Bauwesen

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Die Baubranche hat ein Problem: Ihr fehlt der Nachwuchs. Das fängt bei Polieren an und setzt sich nahtlos fort, bis hin zu den Bauingenieuren. Noch nie haben sich so wenig Studenten wie zurzeit für dieses Fach eingeschrieben. Deswegen werden die klugen Köpfe in der Baubranche nervös: Sie befürchten, dass ihnen schon bald viele Leute fehlen. Einer dieser klugen Köpfe ist Manfred Nußbaumer, Vizepräsident Technik des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie. Er sagt: »In Anbetracht dieser Entwicklung werden wir uns auf einen scharfen Wettbewerb um Fachpersonal einstellen müssen. Es ist nicht damit zu rechnen, dass der Einstellungsbedarf von 4 500 Bauingenieuren jährlich auch nur annähernd gedeckt werden kann.« Nußbaumer befürchtet, dass sich der Fachkräftemangel auch nicht mit ausländischen Ingenieuren auffangen lässt: »Erfahrungen im Ausland zeigen, dass Bauingenieure auch dort Mangelware sind.« Nicht nur in Deutschland sind die Berufsaussichten also rosig, sondern in der gesamten EU.

Natürlich denkt jeder zuerst an das Errichten von Gebäuden, klar, die sieht man ja ständig. Aber Bauingenieure machen mehr, viel mehr. Sie sind zum Beispiel für den Bau aller Verkehrswege verantwortlich, für Autobahnen, Tunnel, Brücken oder Flughäfen. Zudem kümmern sie sich um unsere Ver- und Entsorgungssysteme. Bauingenieure sorgen dafür, dass Trinkwasser ins Haus kommt und Abwasser ins Klärwerk geleitet wird. Sie schützen die Menschen vor Umweltgewalten, beispielsweise durch den Bau von Dämmen. Aber Bauingenieure schützen auch die Umwelt, befreien sie von Altlasten – Umwelttechnik gehört in den Studienplan der Absolventen der Hochschule. Diese Aufgaben sind nur ein kleiner Ausschnitt aus der Bandbreite des Berufs. Bauingenieure planen, konstruieren, berechnen und bauen solche Projekte. Doch damit nicht genug: Mittlerweile kümmern sie sich auch um die Finanzierung oder als Facility-Manager um deren Betrieb.

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