Prävention und Prophylaxe: Leitideen medizinischer Versorgung von Frauen in der frühen DDR

10. Mai, 15:15 bis 16:45 Uhr, Campus Oldenburg, Zeughausstr. 73a, Raum 112

"Prävention und Prophylaxe: Leitideen medizinischer Versorgung von Frauen in der frühen DDR"

Referentin: Prof. Dr. Sabine Schleiermacher
Charité-Universitätsmedizin Berlin

Prävention und Prophylaxe waren die zentralen Kategorien, unter denen die gesundheitliche Versorgung der Bevölkerung in der DDR organisiert wurde. Zentrales Gesetz für die Umsetzung dieser Vorstellungen in Fragen gesundheitlicher Sicherung von Frauen war das 1950 verabschiedete „Gesetz für Mutter- und Kinderschutz und die Rechte der Frau“. Gesundheitsschutz war hier nicht nur auf Prävention im engeren Sinne bezogen, sondern als Einheit von staatlich garantierter medizinischer Betreuung und sozialer Leistung verstanden. Im Vortrag sollen die medizinischen, wirtschaftlichen und politischen Begründungen im Vorfeld der Entstehung des Gesetzes aufgezeigt werden, die zu einer Verknüpfung gesellschaftlicher Vorstellungen von der Rolle der Frau mit sozial- und gesundheitspolitischen Zielsetzungen führte.

Die Vortragsreihe des Masters Public Health ist öffentlich. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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