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Der Berufseinstieg

Unter den folgenden Punkten finden Sie Antworten darauf, welche Qualifikationen Sie für eine Professur mitbringen müssen und wie sich das Berufungsverfahren gestaltet.

Bei Fragen wenden Sie sich an das Berufungsmanagement, an die Gleichstellungsstelle oder an die in der Stellenausschreibung genannte Kontaktperson aus dem Fachbereich.

Welche Qualifikationen muss ich mitbringen?

 

Die formalen Voraussetzungen zur Bekleidung eine Professur an einer Fachhochschule in Niedersachsen sind im Niedersächsischen Hochschulgesetz geregelt (§ 25 NHG)

Für eine Berufung an eine Fachhochschule benötigen Sie in der Regel folgendes:

  • Ein abgeschlossenes Hochschulstudium.
  • Durch praktische Erfahrung bestätigte pädagogisch-didaktische Eignung, in der Regel nachgewiesen durch Erfahrung in Lehre und Ausbildung.
  • Die besondere Befähigung zu vertiefter selbständiger wissenschaftlicher Arbeit, die in der Regel durch eine überdurchschnittliche Promotion oder aber eine promotionsädaquate Leistung, z.B. durch einschlägige Veröffentlichungen, herausragende Projekte, erhaltene Preise, Wettbewerbe, Ausstellungen etc., nachgewiesen wird.
  • Anwendung oder Entwicklung wissenschaftlicher Erkenntnisse in einer mindestens fünfjährigen beruflichen Praxis, von der mindestens drei Jahre außerhalb des Hochschulbereichs ausgeübt worden sein müssen. Das bearbeitete Themengebiet sollte dem in der Stellenausschreibung entsprechen bzw. mit diesem verwandt sein. Die Tätigkeit muss nicht am Stück erfolgt sein.

Die fachlichen Voraussetzungen gehen aus dem Ausschreibungstext hervor. Dabei ist zu beachten, dass es sich hier um die idealtypischen Voraussetzungen für die Professur handelt und diese selten vollends erfüllt werden - weder von Ihnen noch von anderen Bewerber_innen. Bei Nachfragen zögern Sie nicht, sich an die in der Stellenausschreibung genannte Kontaktperson zu wenden.

Welche Bewerbungsunterlagen muss ich einreichen?

 

Eine aussagekräftige Bewerbung ist Ihr erster Schritt in Richtung Professur. Diese sollte sorgfältig vorbereitet sein und alle wichtigen Unterlagen wie Zeugnisse und Nachweise Ihrer im Lebenslauf genannten Tätigkeiten enthalten. Zudem sollten Sie Ihre Lehrerfahrung und Ihre Publikationen ausführlich dokumentieren sowie Erfahrungen in der Selbstverwaltung einer Hochschule oder Aktivitäten in Fachgesellschaften erwähnen. Selten gibt es die idealtypische Bewerbung auf eine Professur. Suchen Sie Schnittstellen mit der ausgeschriebenen Stelle aus Ihrem Lebenslauf und verdeutlichen Sie diese in Ihrer Bewerbung.

Detaillierte Informationen zur Vollständigkeit Ihrer Bewerbungsunterlagen finden Sie in dem Merkblatt der Jade Hochschule.

Ausführliche Tipps von der schriftlichen Bewerbung über die Vorbereitung Ihrer Vorstellung bis hin zur Berufungsverhandlung erhalten Sie in dem Merkblatt Auf dem Weg zu einer Professur an einer Fachhochschule der bukof (Bundeskonferenz der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten an Hochschulen).

 

 

Wie gestaltet sich das Berufungsverfahren?

Professuren werden mittels Berufungsverfahren besetzt, die mindestens mehrere Monate Zeit in Anspruch nehmen. Zuständig für die Erstellung des Berufungsvorschlags ist eine von dem Fachbereich gebildete Berufungskommission, die mit Mitgliedern aus verschiedenen Statusgruppen besetzt ist. Am gesamten Verfahren ist die Gleichstellungsbeauftragte mit Beratungsrecht beteiligt.

Nach erfolgter Ausschreibung sichtet die Berufungskommission die Bewerbungsunterlagen und lädt die Bewerber_innen, die in die engere Wahl kommen, zu einer Probelehrveranstaltung und einem Bewerbungsgespräch ein. Danach erstellt die Berufungskommission eine Empfehlung für einen  Berufungsvorschlag mit einer Rangfolge der Kandidat_innen. Der Beschluss über den Berufungsvorschlag erfolgt in weiteren Gremien der Hochschule. Die Gleichstellungsbeauftragte nimmt in diesem Zuge schriftlich Stellung.

Hat die Hochschule über einen Berufungsvorschlag entschieden, legt sie diesen dem Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur zur Entscheidung vor. Spricht das Ministerium einen Ruf aus, erfolgen im Anschluss Berufungsverhandlungen der zu berufenden Person mit der Hochschule.