Governance-Analyse (GovA)

 

Das Zentrum für Weiterbildung der Jade Hochschule hat sich beim Bund-Länder-Wettbewerb Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen mit einem Vorhaben erfolgreich behauptet. Es erhält vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) für eine Projektlaufzeit vom 01.08.2014 bis 31.01.2018 Fördergelder in Höhe von rund 320.000 Euro (FKZ: 16OH21025). Das Projekt zielt darauf ab, eine Governance-Analyse zu den strukturellen Bedingungen von wissenschaftlicher Weiterbildung im Bundesland Niedersachsen und an den dortigen Hochschulen durchzuführen. Ein besonderer Forschungsfokus liegt dabei auf Weiterbildungen im Bereich Gesundheitswesen.

Das Projekt "Governance-Analyse (GovA)" ist Teil des Verbundprojektes Kompetenzentwicklung von Gesundheitsfachpersonal im Kontext Lebenslangen Lernens (KeGL). Diesem gehören neben der Jade Hochschule auch die Hochschule Hannover, die Universität und Hochschule Osnabrück sowie die Ostfalia Hochschule an. Ziel von KeGL ist es, kompetenzorientierte Weiterbildungen für Gesundheits- und Pflegefachkräfte zu erforschen, zu entwickeln, pilothaft zu erproben und gegebenenfalls in das Studienangebot der Hochschulen zu integrieren.

Die modularisierten Zertifikatsangebote sollen es Interessierten aus den Gesundheits- und Pflegeberufen ermöglichen, sich neben Beruf und Familie bedarfsgerecht weiterzubilden. Sie richten sich an Berufstätige, Personen mit Familienpflichten, Berufsrückkehrende und beruflich Qualifizierte auch ohne formale Hochschulzugangsberechtigung sowie Personen mit einem Bachelor-Abschluss, die sich durch zeitlich kürzere Angebote weiterqualifizieren möchten.

Im Bereich der Gesundheitswirtschaft wird aufgrund des demografischen Wandels und des prognostizierten Fachkräftebedarfs sowie der zunehmenden Akademisierung der Gesundheitsberufe eine wachsende Nachfrage nach Weiterbildungsangeboten entstehen. Die Jade Hochschule hat sich zum Ziel gesetzt, Studienstrukturen und -inhalte so zu verändern, dass die Bedürfnisse neuer Zielgruppen von (Weiter-)Bildungsangeboten genauer als bisher berücksichtigt werden können. Damit soll auch die Durchlässigkeit zwischen beruflicher und akademischer Bildung verbessert und ein Beitrag zur Öffnung der Hochschulen für neue Zielgruppen geleistet werden.