Flexible Dienstleistungsarbeit gesundheitsförderlich gestalten

Laufzeit: 2018-02-01 - 2022-01-31   Status: laufend
Förderung: Bundesministerium für Bildung und Forschung - : Euro Organisationseinheit: Technik und Gesundheit für Menschen - IHA: Institut für Hörtechnik & Audiologie
Querschnittsthema: Gesundheit
Interaktive Dienstleistungsarbeit ist mit hohen Flexibilitätsanforderungen verbunden. Diese bedingen psychische Gesundheitsrisiken, wenn sie nicht durch gesundheitsförderliche Ressourcen bewältigt werden können. Es fehlen gesundheitsförderliche Gestaltungskonzepte, die diese Flexibilitätsanforderungen gerade für KMU angehen. Das Verbundprojekt wird daher ein arbeits- und gesundheitswissenschaftliches Konzept zur gesundheitsförderlichen Gestaltung flexibler Interaktionsarbeit entwickeln, erproben, evaluieren (Bsp.: ambulante soziale Dienste und IT-Dienstleistungen) und regional verankern.

Das Verbundprojekt fokussiert die gesundheitsförderliche Gestaltung flexibler Interaktionsarbeit im Dienstleistungsbereich am Beispiel der IT-Services als männlich dominierte Branche und der ambulanten Dienste (ambulante Pflege und hauswirtschaftliche Dienste) als weiblich dominierte Branche. Der Verbund soll partizipativ und gendersensibel integrierte verhaltens- und verhältnisorientierte Interventionen zur Reduzierung psychischer Gesundheitsrisiken mit Konzepten zur Stärkung der personalen, sozialen und organisationalen Gesundheitsressourcen bei flexibler Interaktionsarbeit verknüpfen. Dabei wird beachtet, inwieweit gültige Regulierungen von Flexibilitätsanforderungen (z.B. Arbeitszeit) eingehalten werden bzw. welche neuen Anforderungen sich an diese richten.

Arbeitsunfähigkeitszeiten infolge psychischer Erkrankungen haben im Sozial- und
Gesundheitsbereich, aber auch bei den IT-Services eine hohe Relevanz. Es besteht ein Defizit an gesundheitsbezogenen Interventionskonzepten zur Reduzierung psychischer Gesundheitsrisiken und zur Ressourcenentwicklung bei flexibler Interaktionsarbeit vor allem in KMU, auch hinsichtlich flexibler Erwerbsformen.

Die Jade Hochschule führt im Teilprojekt 1 eine gesundheitsbezogene Bestandsaufnahme und Evaluation durch.
Das zentrale Ziel ist die Identifizierung von gesundheitlichen Ressourcen, Belastungen sowie individuellen und kollektiven Bewältigungsmustern bei Beschäftigten und Führungskräften in der flexiblen interaktiven Dienstleistungsarbeit. Eine Analyse der Region und der kooperierenden Unternehmen gewährleistet eine regionale und betriebliche Einordnung. Mit einer in der Metropolregion Nordwest, hierzu gehören die Freie Hansestadt Bremen und Teile Niedersachsens, durchgeführten Befragung aller ambulanten Pflegedienste und IT-Unternehmen werden die Erfahrungen und Erwartungen in Bezug auf die Prävention psychischer Belastungen in der interaktiven Dienstleistungsarbeit sowie die regionale Vernetzung der Unternehmen und strategischen Partnern erhoben und ausgewertet.








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