Bioökonomie im Non-Food-Sektor

Begin/End: 2015-06-01 - 2019-03-31   Status: finished
Fördersumme (IA): 46.560 Euro Unit: Civil Engineering - IfM: Institut für Materialprüfung
Subject-matter: Energy - Design Construction Material
Das Gelingen der Energiewende wird sich in hohem Maße in der Immobilienwirtschaft entscheiden. Unsanierte Bestandsbauten sind für 96% des Wärmeverbrauchs aller Wohngebäude verantwortlich, deshalb ist es unbedingt notwendig die bisherige Sanierungsintensität und Sanierungsrate um mehr als 100% zu erhöhen um die im Energiekonzept der Bundesregierung definierten Ziele für einen klimaneutralen Gebäudebestand in 2050 zu erreichen. Besonders der Einsatz nachhaltiger Bau- und Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen würde zu einer stärkeren Reduzierung der CO2-Emissionen im Baubereich beitragen. Leider bestehen in diesem Sektor noch viele Informationsdefizite bei Bauherren und wenig verfügbare Langzeituntersuchungsergebnisse für Architekten. Daher liegt die Nutzung von Bau- und Dämmstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen bei der Zeit ca. 5 % (DENA). Zur Demonstration der Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen als Dämmstoff wurde das Klimacenter in Werlte, ein ehemaliges Kasernengebäude mit neuen Fassaden und einer neuen Dachdämmung versehen. Nach Entfernung der alten Klinkerfassade wurde die Fassade abschnittsweise mit verschiedenen Wandsystemen mit nachwachsenden Rohstoffen gedämmt. Bei den 13 verschiedenen Fassadensystemen handelt es sich um Putzfassaden, als auch Fassaden mit einer vorgesetzten Holzverschalung. Zum Einsatz kamen Holzfaserdämmstoffe, Dämmstoffe aus Cellulose und Wiesengras. In die verschiedenen Wandaufbauten wurden Sensoren eingebaut, die sowohl das Temperatur- als auch das Feuchtigkeitsverhalten der Wände kontinuierlich erfassen. Mit den Sensoren wird ein Temperatur- und Feuchteprofil durch den Wandquerschnitt erfasst. In einer ersten Anlaufphase (5 Jahre) wurden Rohdaten (Temperatur, rel. Luftfeuchte) gesammelt. Diese Rohdaten sind noch nicht aufbereitet und wissenschaftlich ausgewertet und daher bisher für Beratung und Kenntnistransfer nicht nutzbar. Hier setzt das Forschungsvorhaben an. Desweiteren sollen Informationen auch aus dem Projekt DP 3.1. „Biobased Woningbouw“ mit die die Schulungsmaßnahmen einfließen. Vermittelt werden soll der Einsatz von biobasierten Baustoffen für das nachhaltige Bauen. Diese beiden Themenbereiche ergänzen sich gut und können deshalb zusammen vermittelt werden.







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