Das sagen unsere Absolvent_innen

Enno Kromminga

Projektcontroller & Teilprojektleiter, Regionalverkehre Start Deutschland GmbH

Nach Abschluss des GWI*-Studiums im Jahr 2017 habe ich in Hamburg bei der MAC Hamburg GmbH als Projektcontroller angefangen. Dabei wurde mir die Verantwortung für den Aufbau und die Implementierung des Projekt- und Unternehmenscontrollings im Unternehmen übertragen. Die Position als Controller zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass sie als Schnittstelle zu allen Funktionsbereichen einer Organisationseinheit fungiert und unterschiedliche Stakeholder bedient. Der stark interdisziplinäre Fokus des Studiums hat mich bestens auf die Arbeit in einer solchen Schnittstellenfunktion vorbereitet. Hierdurch fiel es mir besonders leicht, funktionsübergreifende Zusammenhänge zu verstehen und diese wertschöpfend zusammenzubringen. Neben den in diesem Tätigkeitsbereich unerlässlichen wirtschaftswissenschaftlichen Kompetenzen, die mir im Rahmen des Studiums vermittelt wurden, sind es insbesondere die Problemlösungskompetenzen sowie die vielen Analysemethoden, die ich während des Studiums durch die unterschiedlichsten Projekte kennengelernt habe und auf die ich immer wieder zurückgreife. Auch profitiere ich von den mir vermittelten Kenntnissen im Bereich der Informatik, bspw. beim Programmieren eigener Analysetools - auch in anderen als während des Studiums gelernten Programmiersprachen.

2019 habe ich meinen Lebensmittelpunkt nach Frankfurt am Main verlagert. Durch das Studium und die bisherige Berufserfahrung war es relativ unkompliziert, einen neuen und passenden Job zu finden - auch in einer völlig anderen Branche. Aktuell arbeite ich als Experte für Kalkulationen und Projektcontrolling sowie als Teilprojektleiter in komplexen Ausschreibungsprojekten im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) bei der Regionalverkehre Start Deutschland GmbH, einem Tochterunternehmen der DB Regio AG.

Vor dem Studium habe ich eine Ausbildung absolviert und bereits einige Jahre gearbeitet. Das GWI-Studium hat für mich den Grundstein für meinen weiteren beruflichen Werdegang gelegt und mir solide Kompetenzen in den unterschiedlichsten Disziplinen vermittelt, auf die ich während des Wiedereinstiegs in das Berufsleben sehr gut aufbauen konnte. Durch die breitgefächerte Ausrichtung des Studiums eröffnen sich nach dem erfolgreichen Abschluss sehr viele Möglichkeiten in den unterschiedlichsten Branchen und Berufsfeldern. Dies war für mich persönlich ein wesentlicher Faktor bei der Entscheidung für das GWI-Studium. Wird die Vielfalt der Berufe von GWI-Absolventen betrachtet, dann lässt sich dies auch ohne Zweifel so bestätigen.

Marie Sander

Studentin Geoinformationswissenschaften, Jade Hochschule

Portrait Marie Sander

Als ich 2015 mein Studium an der Jade Hochschule in Oldenburg begonnen habe, hatte ich keine genaue Vorstellung darüber was genau ich beruflich machen möchte.

Das Besondere, was mich dann zum Studiengang GWI* hingezogen hat, war für mich die Vielfalt der Themen die dort aufeinandertreffen. Vor allem die Kombination aus räumlichen Fragestellungen, betrachtet aus einer wirtschaftlichen Perspektive, haben mich sehr interessiert. Der Studiengang bietet so viele Möglichkeiten von Erneuerbaren Energien zu Immobilienmarktanalysen oder der Gesundheitsversorgung, dass ich gefühlt jedes Semester eine neue Idee hatte, was ich nach dem Studium machen möchte. Im Laufe des Studiums kristallisiert sich aber für die meisten klar heraus, wo die Reise hingehen soll. Und wer dann noch nicht weiterweiß oder einfach noch mehr lernen und erfahren möchte, hat die Möglichkeit das erlernte Wissen im Masterstudium zu vertiefen.

Das Zusammenspiel von Theorie und Praxis macht das GWI Studium sehr lebendig und hat mir das Lernen oft erleichtert. Neben den theoretischen Grundlagen bemühen sich die Lehrenden viele direkte Einblicke in Themen und Fragestellungen aus der beruflichen Praxis zu ermöglichen, die ja früher oder später auf einen zukommen wird.

Vor der am Ende anstehenden Praxisphase hatte ich zu Beginn des Studiums großen Respekt, doch die erlernten Fähigkeiten erstmal im Rahmen eines Praktikums anwenden zu können, hat mir für die Vorbereitung auf das Berufsleben sehr gut geholfen.

Diese inhaltliche Vielfalt im Studiengang GWI setzt sich fort in der Zusammensetzung der Lehrenden und Studierenden. Die kleinen Semestergruppen ermöglichen außerdem einen regen Austausch untereinander und auch einen guten Kontakt zu den Dozent:innen.

Weil ich leider nicht das Glück hatte nach dem Abitur, wie viele andere, eine Zeit im Ausland zu verbringen, habe ich das im Studium nachgeholt. Die Zeit im Auslandssemester in Chile, der Austausch mit anderen Studierenden aus aller Welt und der Einblick in eine Universität im Ausland haben mich sehr geprägt und ich konnte es gut im GWI Studium integrieren.

Mittlerweile stehe ich kurz vor meinem Masterabschluss in Geoinformationswissenschaften, ebenfalls an der Jade Hochschule. Hier habe ich die Möglichkeit mich noch weiter zu spezialisieren und mich mit Studierenden aus den anderen geo-bezogenen Bachelorstudiengängen auszutauschen und voneinander zu lernen. Nun ist die Vorfreude und Spannung auf das Berufsleben wirklich groß, ich fühle mich vorbereitet und freue mich auf neue Einblicke und Herausforderungen.

Nils W.

Mobilitätsberater und -forscher

Nach dem Abitur ging’s mir wie vermutlichen vielen frischen Schulabsolvent*innen: ich hatte keinen Plan, wohin meine berufliche Reise gehen soll. Also entschloss ich mich dazu, erstmal ein Jahr privat zu verreisen. Natürlich wurde mir auch auf der Südhalbkugel nicht wirklich klarer, wie mein zukünftiger Beruf aussehen könnte. In diesem Schwebezustand schien mir ein Studium des Wirtschaftsingenieurwesens mit dem Schwerpunkt Geoinformation das Richtige zu sein. Schließlich ist der Studienplan so breit gefächert und interdisziplinär aufgebaut, dass ich mich später noch in verschiedene Richtungen spezialisieren und mir somit viele Optionen offenhalten kann. Rückblickend eine sehr gute Entscheidung!

Außerdem war mir Oldenburg als kleine Großstadt mit vielem Grün bekannt und erschien mir sympathisch. Und am Rande sei noch erwähnt, dass Studieren für mich nicht nur mit Inhalten verknüpft ist, sondern vor allem mit Selbstorganisation, kritischem Denken und wissenschaftlichem Arbeiten in Verbindung steht.

Inhaltlich bot mir das Studium an der Jade Hochschule dann eine wirklich umfassende Ausbildung. Ich bekam Grundlagen in der Rechtslehre, der Betriebswirtschaft, der Informatik sowie der Raumwissenschaft bzw. Geoinformation vermittelt. Ein wirklich fachübergreifendes Lehrangebot, das durch kleine Seminargruppen und ein zumeist sehr lockeres Verhältnis zwischen Dozierenden und Studierenden bestach. Natürlich hat mir inhaltlich nicht jeder Kurs gleichermaßen gut gefallen. Aber die Möglichkeiten der wahlfreien Seminare bieten ausreichend Chancen, das Studium nach seinem Gutdünken auszurichten. Die praxisnahe Ausbildung vor allem gegen Ende des Studiums gefiel mir dabei sehr. Mit dem erlernten Profil bekam ich die Möglichkeit, ein halbjähriges Praktikum in Namibia bei der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) im Bereich der ländlichen Entwicklung zu absolvieren. Eine wirklich tolle Erfahrung - nicht nur inhaltlich, sondern auch menschlich, was sich letztendlich positiv aufs Schreiben der Bachelorarbeit auswirkte. Spätestens dort wurde mir klar, dass ich die räumliche Komponente des Studiums weiter vertiefen wollte. Außerdem wurde mir ein kritischer Blick auf die Dinge immer wichtiger. Namibia sollte ja in erster Linie als ehemalige deutsche Kolonie bekannt sein.

So zog es mich nach dem Bachelorstudium nach Berlin. An der Humboldt-Universität studierte ich dann im Master ‚Urbane Geographien‘. Insbesondere meinen im Bachelorstudium erlernten GIS-Kenntnissen habe ich es zu verdanken, dass ich schnell einen interessanten Nebenjob im Bereich der Mobilität bekam. In diese so dynamische Branche verliebte ich mich schnell, sodass ich nach zwei weiteren beruflichen Stationen als studentische Hilfskraft in dem Bereich schließlich als Festangestellter in einem innovativen und jungen Unternehmen landete. Dort beschäftige ich mich nun als Mobilitätsberater und -forscher mit neuen Formen der Mobilität im ländlichen und städtischen Kontext. Automatisierte Shuttles und neuartige Ridepooling-Angebote sind dort ebenso Thema wie die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf das Mobilitätsverhalten. Ein vielfältiger Beruf also - genau wie es das GWI*-Studium auch war. Es hat mir in jedem Fall wichtige Grundlagen dafür vermittelt.

Einen genauen Fahrplan brauchte es anfangs also nicht wirklich, um zufrieden und selbsterfüllt im Berufsleben anzukommen.

Jan Middel

Technischer Berater für Data Integration, con terra GmbH

In meiner aktuellen Position als technischer Berater / Consultant bei der con terra GmbH im Bereich Data Integration profitiere ich in hohem Maße von der im Studium großen Bandbreite an vermittelten technischen sowie soziökonomischen Grundlagen. Aus ganz praktischer Sicht gehören dazu insbesondere die erlernten Fähigkeiten im Bereich GIS**, Programmieren, Web Engineering, Datenbanken und Data Analysis. Für die IT-Branche sind dies unabdingbar Kenntnisse, auch wenn man nicht jeden Tag programmiert.

Im Data Integration Umfeld hat man mit Kunden aus dem Öffentlichen Sektor sowie der Privatwirtschaft zu tun. Dabei geht die Spannweite vom kleinen Ingenieurbüro bis zum international agierenden Konzern. Bei dieser Variation an Kunden und damit verbundenen Anforderungen merke ich immer wieder, dass durch den sehr interdisziplinären Charakter des Studiums die Fähigkeit vertieft wurde, sich schnell in neue Sachverhalte einarbeiten zu können.

Dazu trug auch das gezielte wissenschaftliche Arbeiten im Studium bei. Anders als in vielen anderen technisch ausgerichteten Studiengängen wurde man durch das stetige Heranführen an wissenschaftliche Texte und Arbeitsweisen gut auf die Bachelorarbeit vorbereitet. Extrakurse, wie viele andere Hochschulen Sie für ihre Studierenden anbieten müssen, sind bei GWI* nicht nötig gewesen. Auch falls man nach dem Bachelor noch einen Master anstrebt, ist dies definitiv hilfreich. Neben den beruflichen Qualifikationen bereitet GWI auch auf ein Masterstudium an anderen Hochschulen vor. Nach dem Bachelor habe ich bspw. noch einen Master in Wirtschaftsgeographie an der Uni Hannover mit Auslandsaufenthalt in Schweden absolviert.

Die Studienbedingungen und -atmosphäre an der Jade Hochschule waren besonders durch kleine Veranstaltungen und Lerngruppen geprägt. Somit hat man sehr schnell Kontakt zu seinen Kommilitonen entwickelt und auch die Dozenten waren für Fragen oder Anregungen sehr einfach zu erreichen.

Wenn man sich für das spätere Berufsleben oder einen Master breit aufstellen und man sozioökonomische oder IT-technische Fragestellungen gerne aus einer räumlichen Perspektive näher betrachten möchte, kann ich GWI nur weiterempfehlen!

Christian Fuhrmann

Projektmanager für Sondermaßnahmen im Offshorewindsektor

Im Jahre 2008 habe ich in dem allerersten Jahrgang des Studienganges Wirtschaftsingenieurwesen Geoinformation begonnen. In den darauffolgenden sieben Semestern konnte ich in diversen, teils interdisziplinären Studieninhalten ein sehr breit aufgestelltes Wissen über Geodaten, Geoinformationssysteme und deren Anwendungsmöglichkeiten erlangen. Nach dem Abschluss im Fach Wirtschaftsingenieurwesen Geoinformation (B.Eng.) studierte ich an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg sowie an der Rijksuniversiteit Groningen und absolvierte dort die Masterabschlüsse Water and Coastal Management (M.Sc.) und Environmental and Infrastructure Planning (M.Sc.).

Die raumbezogenen Studieninhalte haben mich in meinem Berufsleben in vielerlei Hinsicht weiter begleitet. Nach dem Studium verbrachte ich einige Jahre mit der Projektentwicklung von Onshore Windparks. Von der Flächenevaluation bis hin zur Entwurfsplanung bietet diese aus technischer Sicht zahlreiche Anknüpfungspunkte mit den Studieninhalten des Bachelorstudiengangs Wirtschaftsingenieurwesen Geoinformation.

Heute arbeite ich als Projektmanager für Sondermaßnahmen im Offshorewindsektor. Mein Arbeitgeber ist ein großes, international aufgestelltes Unternehmen für Energie-Infrastrukturen mit über 23.500 Mitarbeiter:innen. Gestern erst habe ich Geodaten von einer Bundesbehörde ausgewertet und in unsere Planungen eingepflegt. Das Thema begleitet mich also bis heute und weckt auch nach 13 Jahren, seit Beginn des Bachelorstudienganges, mein Interesse.

* GWI = Abkürzung für den Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen Geoinformation

** GIS = Geoinformationssystem oder auch Geographisches Informationssystem