Qualifikationsziele

In der Energiebranche hat sich inzwischen die Erkenntnis durchgesetzt, dass die von der Politik forcierte Energiewende unumkehrbar ist. Bis zum Jahr 2025 sollen 40 bis 45 Prozent des in Deutschland verbrauchten Stroms aus erneuerbaren Energien stammen. Allein durch einen Netzausbau werden sich die Probleme, die aus der fluktuierenden Einspeisung der regenerativen Energien resultieren, nicht lösen lassen. Darüber hinaus müssen Erzeuger und Verbraucher durch Kommunikationseinrichtungen miteinander verknüpft werden, damit der Ausgleich zwischen erzeugter und verbrauchter Energie wirtschaftlich möglich wird. Für die Bewältigung dieser Herausforderungen ist das Personal in der Energiebranche bisher nicht ausreichend qualifiziert.

Der Online-Studiengang Regenerative Energien soll schwerpunktmäßig auf ein berufliches Tätigkeitsfeld in Unternehmen der Energietechnik vorbereiten. Entsprechend des Anforderungsprofils durch die Energiewende reicht seine Spannweite von der klassischen Energietechnik über die Einbindung von dezentralen Erzeugungsanlagen und Speichern in das Versorgungsnetz bis hin zu modernen Leitsystemen zur Steuerung des Leistungsflusses. Neben diesen fachlichen Inhalten erwerben die Studierenden interdisziplinäre Kenntnisse, Fähigkeiten und Methoden.

Die Studierenden sollen befähigt werden, die Anforderungen, die Unternehmen und andere Institutionen an Mitarbeiter_innen mittlerer Führungspositionen stellen, in vollem Umfang zu erfüllen. Den Studierenden soll mit ihrer Qualifikation der Aufstieg in verantwortungsvolle Positionen ermöglicht werden. Aufgrund der räumlich und zeitlich flexiblen Konzeption des Online- Studiengangs sind viele Studierende bereits berufstätig und können somit parallel und von Beginn an das Erlernte im Berufsleben einsetzen, reflektieren und stetig verbessern. Der Fokus auf den Praxistransfer des Erlernten unterstützt diese Befähigung zudem.

Die Befähigung zum zivilgesellschaftlichen Engagement und Persönlichkeitsentwicklung werden mit curricularen Inhalten etabliert bzw. bestärkt. So ergibt sich aus nichttechnischen Wahlpflichtmodulen eine überfachliche Qualifizierung, die es ermöglicht, die gesellschaftlichen Zusammenhänge in Bezug auf das Studiengebiet zu reflektieren und hierbei eigene und fremde Entscheidungen kritisch zu hinterfragen. Im Bereich bürgerschaftlichen Engagements sind die Studierenden aufgefordert, durch Gremienarbeit und studentische Selbstverwaltung hochschulpolitische Verantwortung zu übernehmen.

Die Anforderungen eines selbst organisierten und häufig berufsbegleitenden Online-Studiums erfordern ein hohes Maß an Disziplin, Engagement und Teamfähigkeit, wodurch die Persönlichkeitsentwicklung in besonderem Maße gefördert wird. Ein Maß an Selbstbestimmung wird den Studierenden bei der Wahl des Themenschwerpunkts im Berufspraktikum und die Auswahl des Themas für die Bachelor-Arbeit gewährt. Die damit verbundene Entscheidungskompetenz trägt ihren Teil zur Förderung der Persönlichkeitsentwicklung bei. Sowohl durch wechselnde Lehr- und Lernformen (Kombination von eigenständiger, individueller Arbeit und Gruppenarbeit und darin die Erfahrung der wechselseitigen Abhängigkeit innerhalb eines Teams) als auch durch die Organisation und Verlauf des Online-Studiums wird die individuelle Sozialkompetenz maßgeblich gefördert.

Das Online-Studium soll auch zum Engagement bei gesellschaftlich bedeutenden Systemveränderungen, wie z. B. bei der Energiewende, befähigen und die Persönlichkeit der Bachelor-Studierenden zu gesellschaftlich verantwortungsbewusstem und nachhaltigem Denken und Handeln weiterentwickeln.