Feedbacktools

Sie wollen eine professionelle Rückmeldung zu Ihrer Lehrveranstaltung, zu Ihrer Außenwirkung, zu Ihrem Präsentationsstil oder zu Ihrer Rolle als Lehrende_r?

Feedback ist ein effektives und wirkungsvolles Instrument, um das eigene Handeln zu reflektieren und neue Impulse von außen zu erhalten. Eine gute Möglichkeit, die Selbstwahrnehmung zu schärfen und das Bild von uns selbst zu überprüfen, ist das Einholen einer Außenperspektive.

Wir alle kennen ihn, den sogenannten blinden Fleck in uns. Dabei geht es um Persönlichkeitsanteile und Verhaltensweisen, die sich der eigenen Wahrnehmung entziehen, dem Umfeld aber durchaus bekannt sind. Durch Rückmeldungen von außen können wir eigene ungenutzte Ressourcen bewusstmachen und eingefahrene, starre Verhaltensmuster modifizieren.

Um ein differenziertes Feedback einzuholen, gibt es unterschiedliche Formate und Methoden, die im nachfolgenden beschrieben werden.

Hospitationen

Die Hospitation ermöglicht den Einbezug einer Außenperspektive durch Kolleginnen und Kollegen oder durch externe Beobachter_innen. Der Ablauf einer Hospitation erfolgt nach einem entwickelten Leitfaden und beinhaltet einen wertschätzenden ressourcenorientierten Ansatz.

Nutzen:

• Verbesserung und Weiterentwicklung der Lehrkompetenzen
• Abgleich von Selbst- und Fremdwahrnehmung
• Unbewusste Verhaltensmuster sichtbar und nutzbar machen
• Training von Feedbackgesprächen

Ablauf, Dauer und Struktur:

• Bildung von Hospitationsteams
• Erstgespräch
• Durchführung der Hospitation
• Feedbackgespräch

Studierendenfeedback mit Teaching Analysis Poll

Neben der „klassischen“ Lehrveranstaltungsevaluation besteht die Möglichkeit, eine Zwischenbewertung für die Lehrveranstaltung im laufenden Semester von den Studierenden einzuholen. Diese Methode ermöglicht einen Lehrbesuch mit Studierendenfeedback mit einem standardisiertem und strukturiertem Verfahren. Sie lässt sich ebenfalls für die Weiterentwicklung von Studiengängen einsetzen. Die Methode wurde von der Uni Bielefeld entwickelt und ist mittlerweile an vielen Hochschulen ein etabliertes Instrument.

Ablauf:

Etwa in der Mitte des Semesters besucht eine externe Beobachterin, ein externer Beobachter aus dem Bereich „Coaching & Didaktik für Lehrende“ in den letzten 30 Minuten die Lehrveranstaltung. Die Lehrperson ist dabei nicht anwesend. Mit der Methode TAP werden mit den Studierenden nach festgelegten Regeln drei standardisierte Fragen bearbeitet:
• Was fördert Ihr Lernen in dieser Veranstaltung am meisten?
• Was behindert Ihr Lernen?
• Welche konkreten Verbesserungsvorschläge haben Sie dafür?
In Kleingruppen beantworten die Studierenden die Fragen und halten die Ergebnisse stichwortartig fest. Diese werden anschließend im Plenum gesammelt und nach Stimmenanteil gewichtet. Danach werden die Ergebnisse schriftlich aufbereitet und in anonymisierter Form mit der Lehrperson besprochen. Sie haben die Möglichkeit, die Ergebnisse mit den Studierenden zu besprechen und Verbesserungsvorschläge umzusetzen.

Nutzen:

• Aktiver Austausch zwischen Studierenden über Lern- und Lehrstile
• Studierende können sich unbefangen äußern und aktiv mitgestalten
• Unterstützt Studierende bei der Selbstreflexion des eigenen Lernprozesses
• Macht Veränderungspotenzial sichtbar
• Stärkt den Kontakt und die professionelle Beziehung zwischen Lehrperson und Studierenden

Ablauf, Dauer und Struktur:

• Informations- und Vorbereitungsgespräch
• Lehrbesuche mit Studierendenfeedback
• Besprechung der Ergebnisse mit der Lehrperson

Audience Response System (Feedback-Tool für den Hörsaal)

Mit dem Einsatz von Audience Response Sytemen (ARS) gestalten Sie Ihre Veranstaltung oder Ihren Vortrag interaktiv. Lehrende können einzelne Fragen in eine Veranstaltung integrieren. Die Fragen können vorbereitet sein oder spontan erstellt werden. Ziel ist die Aktivierung der Studierenden durch Stellen von inhaltlichen Fragen bzw. die Strukturierung des Veranstaltungsablaufs.

Je nach verwendetem System können auch Studierende Verständnisfragen stellen oder Feedback zur Veranstaltung geben.

Wir beraten Sie bei der Auswahl von geeigneten Systemen (z. B. ARSnova, eduVote), konkreten Einsatz-Szenarien und technischer Umsetzung.