Wechselwirkung Windenergieanlagen und terrestrische Navigation / Radar plus

Laufzeit: 2018-07-01 - 2021-06-30   Status: laufend
Förderung: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie - BMWi/6. Energieforschungsprogramm Fördersumme: 456.890 Euro Organisationseinheit: Ingenieurwissenschaften
Querschnittsthema: Energie - Maritime Wirtschaft & Technik
Das Vorhaben WERAN plus hat aufbauend auf den Ergebnissen des Projekts WERAN Untersuchungen für ein neues Bewertungstool bzgl. der Störwirkung von Windenergieanlagen (WEA) auf terrestrische Navigationsanlagen (Drehfunkfeuer VOR) zum Ziel. Zudem soll hinsichtlich der UKW-Sprechfunk- und Datendienste (z.B. AIS) und der Antikollisions-Seeradare – untersucht werden, inwieweit Störungen dieser Dienste durch Off-shore Windparks entstehen.

Im Projekt WERAN wurden Messtechnik und Simulationen entwickelt, um Störungen der Übertragungskanäle durch WEA bestimmen lassen. Die dynamischen Vorgänge konnten teils numerisch identifiziert werden, jedoch steht diese Entwicklung erst am Anfang. Die in den Funksystemen übertragenen Signale werden durch WEA verändert, diese Änderung schlägt auf die Zielgröße des Funksystems durch. Bei VOR ist dies ein geänderter Kurswinkel des Flugzeugs, bei Radaren verfälschte Ziele.

Zur Validierung des neuen Bewertungstools sind weiträumige Messungen im Raum rund um WEA und Windparks erforderlich. Vom Projektkoordinator werden dazu unbemannte fliegende Plattformen eingesetzt. Für Messungen über längere Zeiträume sowie größere Entfernungen in der weiträumigen Umgebung von Windparks wird ein manntragendes Leichtflugzeug (MLF) eingesetzt. Dieses MLF ermöglicht zudem die geplanten Messungen im Off-shore Bereich, hier speziell der UKW-Seefunkdienste, AIS sowie von maritimen Antikollisions-Radaren.

Die Erweiterung der numerischen Simulationen soll die Beschreibung dynamischer Vorgänge verbessern. Daraus ergeben z.B. im Fall des Drehfunkfeuers zahlreiche einzelne Simulationsergebnisse, das Gesamtergebnis Winkelfehler wird danach durch die Spektralmethode errechnet. Diese Methode ist ein neueres Verfahren, welches in WERAN eingesetzt wurde. Die Ausbreitung von Funkwellen über Gelände lässt sich im Mobilfunkbereich mit statistischen Methoden beschreiben, es ist zu untersuchen, ob dies auch für die beiden Signalkomponenten eines Drehfunkfeuers gilt. Die Auswertung der als Bandpasssignal vorliegenden Messdaten erfolgt durch FCS, ebenso wie die Abstimmung mit der Flugvermessung, dem Kontakt zu Flughäfen und Zugang zu den Anlagen der Flugsicherung.

Die Schwerpunkte des Teilprojektes „VOR, Radar und Off-Shore Messungen / Hardware“ an der Jade Hochschule sind die Vorbereitung und Durchführung von Messkampagnen an ausgewählten Windparks an Land sowie im Off-shore Bereich mit Hilfe eines manntragenden Leichtflugzeuges. Die technische Vorbereitung beinhaltet u.a. den Entwurf von Antennen und Teilen der Empfänger-Hardware.







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