Qualifikationsziele für den Online-Bachelorstudiengang Regenerative Energien samt den Einsatzbereichen, für welche die Studierenden ausgebildet werden

In der Energiebranche hat sich inzwischen die Erkenntnis durchgesetzt, dass die von der Politik forcierte Energiewende unumkehrbar ist. Bis zum Jahr 2025 sollen 40 bis 45 Prozent des in Deutschland verbrauchten Stroms aus erneuerbaren Energien stammen. Allein durch einen Netzausbau werden sich die Probleme, die aus der fluktuierenden Einspeisung der regenerativen Energien resultieren, nicht lösen lassen. Darüber hinaus müssen Erzeuger und Verbraucher durch Kommunikationseinrichtungen miteinander verknüpft werden, damit der Ausgleich zwischen erzeugter und verbrauchter Energie wirtschaftlich möglich wird.

Für die Bewältigung dieser Herausforderungen muss die Qualifikation des Personals stärker an den Bedürfnissen ausgerichtet werden.

Der Online-Studiengang Regenerative Energien bereitet schwerpunktmäßig auf ein berufliches Tätigkeitsfeld in Unternehmen der Energietechnik vor. Entsprechend des Anforderungsprofils durch die Energiewende reicht die Spannweite der vermittelten Inhalte von der klassischen Energietechnik über die Einbindung von dezentralen Erzeugungsanlagen und Speichern in das Versorgungsnetz bis hin zu modernen Leitsystemen zur Anlagensteuerung oder Steuerung des Leistungsflusses.

Berufsverbände wie VDI, VDE und VDMA legen regelmäßig empirisch gesicherte Daten zu den für die Ingenieurausbildung relevanten Themen vor. Auf der Basis der umfassenden VDE-Studien zur Arbeitsmarktsituation in den Jahren 2009, 2010 und 2012 wurden Empfehlungen für die Aus- und Weiterbildung zukünftiger Ingenieure der Elektrotechnik und Energietechnik ausgesprochen. Das Curriculum des Online-Studiengangs Regenerative Energien berücksichtigt diese Anregungen. Die Befähigung zum zivilgesellschaftlichen Engagement und Persönlichkeitsentwicklung werden mit curricularen Inhalten etabliert bzw. bestärkt.

Potentielle Arbeitgeber für Absolvent_innen des Online-Studiengangs Regenerative Energien sind in erster Linie die Verteil- und Übertragungsnetzbetreiber sowie die Hersteller von dezentralen Erzeugungsanlagen und deren Zulieferer.

Durch die Orientierung des Curriculums an den Empfehlungen der Berufsverbände eröffnen sich ihnen aber auch weitere Tätigkeitsfelder. Sie werden eine Anstellung nicht nur in der Energiewirtschaft, sondern auch in artverwandten Branchen finden. Exemplarisch seien hier Zertifizierer, die die Einhaltung der Netzanschlussrichtlinien bestätigen, Betreiber von regenerativen Erzeugungsanlagen, Projektentwickler sowie Industriebetriebe bzw. deren Dienstleister genannt, die durch ein intelligentes Energiemanagement mit Hilfe der Erneuerbaren Energien die Energiekosten senken wollen.

Nicht zu vergessen als potentielle Arbeitgeber sind auch diejenigen Unternehmen, die im Zuge der Energiewende neu entstehen. Bereits in der Markteinführung sind Betreiber virtueller Kraftwerke, die durch die Bündelung kleiner regenerativer Erzeugungsanlagen mittels Leittechnik eine Leistung erreichen, mit der sie an dem Regelenergiemarkt teilnehmen können.