Aktive Beeinflussung des Schallfelds bei Wiedergabe im offenen Gehörgang

Laufzeit: 2012-03-01 - 2014-09-30   Status: abgeschlossen
Förderung: Deutsche Forschungsgemeinschaft - DFG/Sachbeihilfe Fördersumme: 154.400 Euro Organisationseinheit: Technik und Gesundheit für Menschen - IHA: Institut für Hörtechnik & Audiologie
Querschnittsthema: Gesundheit
Die akustische (Sprach-)Kommunikation ist die Grundlage unserer Kultur, unterliegt jedoch aufgrund verschiedener Beeinträchtigungen (z.B. Störschall, zunehmende Hörschäden von ca. 18% unserer Bevölkerung, Nachhall, Nutzer-Präferenzen und -Erwartungen,…) starken Herausforderungen - von der Wohnumgebung für ältere Menschen über die Bahnhofshalle bis zur Kommunikation im Auto oder auf einer Cocktail-Party. Die verfügbaren technischen Lösungen zur individuellen Unterstützung der Hörwahrnehmung (z.B. Hörgeräte, Bluetooth-Headsets) sind in ihrer Zielgruppe, ihrem jeweiligen Anwendungs-Szenario und ihrer Funktionalität (d.h. tatsächliche Hör-Unterstützung des individuellen Benutzers) stark limitiert.

Aus akustischer Sicht lässt sich dies auf das bisher ungelöste Störquellen-, Darbietungs- und Anpassungsproblem zurückführen. Wie können diese Probleme (approximativ) gelöst werden, um die korrekte Wahrnehmung eines akustischen Signals (Sprache, Musik, Warnsignal,…) beim individuellen Menschen (normalhörig oder mit offenem oder verdecktem Hörverlust) und bei einer akustisch schwierigen Situation sicherzustellen? Zur Beantwortung dieser zentralen Forschungs-Frage sollen Hörmodelle und Algorithmen erforscht und als Teil von Demonstratoren entwickelt werden, welche die akustische Wahrnehmung in möglichst vielen Situationen für möglichst viele individuelle Benutzerprofile vorhersagbar und steuerbar machen. Die Demonstratoren sollen als Grundlage für zukünftige Systeme dienen, die langfristig die akustische Wahrnehmung für alle Menschen in allen akustischen Situationen
optimieren.

Das Projekt ist Teilprojekt der von der DFG eingerichteten Forschergruppe "Individuelle Hörakustik" in Kooperation mit der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg.


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