatz 6 bis 12 Monate vorher
Einreisebestimmungen checken (Visa, Reisepass usw.) sobald das Reiseland feststeht
Versicherungsmodalitäten klären 3 Monate vor Abreise

Wohin?

Das Referat Praxissemester unterstützt Sie bei der Suche nach einem geeigneten Unternehmen unter Rückgriff auf eine Firmendatei der Hochschule. Diese Datei enthält Angaben über die Firmen im Ausland, an denen Studierende der Jade Hochschule bereits ein Praxissemester absolviert haben. 

Für die Suche nach einem geeigneten Praxissemesterplatz ist es ebenfalls ratsam, die Kontakte der Professoren zu Betrieben und Hochschulen zu nutzen, und zwar auch derjenigen aus anderen Fachbereichen. Informieren Sie sich bei den entsprechenden Ansprechpartnern aus allen Fachbereichen. 

Darüber hinaus lohnt es sich mit Ihren Kommilitoninnen und Kommilitonen, die bereits Auslandserfahrung gesammelt haben, über Ihr Vorhaben zu sprechen. Im International Office finden Sie eine Reihe von Erfahrungsberichten von Studierenden, die schon ein Praxissemester im Ausland absolviert haben. 

Schreiben Sie deutsche Firmen an, die Tochterfirmen oder Kooperationspartner im Ausland haben. Und erkundigen Sie sich bei der IHK, welche deutschen Firmen der Region mit welchen ausländischen Betrieben zusammenarbeiten. Das International Office hält darüber hinaus ein Verzeichnis mit den Auslandshandelskammern bereit.

Im Alumni- und Karriereportal der Jade Hochschule können Sie ebenfalls nach Praxissemesterstellen recherchieren. 

Bei dem Besuch von Messen haben Sie die Möglichkeit, Gespräche mit Vertretern ausländischer Firmen zu führen. Der persönliche Kontakt zu potentiellen Arbeitgebern erleichtert die Stellensuche. 

Zudem hat die Jade Hochschule eine Vielzahl von Partnerhochschulen, die Praxissemester vermitteln können. 

Informieren Sie sich außerdem bei der Handelsabteilung der Botschaft Ihres Ziellandes in Bonn oder Berlin. Adressen und Telefonnummern können Sie im "Taschenbuch des öffentlichen Lebens"" (OECKL) von Prof. Dr. Albert Oeckl, das in der Bibliothek vorhanden ist, nachschlagen. Die Handelsabteilungen verschicken in der Regel keine Adressenlisten von Firmen, weisen aber evtl. auf Dachverbände in den einzelnen Ländern hin. 

Die Auslandshandelskammern, Ländervereine und zwischenstaatlichen Gesellschaften der einzelnen Länder können ebenfalls Hinweise auf Dachverbände geben, die Adressen sind ebenfalls im OECKL nachzuschlagen. 

Der British Council, das Institut Francais und das Amerika Zentrum repräsentieren die jeweiligen Länder u.a. auf wissenschaftlichem und kulturellem Gebiet. Sie verfügen über umfangreiche Bibliotheken. Außerdem kann man dort die Branchenverzeichnisse einsehen, das Thomas Register für die USA, ein mehrbändiges Nachschlagwerk mit ausführlichen Firmenprofilen sowie die Yellow Pages und das Kellys Business Directory für Großbritannien.  

Fachbezogene Praktika für Studierende der ingenieurwissenschaftlichen Fachrichtung vermittelt das Deutsche Komitee der "International Association for the Exchange of Students of Technical Experience".

Wirtschaftswissenschaftler können sich über das deutsche Komitee der AIESEC um ein Praxissemester im Ausland bewerben. 

Haben Sie Interesse in interessanten Entwicklunsprojekten mitzuarbeiten? Das ASA-Programm bietet jährlich mehrere Praxissemesterplätze in Asien, Afrika und Lateinamerika an.

Sprachliche Voraussetzungen

Wer für eine bestimmte Zeit im Ausland lebt und arbeitet, sollte sich im Vorfeld mit der Landessprache vertraut machen. Häufig sind ausbaufähige Grundkenntnisse – gepaart mit gutem Englisch – ausreichend, um im Ausland zurecht zu kommen. Beispielsweise ist dies in den skandinavischen Ländern der Fall. Dennoch zahlt es sich aus, wenn Sie sich intensiv um die Aneignung der Sprache Ihres Gastlandes bemühen. Denn durch sie vermittelt sich auch die Kultur und Mentalität der Menschen.

Der Grad der Beherrschung der Landessprache wirkt sich natürlich auch auf Ihre Arbeitsleistung aus: Je besser die sprachlichen Fähigkeiten sind, desto leichter wird es Ihnen fallen, sich in das Arbeitsumfeld einzufinden, aber auch Kontakte zu Kollegen zu knüpfen.

Um Ihre Sprachkenntnisse bereits vor Ihrem Auslandsaufenthalt zu verbessern, bieten sich Ihnen verschiedene Möglichkeiten:

Die Kurse schließen häufig mit einem Test ab oder Sie erhalten eine Teilnahmebescheinigung. Dies kann für die Bewerbung um ein Stipendium oder eine Arbeitsstelle nützlich sein.

Fördermöglichkeiten

Kümmern Sie sich rechtzeitig um die passende Fördermöglichkeit für Ihre Praxisphase im Ausland.

Schon gewusst? Auslandsaufenthalte zum Praxissemester werden auch durch das BAFöG gefördert – vornehmlich in Europa. Unter www.auslandsbafög.de finden Sie relevante Informationen und die entsprechenden Antragsformulare zum Herunterladen. Achten Sie dabei darauf, dass je nach Zielland, das für Sie zuständige Bafögbüro in einer anderen Stadt sein kann. Sehen Sie sich dazu die Liste der relevanten BAFöG-Büros an.

Anerkennung Ihres Auslands-Praxissemesters

Die Anerkennung Ihres im Ausland absolvierten Praxissemesters sollten Sie frühzeitig mit dem Praxissemesterreferat Ihres Standortes und mit Ihrem betreuenden Professor klären. Grundsätzlich gelten im Ausland die selben Voraussetzungen, wie im Inland.

Immatrikulation

Wenn Ihr Praxissemester als fester Bestandteil in Ihrem Studiumsplan vorgeschrieben ist, müssen Sie in diesem Zeitraum an der Hochschule eingeschrieben bleiben. Nur dann kann Ihr Praxissemester auch zu Ihren Studiumsleistungen gezählt werden.

Als Nebeneffekt der fortlaufenden Einschreibung haben Sie allerdings die Möglichkeit, Klausuren mitzuschreiben.

TIPP: Semesterticketbeitrag sparen
Den Beitrag für Ihr Semesterticket können Sie sich während Ihres Praxissmesters im Ausland sparen. Das entsprechende Formular, das Sie von ihrem örtlichen International Office unterschreiben lassen, erhalten Sie beim AStA.

Formalia

Genaue Auskünfte über die Papiere (Visum, Reisepass, Versicherung), die Sie für die Einreise benötigen, erhalten Sie bei den Konsularabteilungen der Botschaften bzw. den Generalkonsulaten der jeweiligen Länder oder beim Auswärtigen Amt.

TIPP: Auslandsaufenthalt in USAFür ein Praxissemester in den USA benötigen Sie ein besonderes Visum. Diese Visa sind kontingentiert, weshalb die Beschaffung sehr langwierig und kompliziert werden kann. Der "Council on international educational Exchange" bietet die Beschaffung für eine Gebühr von 380 EUR an. Darin enthalten ist auch eine Betreuungs- und Versicherungspauschale von 60 EUR für jeden Aufenthaltsmonat. Weitere Infos erhalten Sie unter council.de.

Versicherungen

Studierende der Fachhochschule sind in der Regel in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert. Sie haben dann in den meisten europäischen Ländern Anspruch auf die Gewährung von Leistungen, da die Bundesrepublik Deutschland mit vielen Ländern zwischenstaatliche Abkommen geschlossen hat, die Ihnen auch im Ausland Versicherungsschutz gewähren.

Mit anderen Ländern bestehen jedoch keine derartigen Abkommen. In diesen Fällen wird eine Zusatzversicherung notwendig. Vor Ihrem Auslandsaufenthalt sollten Sie sich rechtzeitig bei Ihrer Versicherung informieren, inwieweit Sie im Ausland einen Versicherungsschutz haben werden.

In ausländischen Firmen oder an ausländischen Hochschulen sind Sie nicht unbedingt automatisch haftpflicht- und unfallversichert. Erkundigen Sie sich, ob es sich empfiehlt, derartige Versicherungen vorher abzuschließen. In jedem Fall empfehlen wir Ihnen sich individuell von Ihrer Versicherung beraten zu lassen.