Charline Kohl und Jana Ullrich | Inselkita Spiekeroog "Lüttje Loog"

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Bei der Planung unserer Insel Kita „Lüttje Loog“ lagen vor allem die Aspekte Nachhaltigkeit und Umweltbildung im Fokus. Auf Grund der zentralen Lage wird die Bauweise an die umliegende, für Spiekeroog typische Bauweise der Satteldächer und Klinkerfassade angepasst. Durch die einzelnen Gebäude entsteht ein eigenes kleines Dorf, welches über einen Aufenthaltsbereich mit Gründach miteinander verbunden wird. Dies bietet den Kindern viel Platz zum Erkunden, Spielen und Freiraum zur selbständigen Entwicklung. Die Nähe zur Natur schafft bei den Kindern ein Bewusstsein für ihre Umwelt. Ein offenes Konzept und die Räume bieten ein vielfältiges Angebot und Freiheit um die Entwicklung der Kinder zu fördern.

Die Inselkita auf Spiekeroog ist für 40 Kinder ausgelegt, die sich in drei Gruppen aufteilen. Es sind zwei Gruppen für jeweils 15 Kinder mit zwei Erziehern / Erzieherinnen und eine Krippengruppe für Kinder unter drei Jahren, die auch von zwei Erwachsenen beaufsichtigt wird, vorgesehen. Dazu eine/n Leiter/in, und eine halbtags angestellte  Küchen- und Putzkraft.

Nachhaltigkeit und ökologische Effizienz sind uns besonders wichtig, weshalb wir uns für einen Klinkerbau entschieden haben. Dies klingt anfangs suboptimal aber aufgrund der besonderen Begebenheiten einer Insel ist diese Entscheidung sinnvoll. Die Materialien müssen per Schiff an die Baustelle geliefert werden und durch Klinkerpakete kann Platz gespart werden.

In dem Entwurf wurde der für Spiekeroog typische Gebäudetypus aufgenommen, welcher sich durch Satteldächer ohne Dachüberstand, Klinker und den drei Farben Blau Weiß und Grün auszeichnet. Diese Besonderheiten stehen in der Gestaltungssatzung von Spiekeroog und tragen zu dem einheitlichen Stadtbild auf Spiekeroog bei. Da sich unser Grundstück in unmittelbarer Nähe zur Innenstadt befindet, nehmen wir diese Gestaltungskriterien auf.

Der erste Ansatz war, dass jede Funktion dem Gebäude ablesbar ist und sich somit mehrere kleine Häuser zu einem eigenen Dorf gruppieren, diese unterscheiden sich in Größe und Dachform. Auf diese Weise erkennt man die Gruppenräume, den Verwaltungstrakt, die Gemeinschaftshäuser, sowie den Aufenthaltsbereich, der alle Häuser miteinander verbindet. Dieser kann bei schlechtem Wetter als Spielmöglichkeit genutzt werden, falls die Kinder nicht in den Außenbereich dürfen. Dieser multifunktionale Bereich ist für alle Gruppen zugänglich und gliedert sich in Garderoben-, Spiel- und Ruhebereiche. Der eingeschobene Körper zeichnet sich durch große Glasflächen und einem begrünten Dach aus.

Die Ausrichtung des Kindergartens erfolgte nach den Himmelsrichtungen und den Funktionen und Bedürfnissen, welche sich an dem kindheitspädagogischen- Konzept orientieren. Die Trennung von lauten und leisen Bereichen lag dabei im Vordergrund. Des Weiteren wurde der “Architypus” als Stilelement aufgegriffen und findet sich in der Innenausstattung wieder.

Alle Gruppenräume verfügen über einen Schlafbereich, der sich im Dachstuhl befindet. In den Gemeinschaftsräumen ist der Dachstuhl geteilt, im nördlichen Teil gibt es einen Snoozelraum und im südlichen Bereich wird er als Bewegungsraum ausgebaut. Die großen Fensterflächen ermöglichen den Kindern auf das begrünte Dach oder an den Strand zu schauen. Weitere Glaselemente ermöglichen den Einblick in alle Gruppen und den Außenbereichen.