Vertiefungen

Der Studiengang besteht aus einem gemeinsamen Teil sowie alternativ wählbaren Vertiefungen, in denen die besonderen Anforderungen in Führungspositionen bestimmter Branchen bzw. funktionaler Unternehmensbereiche behandelt werden. Die Studierenden können ihre individuelle(n) Vertiefung(en) frei wählen und sich so – in Anlehnung an ihre Berufstätigkeit oder ihre geplante berufliche Ausrichtung - vertieftes Wissen aneignen.

Mindestens eine Vertiefung muss dabei vollumfänglich belegt und bestanden werden, um den Masterabschluss zu erlangen. Die Studierenden können bei Interesse zusätzliche Module aus den jeweils anderen Vertiefungen belegen.

Accounting/Controlling

Die Vertiefungsrichtung Accounting & Controlling umfasst die vier Vertiefungsmodule Risikomanagement, Beteiligungscontrolling, Unternehmensbewertung & Wertorientierte Unternehmensführung sowie Internationales Rechnungswesen.

Die Lernergebnisse der vier Vertiefungsmodule:

Risikomanagement
Sie kennen die grundlegenden Begriffe, Konzepte und ausgewählte Instrumente des Risikomanagements sowie deren Anwendungsvoraussetzungen und -probleme und können diese erläutern. Sie kennen zudem die Grundaussagen betriebswirtschaftlicher Theorien und deren Implikationen für die Gestaltung des Risikomanagements.
Ziel des Moduls ist es, neben dem Erwerb der theoretischen Grundlagen die erworbenen Kenntnisse problembezogen anwenden zu können. Sie werden in der Lage sein, Probleme des Risikomanagements in der Unternehmenspraxis zu identifizieren und zu konkretisieren, sich die notwendigen Grundlagen zur Problemlösung zu erarbeiten, Lösungsanforderungen abzuleiten, eine Lösung für das praktische Problem zu entwickeln und den eigenen Lösungsansatz kritisch zu evaluieren. Dabei sollen Sie Ihre Fähigkeiten zu wissenschaftlichem Arbeiten und Schreiben weiter entwickeln.

Sie üben in diesem Modul Ihre personale Kompetenz, in dem Sie sich eigenverantwortlich die einzelnen Lerneinheiten erarbeiten. Gleichzeitig zeigen Sie ihre Fähigkeiten zur Kooperation, Kommunikation und Konfliktbewältigung, in dem Sie an Diskussionsforen und Webkonferenzen teilnehmen.

Beteiligungscontrolling

Sie kennen die grundlegenden Begriffe des Beteiligungscontrollings im internationalen Kontext und können diese kritisch bewerten. Ferner kennen Sie die juristische und die betriebswirtschaftliche Dimension des Beteiligungscontrollings.  Sie entwickeln ein Verständnis vom Gesamtbild der strategischen Unternehmensführung und können die entsprechenden Interdependenzen zwischen den Bereichen Rechnungswesen, Controlling und Finanzierung differenziert zuordnen. Sie durchdenken den gesamten Lebenszyklus von Beteiligungen und wenden die jeweiligen Instrumente des Beteiligungscontrollings an. Sie beurteilen anhand der Praxis kritische Erfolgsfaktoren für ein erfolgreiches Beteiligungsmanagement. Sie sind in der Lage, ausgewählte Themenstellungen eigenständig aufzubereiten und in strukturierter Form zu präsentieren und sind in der Lage, die erworbene Problemlösungskompetenz auf neue Themenfelder zu übertragen.

Unternehmensbewertung & Wertorientierte Unternehmensführung
Sie lernen die idealtypischen Abläufe von Unternehmenstransaktionen und deren rechtlichen Rahmenbedingungen kennen. Sie sind dadurch in der Lage, Transaktionsprozesse in der Praxis mitzugestalten und anzuleiten. Sie kennen werttheoretische, entscheidungstheoretische und ökonomische Grundkonzepte für Unternehmensbewertungen und können deren Grenzen und Inkonsistenzen beurteilen. Sie beherrschen die Techniken, um eine integrierte Unternehmensplanung auf Basis angemessener Annahmen zu erstellen. Sie beherrschen die Techniken, um einen angemessenen Kapitalisierungszinssatz für die Bewertung und Steuerung von Unternehmen am Kapitalmarkt abzuleiten und kennen die finanzierungstheoretischen Grundkonzepte der Unternehmensbewertungsmethoden und sind in der Lage, deren Grenzen und Inkonsistenzen zu erläutern. Weiterhin sind Sie in der Lage, Unternehmensbewertungen auf Basis dieser Konzepte zu erstellen und weiterzuentwickeln. Sie kennen wesentliche Methoden der wertorientierten Unternehmensführung und können diese in der Praxis umsetzen. Sie haben auch ein kritisches Bewusstsein für die Dysfunktionalitäten dieser Methoden entwickelt und können Fehlsteuerungsanreize vermeiden. Sie werden in der Lage sein, selbständig Unternehmensbewertungen durchzuführen und deren Richtigkeit zu verplausibilisieren. Sie sind in der Lage, selbständig wertorientierte Steuerungskonzepte für Unternehmen zu entwickeln und im Rahmen von Projekten einzuführen. Sie sind in der Lage, Probleme dieser Konzepte vorauszusehen und möglichst zu vermeiden.  Sie sind in der Lage, selbständig die Entwicklungen der Unternehmensbewertungstheorie weiterzuverfolgen und weiterzuentwickeln.

Internationales Rechnungswesen
Sie können die Grundkonzeptionen und Regelungen der IFRS und des HGB mit hinreichender Anwendungssicherheit unterscheiden und kennen die Ansatz- und die Bewertungsvorschriften ausgewählter Bilanzposten im Einzelabschluss sowie die Vorgaben zur Erfolgsermittlung nach IAS/IFRS. Ihnen sind die Angaben des Anhangs, der Kapitalflussrechnung, der Segmentberichterstattung und des Lageberichts bekannt.  Sie können die vollständige Abgrenzung eines Konsolidierungskreises vornehmen und beherrschen die zur Vereinheitlichung der Ausgangsdaten und der sich daran anschließenden Konsolidierungsvorgänge notwendigen Techniken.  Sie kennen die weiteren Bestandteile der IFRS-Konzernrechnungslegung. Sie vertiefen Ihr theoretisches und methodisches Wissen über die internationale Rechnungslegung (IFRS). Nach erfolgreichem Abschluss des Moduls verfügen Sie über die Fähigkeit, komplexe Problemstellungen der internationalen Rechnungslegung selbstständig problemorientiert zu analysieren. Durch Erschließen der einschlägigen Fachliteratur und die Analyse der Verlautbarungen der Standardsetter können Sie sich Änderungen der internationalen Rechnungslegungsvorschriften selbständig erschließen. Sie können Ihr erworbenes Wissen über die Ansatz- und die Bewertungsvorschriften ausgewählter Bilanzposten im Einzelabschluss sowie die Vorgaben zur Erfolgsermittlung nach IAS/IFRS in der praktischen Anwendung umsetzen.  Sie verfügen über die Fähigkeit, IFRS-Abschlüsse hinsichtlich ihrer Informationsqualität aufgrund selbständig entwickelter Bewertungsmaßstäbe beurteilen zu können und können zu den Anwendungsfragen der internationalen Rechnungslegung eigenständige detailliert begründete Fachurteile herleiten und Ihre Meinung argumentativ darlegen. Sie können die aktuellen Entwicklungen der IFRS unter Reflexion ihrer Tragweite und Wechselwirkungen einordnen, die daraus für die Praxis resultierenden Implementierungsnotwendigkeiten bewerten und sich das für die Implementierung notwendige Instrumentarium selbstständig erschließen.

Bank-/Versicherungswirtschaft

Qualifikationsziele der Master-Vertiefung „Bank- und Versicherungswirtschaft“

Aufbauend auf einem betriebswirtschaftlichen oder fachlich verwandten Studium erwerben die Master-Studierenden der Vertiefungsrichtung „Bank- und Versicherungswirtschaft“ vertiefte Kenntnisse der Finanzbranche und werden so zielgerichtet vorbereitet auf Führungspositionen im Finanz- und Dienstleistungssektor. Die einzelnen Vertiefungsmodule behandeln insbesondere die Branchenbesonderheiten der Unternehmen (Kapital, Risiko, Regulatorik) sowie die  Ausrichtung der Häuser über strategische Unternehmensführung und strategischen Vertrieb.

Die Behandlung der Rahmenbedingungen der Branche baut auf grundlegenden volkswirtschaftlichen Kenntnissen auf. Auch die grundlegende Funktionsweise der Geschäftsmodelle von Kreditinstituten und Versicherungsunternehmen sollte bekannt sein. Auf dieser Basis erfolgt dann eine vertiefte Auseinandersetzung mit der Thematik „Regulatorik & Risiko“. Hier werden die Studierenden befähigt, die aktuellen Strukturen und die aktuelle Situation sowie die künftige Entwicklung der Regulierung und des Risikomanagements zu reflektieren und kritisch zu bewerten.

Im zweiten marktorientierten Modul stehen die Aktienmärkte im Mittelpunkt. Ziel ist hierbei, Studierende in die Lage zu versetzen, sich konstruktiv an aktuellen Diskussionen zur Preisbildung auf Aktienmärkten zu beteiligen. Dies schließt insbesondere auch ursächliche Entwicklungen von Krisen auf dem Finanzmarkt mit ein. Hierzu erwerben sie die Fähigkeit, Investitionsalternativen wissenschaftlich fundiert zu bewerten. Hierfür wird ein Set an quantitativen Methoden zur empirischen Analyse von Aktienkursen vermittelt und die Auswahl situativ geeigneter Methoden geschult.

In der unternehmensbezogenen Ausrichtung werden die Studierenden im dritten Modul befähigt, Spezifika der Branche mit Instrumenten und Verfahren der strategischen Unternehmensführung zu einem einheitlich wahrnehmbaren strategischen Gesamtkonzept für ein Finanzdienstleistungsunternehmen zusammenzustellen. Hierzu werden auch strategische Controlling-Ansätze entsprechend branchenspezifisch angepasst, um so kontextbezogene strategische Unternehmensführungsentscheidungen bewerten und treffen zu können

Im Rahmen des branchenspezifischen strategischen Vertriebes werden schließlich die Studierenden im vierten Modul befähigt, reale Organisations- und Prozessstrukturen des Vertriebs zu beurteilen. Sie können nach erfolgreichem Durchlaufen des Vertiefungsfaches innerorganisatorisch auftretende Probleme analysieren und dafür Lösungen erarbeiten. Die Studierenden erlernen ausgeprägte Fähigkeiten zum Erkennen, Einordnen, Formulieren und Lösen von branchenspezifischen Problemen des strategischen Vertriebsmanagements, sowohl in Bezug auf die Interaktion mit Marktteilnehmern, als auch die Kontextfaktoren des Marktgeschehens.

Die Studierenden werden in Teams gemeinsam Projekte bearbeiten, um die Kooperation und Kommunikation in Arbeitsgruppen zu praktizieren. So werden die Teamfähigkeit, die aktive Mitgestaltung bei komplexen Aufgabenstellungen sowie die Konfliktfähigkeit der Studierenden trainiert. Denn gerade in späteren Führungspositionen im Bereich Bank- und Versicherungswirtschaft sind diese sogenannten Softskills eine unabdingbare Voraussetzung für ein erfolgreiches Gestalten der späteren beruflichen Arbeitssituation.

Somit vermittelt das Vertiefungsgebiet Bank- und Versicherungswirtschaft neben den bereits etablierten Fächern Handel und Energiewirtschaft einen weiteren zukunftsträchtigen Branchenschwerpunkt, der sich stimmig in das Gesamtkonzept funktionaler und branchenspezifischer Ausdifferenzierungen des Master-Angebotes einreiht.

Energiewirtschaft

Die Vertiefungsrichtung Energiewirtschaft setzt sich aus den vier vertiefenden Modulen Energietechnik, Energiepolitik, Energiehandel und Energierecht zusammen und ermöglicht Ihnen die Schwerpunktsetzung in einem gesellschaftspolitisch, volkswirtschaftlich und nachhaltig relevantem Themenfeld.

In der Vertiefungsrichtung Energiewirtschaft erzielen Sie im Einzelnen die folgenden Lernergebnisse:

Energietechnik
Sie entwickeln ein Grundverständnis für die verschiedenen Energieformen (Wärme, Arbeit, elektrische Energie) und können wichtige thermodynamische Kennwerte erläutern. Sie sind in der Lage die Bedeutung des Netzausbaus für die Energiewende zu erklären und verstehen die technischen Hintergründe. Sie können die technischen Grundlagen der Energieversorgung darlegen und verstehen die, aus der Energiewende resultierenden, zukünftigen Herausforderungen. Sie können den Stand der Technik konventioneller Energietechniken (Kraftwerke, Biomasse) erläutern und sind in der Lage, Informationen zu Energietechniken, die sich in der Entwicklung befinden, zu sammeln und deren Chancen und Risiken zu analysieren (Power to Gas, Desertech). Weiter können Sie Veröffentlichungen zu energierelevanten Themen auf deren technische Plausibilität hin überprüfen und sind in der Lage sich ein fundiertes, eigenes Urteil zu den Zukunftsperspektiven einzelner Energietechniken zu bilden und dieses zu argumentieren.

Energiepolitik
Nach dem erfolgreichen Abschluss dieses Moduls verfügen Sie über umfassendes, detailliertes und spezialisiertes Wissen auf dem neuesten Erkenntnisstand der theoretischen und praktizierten Energiepolitik. Sie sind fähig, eigenständige Beurteilungen theoretischer und praktizierender energiepolitischer Phänomene zu entwickeln und in Ihrem Berufsfeld anzuwenden. Sie erlernen die wirtschaftspolitischen und -theoretischen Begründungen für staatliche Eingriffe in die Energiewirtschaft und kennen die wesentlichen Ziele und Instrumentarien sowie die Träger und Beeinflussungsfaktoren der Energiepolitik. Sie sind fähig, den energiepolitischen Willensbildungs- und Entscheidungsprozess zu beschreiben und können die Preisbildung auf den einzelnen Energie-Teilmärkten erklären und dabei regulierte und liberalisierte Märkte unterscheiden. Sie werden den staatlichen Einfluss auf Energiemärkte durch den Einsatz von Energie- und Ökosteuern sowie (Preis-)Modelle zur Förderung der erneuerbaren Energien beurteilen können.
Weiter werden Sie mit den Implikationen der energiepolitischen Zielpyramide (Wirtschaftlichkeit – Versorgungssicherheit – Umwelterträglichkeit – Akzeptanz) vertraut gemacht und in die Lage versetzt, die hieraus erwachsenden Zielkonflikte und –harmonien zu analysieren.
Anhand der Vermittlung der Verzahnung der deutschen mit der europäischen und weltweiten Energiepolitik werden Sie in die Lage versetzt, die durch die verschiedenen Politikebenen induzierten Vielschichtigkeiten und Grenzen der deutschen Energiepolitik zu beurteilen.
 
Energiehandel
Nach dem erfolgreichen Abschluss des Moduls haben Sie Wissen und Verstehen nachgewiesen, das auf dem Bachelor-Wissen zur mikroökonomischen Logik von Märkten aufbaut und dieses wesentlich vertieft. Dies insbesondere dahingehend, dass Sie Marktversagen auf Energiemärkten klar identifizieren können. Hierzu gehören verschiedene Arten von Informationsasymmetrien, externen Effekten und die (Nicht-)Existenz natürlicher Monopole. Sie sind in der Lage, die Besonderheiten, Grenzen, Terminologien und Lehrmeinungen vor allen Dingen der VWL mit Blick auf Energiemärkte zu definieren und zu interpretieren. Dieses Wissen und Verstehen bildet die Grundlage für die Entwicklung und/ oder Anwendung eigenständiger Ideen von Geschäftsmodellen und politischen Empfehlungen zur Regulierung von Energiemärkten. Dies erfolgt sowohl anwendungs- als auch forschungsorientiert. Schlussendlich verfügen Sie über ein breites, detailliertes und kritisches Verständnis auf dem neusten Stand des Wissens bezüglich:
-    energiewirtschaftlicher Grundlagen: Wertschöpfungskette, Energiemärkte in Deutschland & Europa, Energiemix in Deutschland, Regulierung der Netzbetreiber
-    physische Energielieferung: Bilanzkreise, Regelzonen, Fahrplanmanagement, Ausgleichsenergie im Strommarkt, Besonderheiten im Gasmarkt
-    Preisbildung: gesamtwirtschaftliche Angebots- und Nachfragekurve, Kraftwerk-einsatzplanung
-    Handelsmärkte und -produkte: Spot- vs. Terminmarkt, Unterschiedliche Derivatstypen, Risiken und Absicherungsstrategien, Portfoliomanagement, Handelsplätze
-    Emissionshandel: Gesetzlicher Rahmen, Volkswirtschaftliche Grundlagen, Handelsplätze, Entwicklungen
-    Corporate Governance: Erlaubnispflichten, Aufsichtsanforderungen, betriebliche Umsetzung

Energierecht
Sie kennen die technischen und wirtschaftlichen Grundlagen der Energiewirtschaft und können das grundlegende Gesetz der Energieversorgung und das Energiewirtschaftsgesetz in seinen Grundzügen mit einzelnen Vertiefungen in konkreten Anwendungsfällen nutzen. Damit können Sie Fragestellungen z.B. aus den Bereichen Entflechtung von Energieversorgungsunternehmen und Regulierung des Netzbetriebs bearbeiten. Ebenso kennen Sie die umweltpolitischen und wirtschaftlichen Grundlagen des Emissionshandels und können zusammen mit der Kenntnis der rechtlichen Vorgaben des TEHG praxisgerecht Fragen aus dem Bereich Emissionshandel bearbeiten. Sie können sowohl Probleme aus dem Bereich des öffentlich-rechtlichen Genehmigungsverfahrens von Erneuerbare-Energien-Anlagen als auch die wirtschaftlich treibenden Fragen nach der Vergütung nach dem EEG bearbeiten. Nach erfolgreichem Abschluss des Moduls werden Sie in der Lage sein, in komplexen Projekten der energiewirtschaftlichen Praxis – wie z.B. Erneuerbare Energien Projekte (Errichtung und Betrieb von Windkraftanlagen, Photovoltaikanlagen oder Biogasanlagen) oder Projekten aus dem Bereich des Emissionshandels – zu arbeiten. Sie können sich in neue Themen- und Rechtsgebiete (wie dem Energierecht) z.B. mit Hilfe der Subsumtionstechnik schnell und sicher einarbeiten und verfügen über das notwendige juristische Handwerkszeug (z.B. juristische Methodenlehre, Argumentationstechniken etc.), Sie sind auch in unsicheren und unvorhersehbaren Situationen handlungsfähig. Sie werden fähig sein, mehrere Rechtsgebiete (Öffentliches Recht und Privatrecht, aber auch innerhalb des Privatrechts Verzahnungen einzelner Bereiche) im Zusammenhang zu sehen und zu bearbeiten. Sie verfügen daher nach erfolgreicher Bearbeitung des Moduls über die in der Energiewirtschaft wesentliche Fertigkeit eines rechtsgebietsverzahnenden Denkens. 

Handel

Die Vertiefungsrichtung Handel setzt sich zusammen aus den vier Vertiefungsmodulen Handelsmanagement & Standortforschung, Handelsmarketing, Handelslogistik & Supply-Chain-Management und Multi-Channel-Handel und ermöglicht Ihnen die handelsorientierte Vertiefung Ihrer Fachkompetenzen.

Die Lernergebnisse der vier Vertiefungsmodule:

Handelsmanagement & Standortforschung

Nach der Beendigung des Kurses kennen Sie die wesentlichen Managementaufgaben und -methoden von Handelsunternehmen, mit der Vertiefungsrichtung Standortforschung, können diese kritisch reflektierend darstellen und auf spezielle Problemlagen von Handelsunternehmen übertragen und anwenden. Sie kennen die für Handelsunternehmen wichtigsten Theorien und Modelle, z. B. bzgl. des Betriebstypenwandels oder der Standortwahl von Handelsunternehmen, können diese darstellen und bezüglich ihrer Aussagekraft und Anwendbarkeit bewerten. Sie können Methoden und Instrumente bspw. zur Strategiegenerierung, zur Sortimentsgestaltung oder der Marktforschung auf handelsspezifische Fragen anwenden und sie bezüglich der jeweiligen Aussagekraft sowie Vor- und Nachteilen bewerten. Sie sind in der Lage selbständige Antworten und Lösungsansätze für handels- und standortspezifische Fragestellungen zu erarbeiten und zu diskutieren, diese aufzubereiten und im Sinne einer Vorbereitung unternehmerischer Entscheidungen darzustellen. Nach der Beendigung des Kurses verfügen Sie über die Fähigkeit, sich in kürzester Zeit in alle Fragestellungen der Planung, Organisation, Führung und Kontrolle eines Handelsbetriebs vertiefend einzuarbeiten und für die entsprechenden Problemstellungen selbständig Lösungsansätze zu erarbeiten. Hierzu zählen insbesondere Fragen der Standortforschung wie bspw. Standort- und Marktanalysen. Sie können hierfür die erlernten Methoden und Instrumente selbständig auswählen, auf die spezifischen Fragestellungen anpassen und zur Problemlösung anwenden. Dabei können Sie auf entsprechende Theorien zurückgreifen bzw. theoriegeleitete Lösungsansätze entwickeln.

Handelsmarketing
Nach der Beendigung des Kurses können Sie die grundlegenden Rahmenparameter und Fundierungen für den Handel in der realen Welt aber auch im Internethandel umfassend darstellen. Sie kennen die Spezifika eines Marketings für den Handel im stationären Bereich und können die Besonderheiten eines Marketings für Online-Angebote darlegen.  Darüber hinaus sind Sie in der Lage, die wichtigsten Begriffe und grundlegende Instrumentalbereiche des Handelsmarketing in ihren einzelnen Gestaltungsparametern vertiefend zu erläutern, um die entsprechend notwendigen Ausformungen auszuwählen und sie auf praxisorientierte Anwendungen zu beziehen.  Ferner beherrschen Sie das selbständige Zusammenfügen der notwendigen  Instrumente im Wechselspiel für ein spezielles Handelsgeschäft zu einem einheitlich wahrnehmbaren Gesamtkonzept. Sie wissen zudem um neuere handelsrelevante Entwicklungen im Internet und können deren Wechselwirkungen auf den traditionellen Handel kritisch überprüfen. Sie sind in der Lage, die wichtigsten Forschungstrends auf dem Gebiet des Handelsmarketings zu beschreiben und kennen die einschlägigen Informationsquellen, um sich selbständig über zukünftige Neuerungen zu informieren.
Sie vertiefen Ihre theoretischen Kenntnisse durch eigenständige Anwendung und Umsetzung von erlerntem Wissen und Methoden in aktuellen Problemstellungen aus der und für die Unternehmenspraxis. Nach der Beendigung des Kurses können Sie systematisch und unter Verwendung geeigneter theoretischer Gestaltungsparameter ein Marketinginstrumentarium in der Praxis aufspüren, nachvollziehen und bewerten. Zudem sind Sie in der Lage, die Unterschiede von Online- und Offlinewelt für sich zu reflektieren und entsprechend die Sinnhaftigkeit und situative Einsatzmöglichkeit von Online-Lösungen zu hinterfragen. Weiterhin wird Ihnen nahe gebracht, eventuelle Verbesserungsansätze und Synergiepotenziale zu Offline-Vertriebskanälen aufzuzeigen. Sie haben zudem eine Stofflandkarte durchdrungen, die Ihnen die fortwährende Aktualisierung und Einarbeiten neuen Detailwissens aus Theorie und Praxis ermöglicht.

Handelslogistik & Supply-Chain-Management
Nach Beendigung des Moduls beherrschen Sie die grundlegenden Konzepte und Standards der Handelslogistik und des Supply-Chain-Managements und haben ein umfassendes Verständnis der unternehmensinternen Prozessorganisation und der Logistikkette des Handels. Sie verfügen über tiefgreifende Kenntnisse zu Optimierungsmaßnahmen im Rahmen des strategischen und des operativen Managements der Wertschöpfungsketten. Sie können die wichtigsten Forschungstrends auf dem Gebiet der Handelslogistik und des Supply-Chain-Managements erläutern und kennen die relevanten Informationsquellen, um Ihr Fachwissen in Zukunft selbstständig zu aktualisieren. Nach Abschluss des Moduls verfügen Sie über ausgeprägte Fähigkeiten zum Erkennen, Einordnen, Formulieren und Lösen von Problemen der Handelslogistik und des Supply-Chain-Managements. Sie können Grundmuster komplexer Wertketten anhand von objektiven Kriterienkatalogen beurteilen. Darauf aufbauend ist Ihnen die selbstständige Entwicklung und Implementierung integrierter Logistik- und Supply-Chain-Managementstrategien möglich.  Sie sind befähigt, reale Prozessorganisationen des Handels zu beurteilen. Sie reflektieren die Strukturen der unternehmensinternen Subprozesse und können auftretende Probleme analysieren und dafür Lösungen erarbeiten. Sie sind befähigt, unternehmensübergreifende Logistikstrukturen durch die Anwendung grundlegender Techniken der Prozessanalyse und -gestaltung zu optimieren.

Multi-Channel-Handel
Nach Beendigung des Moduls verstehen Sie die Komplexität des Multi-Channel-Handels in Bezug auf die innerbetriebliche Organisation und auf die Marktbeziehungen des Handelsunternehmens sowie die Implikationen des multioptionalen Kaufverhaltens der Konsumenten für das Handelsgeschäft. Sie können die begrifflich-konzeptionellen Grundlagen der Mehrkanalsysteme des Handels und des Verhaltens der Marktteilnehmer in Form theoretischer Konstrukte detailliert erläutern. Sie beherrschen die grundlegenden Konzepte und Standards und haben ein umfassendes Verständnis der Aufbau- und der Prozessorganisation des Multi-Channel-Handels. Sie verfügen über tiefgreifende Kenntnisse zu Optimierungsmaßnahmen im Rahmen des strategischen und des operativen Managements der Absatzkanäle, können die wichtigsten Forschungstrends auf dem Gebiet des Multi-Channel-Handels erläutern und kennen die relevanten Informationsquellen, um Ihr Fachwissen in Zukunft selbstständig zu aktualisieren. Nach Beendigung des Moduls verfügen Sie über ausgeprägte Fähigkeiten zum Erkennen, Einordnen, Formulieren und Lösen von Problemen des Multi-Channel-Handels, sowohl in Bezug auf die Kontextfaktoren des Marktgeschehens als auch auf die innerbetriebliche Organisation. Sie können Grundmuster des komplexen Marktgeschehens und des Konsumentenverhaltens im Multi-Channel-Handel anhand von objektiven Kriterienkatalogen beurteilen. Darauf aufbauend ist Ihnen die selbstständige Entwicklung und Implementierung integrierter Kanalstrategien möglich. Sie können die Wirksamkeit von Marketingmaßnahmen isoliert und gesamthaft bewerten und das Marketinginstrumentarium des Multi-Channel-Handels zielgerichtet und unter Abschätzung der Auswirkungen einsetzen. Sie sind befähigt, reale Organisations- und Prozessstrukturen des Multi-Channel-Handels zu beurteilen. Sie reflektieren die Rollen der involvierten Abteilungen und Fachbereiche und können innerorganisatorisch auftretende Probleme analysieren und dafür Lösungen erarbeiten. Sie sind befähigt, Organisationsstrukturen durch die Anwendung grundlegender Techniken der Organisationsanalyse und - gestaltung zu optimieren.

Marketing

Die Vertiefungsrichtung „Marketing“ umfasst die vier Module Business-to-Business Marketing & Vertriebsmanagement, Intercultural Management, Social Media Management und Angewandte Konsumentenpsychologie.
Die Vertiefungsrichtung Marketing bereitet Sie intensiv auf eine Managementposition im strategischen oder operativen Marketing vor und behandelt aktuelle und strategisch relevante Marketing-Fragestellungen und Theorien.

Die Lernergebnisse der vier Vertiefungsmodule:

Business-to-Business-Marketing
Nachdem Sie das B2B-Marketing-Modul erfolgreich abgeschlossen haben, können Sie:
Die Besonderheiten und Ausprägungen des B2B Marketings erläutern und den konkreten Fall zuordnen. Das Verhalten von Organisationen als Käufer und als Anbieter sowie die Relevanz des Geschäftsbeziehungsmanagements im B2B-Marketing erläutern und im konkreten Fall analysieren und bewerten. Sie kennen Ansätze und Methoden des strategischen Vertriebsmanagements, insbesondere die Segmentierung, Bewertung und Priorisierung von Kunden und können dies auf konkrete Fälle anwenden.
Sie kennen die Relevanz des Kundenbeziehungsmanagements für den Geschäftserfolg und können die wesentlichen Methoden im konkreten Fall anwenden. Ferner können Sie Organisationsformen im Vertrieb gemäß unternehmensspezifischer Anforderungen bewerten, den Vertriebsprozess (das operative Geschäft) erläutern und auf unternehmensspezifische Anforderungen übertragen.
Sie kennen die Ansätze zur Erfolgsbewertung und -sicherung im B2B-Vertrieb und können diese auf Fragestellungen aus der Praxis anwenden. Sie können die Erfolgsfaktoren zur Steuerung und Führung im Vertriebsprozess erläutern und übertragen. Ferner können Sie die Spezifika und Erfolgsfaktoren ausgewählter Vertriebskanalkonzepte (Vertikalisierung, Franchising) und Organsiationskonzepte (Key Account Management) erläutern und übertragen.

Intercultural Management
Sie können Veränderungen, die seit dem Beginn der Internationalisierung bis zum heutigen Stand im internationalen Handel/ der internationalen Kommunikation stattgefunden haben, identifizieren und beurteilen. Sie sind zudem in der Lage, die verschiedenen Analyseansätze von Kommunikationsmustern nach Hofstede et al. kritisch miteinander zu vergleichen.
Sie erlangen die Befähigung, internationales Verhalten in kommunikativen Prozessen (z. B. Verhandlungssituationen) in unterschiedlichen Kulturkreisen bezüglich verschiedener Kontexte einzuschätzen und adäquat und zielangemessen zu agieren. Sie sind darüber hinaus dazu in der Lage, Ihren Kommunikationsstil und Ihre Kommunikationswege entsprechend zu personalisieren, um ein Produkt oder eine Dienstleistung international erfolgreich zu vermarkten. Sie haben eigene Handlungsmuster für eine erfolgreiche internationale Kommunikation entwickelt und können diese anwenden.

Social Media Management
Sie können die Veränderungen, die Social Media mit sich bringt, einschätzen und die Bedeutung von Social Media im Marketing darstellen. Sie können die wichtigsten Begriffe, Konzepte und Tools im Umfeld von Social Media erläutern. Ferner wissen Sie, was bei der Entwicklung von Social Media Zielen und Strategien zu beachten ist und wie Social Media in ein Unternehmen implementiert werden kann. Sie kennen die einschlägigen Informationsquellen und Tools, um sich selbst über zukünftige Neuerungen im Social Media Bereich zu informieren. Sie können eigene Social Media Zielsysteme und Strategien entwickeln, umsetzen und bewerten. Sie können für Unternehmen eigene Social Media Kanäle und Communities aufbauen und langfristig pflegen. Sie erkennen Social Media Krisen und können entsprechend reagieren. Sie können Social Media im Unternehmen verankern und Social Media in verschiedenen Unternehmensbereichen anwenden.


Angewandte Konsumentenpsychologie
Nach dem erfolgreichen Abschluss dieses Moduls können Sie:
- die Bedeutung und Relevanz der nachfrageorientierten Ausrichtung eines Unternehmens anhand der Konsumentenpsychologie bewerten,
- die wichtigsten Begriffe und Variablen der Konsumentenpsychologie erläutern und ihren Einfluss auf das Konsumentenverhalten wiedergeben,
- die relevanten methodischen Grundlagen der Konsumentenforschung erläutern und in verschiedenen Problemstellungen anwenden.
- einen systematischen Ansatz zur konsumentenorientierten Analyse in Hinblick auf strategische Unternehmensentscheidung (wie z.B. Markenführung, Zielgruppenbestimmung) sowie Entscheidungen der operativen Marketingplanung (wie z.B. der Werbeplanung, Einsatz von Meinungsführern) entwickeln,
- die relevanten Variablen der Konsumentenpsychologie beurteilen und auf die genannten Bereiche anwenden.
Im Rahmen dieses Moduls erhalten Sie die Möglichkeit:
- soziale Fähigkeiten im Rahmen der Projektarbeit im eigenen Team sowie übergreifend mit anderen Teams auszubauen,
- mit der Kritik eines Dozenten / einer Dozentin sowie die der anderen Teams umzugehen lernen und zur eigenen Weiterentwicklung einzusetzen.