Energetisches Nachbarschaftsquartier Fliegerhorst: Von BIM bis zur Energieleitplanung

Begin/End: 2018-01-01 - 2022-12-31   Status: ongoing
Fördersumme (IA): 539.340 Euro Unit: Civil Engineering - IDoK: Institut für datenbankorientiertes Konstruieren im Ingenieurbau
Subject-matter: Energy - Information
Die Verringerung des Primärenergieverbrauchs und damit des CO2-Ausstoßes ist die zentrale Herausforderung zur Erreichung der politischen Klimaziele. Der aktuell in mittelgroßen Städten wie Oldenburg und ländlichen Regionen zu beobachtende Trend der zunehmenden elektrischen Eigenversorgung durch Photovoltaik- (PV) und kleinen Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK-Anlagen) ist ein erster Beitrag hierzu. Für eine vollständige Ausschöpfung der Potenziale dieses Trends muss eine Vernetzung der Sektoren Strom, Wärme und Elektromobilität auf Quartiersebene sowie eine Vernetzung der Akteure untereinander erfolgen.

Im Rahmen dieses Vorhabens soll zur Nachnutzung auf einer Teilfläche des stillgelegten Fliegerhorsts in Oldenburg ein klimaneutrales Quartier als Reallabor konzipiert und umgesetzt werden. Das Energetische Nachbarschaftsquartier soll den Energiebedarf zum größten Teil aus lokal erzeugter Energie decken. Neben dem Energetischen Nachbarschaftsquartier werden auf dem Fliegerhorst noch weitere ca. 1000 Wohneinheiten und Gewerbeflächen entstehen. Der Fliegerhorst stellt somit für die kommenden Jahre die wichtigste Entwicklungsfläche in Oldenburg dar.
Zur Realisierung des Energetischen Nachbarschaftsquartiers wird im Rahmen dieses Vorhabens ein Infrastrukturkonzept erarbeitet und umgesetzt, das die physischen Infrastrukturen der Sektoren Strom, Wärme und Elektromobilität mit Hilfe von Energiekopplern miteinander zu einem sektorenübergreifenden Versorgungsnetz integriert. Ergänzend hierzu wird im Vorhaben die Machbarkeit einer digitalen Service-Plattform für ein intelligentes Last- und Beschaffungsmanagement auf Quartiersebene für dezentrale Energie-Erzeuger und -Verbraucher erforscht. Diese Plattform soll als Digitaler Zwilling der physischen Plattform die erforderliche Funktionalität bereitstellen, die zum Beispiel für die Bildung und den Betrieb lokaler Energiegenossenschaften oder anderer Kooperationsmodelle auf Quartiersebene in Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Energiedienstleistern erforderlich ist. Neben technischen Fragestellungen werden die Anwohner als Energieproduzenten und -konsumenten (Prosumer) in einem transdisziplinären Ansatz über ein Community-Portal auch in die Konzeption von Anreizmodellen für die Bildung lokaler Energiegenossenschaften und der daraus abgeleiteten Geschäftsmodelle für die Dienstleister zum Aufbau und Betrieb des Energetischen Nachbarschaftsquartiers einbezogen.








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