Didaktische Projekte Sommersemester 2016

Trainingsprogramm Hören

Jörg Bitzer, FB Bauwesen Geoinformation Gesundheitstechnologie - Technik und Gesundheit für Menschen

 

Die Erstellung eines fachbereichsübergreifenden Onlineangebots zum Training des Hörens war ein didaktisches Projekt, welches im März 2016 begann. Die zu entwickelnde Softwareplattform erhielt den Namen „Jade Pro Listening“.

Zu Beginn des Projektes erfolgte eine intensive fachliche Auseinandersetzung mit der angestrebten Thematik innerhalb der Lehreinheit „Technik und Gesundheit für Menschen“. Grundlage aller denkbaren Trainings- und Testszenarien ist eine robuste Audioverarbeitung und Wiedergabe des Audiomaterials.

Um dies sicher zu stellen, wurde ein komponentenbasiertes System entwickelt, das die Grundlage aller Trainingsmodule bilden wird und sich ohne großen Aufwand zu denkbaren Tests aller Art kombinieren lässt. Hochwertiges Audiomaterial, unter anderem auch von der Abteilung TGM, werden für die Trainingssituationen bereitgestellt.

 

 

Lebendiges Labor - Dokumentation der Errichtung und Inbetriebnahme eines Plusenergiehauses für die Hochschullehre (Folgeantrag)

Jan Middelberg, FB Bauwesen Geoinformation Gesundheitstechnologie - Bauwesen

 

Das Funktionsmodell des „Energy Lab“ wurde im Rahmen des didaktischen Projektes erweitert. Es beinhaltet ein Photovoltaikpanel inklusive Ladegerät und Autobatterie, Verbrauchen, Ventilator, Temperatur- und Feuchtsensoren, Differenzdrucksensoren und einem Mikrocomputer.

Für die Visualisierung des Projektes und des Messdaten wurde eine Internetseite erstellt. Des Weiteren wurde zur Erfassung der äußerlichen Lasten auf dem Vermesserturm eine wartungsfreie Wetterstation, die Windgeschwindigkeit, -richtung, Niederschlag, Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftdruck sowie die Sonneneinstrahlung erfasst, errichtet. Alle Messgeräte und Sensoren wurden im Funktionsmodell, unter Laborbedingungen getestet.

Die ermittelnden Daten können im Rahmen der Vorlesung genutzt werden. In der Lehrveranstaltung „Praktische Bauphysik“ werden die gesammelten und ausgewerteten Daten zur Veranschaulichung von bauphysikalischen Zusammenhängen verwendet.

Zukünftig sollen diese Messdaten der Wetterstation auch online verfügbar sein. Die bisherigen Daten können dauerhaft in den Bauphysikvorlesungen verwendet werden.

 

 

 

 

 

 

Bauphysikalisches Praktikum: Verbesserung und Anpassung der Laborexperimente

Jan Middelberg, FB Bauwesen Geoinformation Gesundheitstechnologie, Bauwesen

 

 

Gebäudesystemtechnik Anwendungsdemonstratoren (GST-Demo)

Melina Frenken, FB Bauwesen Geoinformation Gesundheitstechnologie - Technik und Gesundheit für Menschen

 

Gebäudesystemtechnik als Mischdisziplin zwischen Ingenieurwissenschaften und Informatik ist ein sehr praktisches Fach.

Das tiefere Verständnis für Zusammenhänge wird hierbei besonders durch Demonstrationen und Anwendung von Hausautomationssystemen geschaffen. Ziel des didaktischen Projektes ist es daher, zu vier ausgewählten Hausautomationssytemen Lehr- und Lern-Demonstratoren aufzubauen.

Im Rahmen des Projektes wurden kabelgebundene und funkbasierte Hardware-Systeme sowie ein Softwaresystem entwickelt. Ergänzend wurde zu den Hardware-Demonstratoren jeweils ein Tutorial erarbeitet, welches die grundlegende Funktionsweise des Systems und den Aufbau des Demonstrators beschreibt. Darauf aufbauend wird eine Aufgabenstellung zur Parametrisierung des Systems gegeben.

Mit der Erstellung von drei Hardware- und einem Softwaresystem sowie dazugehörige, konkrete Automationsaufgaben wurden alle Zielkriterien erfüllt. Die Demonstratoren und Tutorials wurden im Rahmen des Projektes aufgebaut und bleiben auch nach dem Förderungszeitraum bestehen.

 

 

 

 

Planspiel Konzeption

Kirsten Plog, FB Bauwesen Geoinformation Gesundheitstechnologie - Bauwesen

Um den Praxisbezug und die intensive, fundierte Auseinandersetzung mit komplexen Sachverhalten  sowie die Problemlösungsfähigkeiten der Studierenden zu verbessern, wurde im Rahmen dieses didaktischen Projektes ein Planspiel konzipiert und umgesetzt.

Die Materialien bieten einen guten Einstieg in die Praxisszenarien und wurden mit hoher Motivation und Konzentration bearbeitet. Die Studierenden waren während der Bearbeitung immer in der Lage, relevante Aspekte zu identifizieren und konnten ihren praktischen Horizont erweitern. Da viele Studierende vorher keine ausreichenden arbeitspraktischen Erfahrungen vorweisen konnten, wurde diese Art der Didaktik als besonders lehrreich bewertet. Auch das Feedback lässt sich als sehr positiv einschätzen.

Das Planspiel kann langfristig genutzt und jedes Semester erweitert werden. Dabei haben die Studierenden die Möglichkeit, eigene Ideen miteinzubringen. Alle Materialien liefern eine wertvolle Arbeitsgrundlage, die insbesondere zum Start der Praxiseinheiten Orientierung und Struktur bieten. 

Robotik und Algorithmen spielend erlernen mit Minecraft Education und ComputerCraft Education

Frank Wallhoff, FB Bauwesen Geoinformation Gesundheitstechnologie - Technik und Gesundheit für Menschen

Mit Hilfe von Let's Play Videos sollen die Studierenden spielerisch Algorithmen vor konkreten Anwendungskontexten kennenlernen und größere Projekte konzipieren.

Konkret wurde das bekannte Spiel „Minecraft“ in einer Education Variante als Plattform eingesetzt, welche sich der speziellen Erweiterung ComputerCraft zur komplexen Programmierung von beliebigen Artefakten bedient. Im Rahmen des Projektes wurden insgesamt 12 Tutorial-Videos inklusive einer kurzen PDF-Einführung von studentischen Hilfskräften erstellt. Die Laufzeit der Videos variiert zwischen 5 und 36 Minuten, wobei der Schwierigkeitsgrad je nach Video steigt.

Die Arbeiten mit der Minecraft-Welt umfasst kreative Komponenten, wie die Erstellung der Lebenswelt bis hin zur Programmierung komplexer, intelligenter Objekte bzw. Roboter. Durch die Durchführung des Projektes wurden verschiedene fachliche Disziplinen als Video konzipiert, gestaltet und in Form von Let’s Play Videos konserviert.

 

 

 

Kompetenzen für die Arbeitswelt

Hans-Jürgen Immerthal, FB Management Information Technologie (MIT)

 

Ziele des durchgeführten didaktischen Projektes „Kompetenzen für die Arbeitswelt“ war es, die Studierenden auf konkrete Situationen in den Arbeitsbeziehungen vorzubereiten. Sie sollen ihre zukünftige Rolle als Führungskraft erlernen und dabei spezifische Herausforderungen in der modernen Arbeitswelt überwinden.

Die Teilnehmerzahl war im Wintersemester 2016/17 eher klein, dies könnte daran liegen, dass es diverse Terminüberschneidungen gab. Die Veranstaltungen hatten verschiedene Schwerpunkte, unter anderem gab es auch Besuche bei Betrieben aus der Region. Das Seminar wurde von den Studierenden als positiv und hilfreich evaluiert. Sie konnten ihre Kenntnisse und Fähigkeiten in Bezug auf Organisation und Wandel der Arbeitswelt sowie arbeitsrechtliche Grundlagen erweitern.

Weiterhin bildete das Seminar eine Brückenfunktion zwischen Studium und Arbeitswelt. Dadurch wird der Einstieg in die Berufswelt für die Studierenden erleichtert.

 

 

 

 

 

Ökonomie im Bauwesen - Blended Learning Teil 2

Thomas Weßels, FB Bauwesen Geoinformation Gesundheitstechnologie - Bauwesen

Bei divergierenden Eingangsvorraussetzungen soll durch den Einsatz asynchroner Lernmethoden und elektronischer Medien eine Verbesserung der Studienbedingungen erreicht werden.

Für das Fach „BWL“ wurden neue Videos sowie Multiple-Choice Fragen, Texte und Übungsaufgaben erstellt. Diese Informations-Sammlung wurde auf die Lernplattform Moodle hochgeladen. Die Leistung der Studierenden, wobei die Versagensquote bei 10% lag, wurde verbessert.

Das „Web Based Training“ (WBT) für den englischsprachigen Kurs „Managerial Economics“ sowie für den Kurs „Finanzierung“ konnte leider nicht wie geplant durchgeführt werden.

Die für „BWL“ entwickelten WBTs erfordern nur gelegentliche Aktualisierungen und können so auch von zukünftigen Generationen von Studierenden genutzt werden. Die Möglichkeiten des selbstständigen Lernens werden bereits jetzt von fast allen Studierenden im Fach genutzt.

 

 

 

 

 

 

Projektorientierte Aufgaben- und Formelsammlung "Grundbau" und "Geotechnik"

Otfried Beilke, Ramin Sabieri, FB Bauwesen Geoinformation Gesundheitstechnologie - Bauwesen

 

Im Rahmen des vorliegenden didaktischen Projektes wurde die bestehende Aufgabensammlung für die Module „Grundbau“, „Geotechnik“ und im Seminar „Geotechnik“ sowie im „Spezialtiefbau“ erweitert.

Die neuen Aufgaben wurden hierbei in Zusammenarbeit mit einem ortsansässigen Ingenieurbüro aus realen Projekten herausgearbeitet und zum Download zur Verfügung gestellt.

Bei der Erstellung der Formelsammlung wurde vor allem darauf geachtet, dass die Praxisbeispiele allein mit der Formelsammlung bearbeitet werden können. Die Sammlung umfasst insgesamt 21 Aufgaben (241 Seiten).

Das Projektziel wurde durch die Erstellung somit vollständig erreicht. Die Aufgaben- und Formelsammlung stehen weiterhin zur Klausurvorbereitung zur Verfügung. Sofern erforderlich, kann die erstellte Aufgabensammlung auch als Grundlage zum Aufbau eines Tutoriums „Grundbau / Geotechnik“ heran gezogen werden.

 

 

 

 

 

 

 

Förderung des Zeitmanagements Online-Studierender

Harald Lohner, FB Management, Information, Technologie (MIT)

 

 

 

 

 

 

 

 

Bits und Bytes zum Anfassen mit Minicomputern

Angela Moldenhauer, Gaby Ernstorfer, FB Management, Information, Technologie (MIT)

 

In diesem Projekt sollte den Studierenden die Möglichkeit gegeben werden, sich ergänzend zu den regulären Vorlesungen Projekte mit dem Minicomputer Raspberry Pi zu erarbeiten. So konnten sie das Betriebssystem Linux und die Programmierung in Python oder Java kennenlernen oder vertiefen.

UÜber das entdeckende Lernen erfuhren die Studierenden die Programmierung sehr praxisorientiert. Änderungen im Programmcode konnten unmittelbar mit der Hardware (LEDs, Touchscreen, Dioden, Sensoren) sichtbar gemacht werden. Nachdem die Grundlagen gelegt wurden, konnten die Studierenden in Kleingruppen Aufgaben bearbeiten und diese kreativ erweitern. Zwei studentische Hilfskräfte unterstützten die Lernenden dabei.

Während der Veranstaltungen konnte festgestellt werden, dass sich ein tiefergehendes Interesse entwickelt hat. Die Konzeption, Dokumentation und die Hardware aus dem Projekt wurde nach Ende des Förderzeitraums als Grundlage für ein regelmäßiges Angebot im Fachbereich übernommen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mikroökonomische Werkstatt

Michael Neumann, FB Wirtschaft

Um die Durchfallquote im Pflichtfach „Mikroökonomie und Wirtschaftsordnung“ zu senken und die Studierenden zu unterstützen, wurde im Sommersemester erstmalig das Angebot einer mikroökonomischen Werkstatt zu Verfügung gestellt. Dort konnten die Kenntnisse in Mathematik, die zum Verständnis des Fachs benötigt werden, angeeignet und weiter vertieft werden.

Im Sommersemester 2016 gab es 16 Werkstatt-Teilnehmer, wovon 15 Studierende im zweiten oder dritten Versuch waren. Von diesen 15 Studierenden betrug die Durchfallquote lediglich 13,3 Prozent. Im Vergleich zu den vergangenen Jahren, wo die Durchfallquote bei rund 40 Prozent lag, ist dies eine deutliche Verbesserung. Das Projektziel wurde dementsprechend erreicht. Das Projekt ist im aktuellen Wintersemester in veränderter Form (Mikroökonomische Werkstatt Plus) fortgeführt worden.

 

 

FoLLSo: Forschungsbasiertes Lernen mit selbsterstellten Lernapps im Fach Soziologie

Andreas Schelske, FB Management, Information, Technologie (MIT)

Das Modul „Soziologie“ im Studiengang „Medienwirtschaft und Journalismus“ soll mit Hilfe einer Lern-App namens „FollSo“ unterstützt werden. Die App soll den Studierenden die Möglichkeit bieten, vorlesungsbegleitend zu lernen und sich auf die Klausur vorzubereiten.

Im Sommersemester 2016 nutzten 22 der 29 Kursteilnehmer die Lern-App. Insgesamt war das Feedback positiv. 64% der Studierenden empfanden sie als große Hilfe und als Lernmotivation. Besonders für den Einstieg in neue Themen war die App gut geeignet. Die Lernform bietet eine Abwechslung, insbesondere durch Videos. Mobilität und Handlichkeit sind weitere positive Rückmeldungen.

Kritikpunkte waren vor allem, dass zum Zeitpunkt der Verwendung noch nicht alle Inhalte verfügbar waren, mittlerweile wurden die Vorlesungen hinzugefügt. Weiterhin nimmt die App recht viel Speicherplatz weg. Ein Angriffspunkt hier wäre die Komprimierung der Videos. Die Studierenden wünschen sich ein größeres Angebot solcher Apps und möchten diese Form des Lernens gerne auch in anderen Modulen verwenden.