Entwicklung eines modularen Fluoreszenzspektrometers

Ein Team aus vier Studierenden des Fachbereichs Ingenieurwissenschaften hat sich der Entwicklung eines solchen mobilen Spektrometers angenommen. Betreut wurden sie dabei von Prof. Dr. Nick Rüssmeier und Jan Dierks. Durch die Integration einer zuvor entwickelten Roboterträgerplattform können Fernmessungen auch in schwer zugänglichen. Die Messdaten werden dabei mittels Funkübertragung an eine externe Bedienzentrale in nahezu Echtzeit dargestellt und liefern Rückschlüsse auf die stoffliche Zusammensetzung der Probe.

Die Projektidee

Fluoreszenzspektroskopie ermöglicht sowohl qualitative als auch quantitative Analysen von Substanzen, oft ohne spezielle Probenvorbereitung und kann schnell und zuverlässig auch im online Betrieb eingesetzt werden. Im Rahmen dieses Projekts ist ein modulares Messsystem entstanden, welches für den Einsatz auf unterschiedliche Trägerplattformen konzipiert wurde. Dabei standen die eigenverantwortliche Projektarbeit für Studierenden unter praxisnahen Anforderungen und eine inhaltliche Verzahnung anderer Lehrveranstaltungen ebenso im Fokus wie die technische Entwicklung.

Trotz der Herausforderungen durch den eingeschränkten Lehrbetrieb konnten die Studierenden das Projekt erfolgreich abschließen. Hierbei zeigten die Studierenden ihre hohe Motivation und konnten durch virtuelle Zusammenkünfte die Projektergebnisse finalisieren. Generell war es den Organisatoren des Projektes wichtig, die Studierenden in die Projektgestaltung aktiv miteinzubinden. Dadurch konnte ein Arbeitsumfeld entstehen, wie es die Studierenden auch im späteren Berufsumfeld vorfinden.

Die Motivation

Das Projekt bietet einen Grundstein, um den aktuellen Stand der Technik portabler Sensorsysteme in der Lehre und Forschung der Jade Hochschule zu integrieren und aufbauen zu können. Diese sollen übergreifend für Forschung und Entwicklung mit Industrieprojekten nutzbar gemacht werden. Im Rahmen des Projektes sollte daher die Entwicklung einer universellen und modularen Messtechnik erfolgen, welche als standardisiertes Messverfahren zur Bestimmung der Fluoreszenz am Studienort etabliert werden kann. Außerdem wurde das Projekt so gestaltet, dass ein möglichst hoher Praxisbezug für die Studierenden entstehen konnte.

 

„Das Projektergebnis ist ein Grundstein, der es ermöglicht, den aktuellen Stand der Technik portabler optischer Sensorsysteme in die Lehre und Forschung der Jade Hochschule zu integrieren und weitere aufzubauen“,
Prof. Dr. Nick Rüssmeier.

Ansprechpartner: Prof. Dr.-Ing. Nick Rüssmeier

 

Stimmen zum Projekt

"Die Arbeit in diesem Projekt hat mir klar gemacht, wie man später in einer Firma als Ingenieur arbeiten wird.
Durch die Zusammenarbeit mit einem Team, die jeweils für ein Teil verantwortlich sind
und unter der Leitung von Herrn Rüssmeier, konnte das Projekt am Ende erfolgreich abgeschlossen werden.
Meiner Meinung nach ist es sehr wichtig, praktische Erfahrungen zu sammeln, um einen
Einblick zu bekommen, wie ein Bachelor-Absolvent zu Beginn seines Berufslebens arbeiten wird"

Shamel Omar

„Das Projekt war etwas Neues für mich, habe dadurch viele Erfahrung gesammelt,
besonders im Bereich Programmierung und optische Sensoren.
Durch das Projekt habe ich die ganze Theorie, die ich an der Jade HS gelernt
habe, in der Praxis umgesetzt. Das Projekt hat mir viel Spaß gemacht und auch im Team
arbeiten zu dürfen, macht das Ganze einfacher. Was noch verbessert werden kann:
Da wir zurzeit die Corona-Krise erleben, war halt die Kommunikation ein bisschen anderes wie sonst.“

Muaz Al Asrawi

„Ich war im 5. Semester und hatte richtig Interesse, an einem studentischen Projekt teilzunehmen. (...) Wir hatten einen Termin bei Prof. Dr. Rüssmeier, und er hat uns erklärt, worum es geht und uns nach unseren Interessen gefragt. Ich bin zum Beispiel für Programmierung zuständig, aber ich nehme auch an den
anderen Projektarbeiten teil wie Konstruktion und Elektronik. Ich habe bis jetzt vieles gelernt, wie zum Beispiel wie man mit dem vorhandenen Budget umgehen soll, was man bestellt und das Budget einhält.

Ich hatte zum ersten Mal direkten Kontakt zu Firmen in der Form von Telefonaten oder E-Mails. Ich habe auch gelernt, wie man am Anfang eine Systemarchitektur festlegt, wie das System am Ende aussehen soll und welche Komponente wir dafür brauchen, um das Projekt zum Laufen zu bringen. Was für mich auch noch interessant war, war das Arbeiten von zu Hause in der Corona Zeit, und wie wir als Team Termine festlegen, um über den Zustand des Projekts zu diskutieren, was noch zu erledigen ist und was wir schon geschafft haben. (...)“

Mohamed Yamen Hussien

Dieses Projekt hat mir die Chance gegeben erste Eindrücke in der Praxis zu sammeln natürlich konnte ich mein  Wissen welches ich durch die Theorie gelernt habe  in der Praxis festigen und verwenden. Außerdem wurde einem bewusst wie man am effektivsten in einer Gruppe arbeiten soll welches auch relativ gut geklappt hat.

Hedro Alkass

„Auch mir hat das Projekt großen Spaß gemacht. Da ich mich beruflich auf Positionen in der PR und Öffentlichkeitsarbeit bewerben möchte, war das Projekt eine gut Möglichkeit um erste praktische Erfahrungen in diesem Bereich zu sammeln. Mir hat besonders gut die Zusammenarbeit mit dem Projektteam gefallen, da die Verbindung der kommunikativen und technischen Fachbereiche in der Hochschule eher selten zustande kommt. Daher war die Aufbereitung der technischen Informationen eine große Herausforderung, die aber durch die Unterstützung des Projektteams gemeistert werden konnte.

Ich hatte stets die Möglichkeit, eigenverantwortlich zu arbeiten und eigene Ideen in das Projekt mit einzubringen und fühlte mich als Teil des Teams. Als Verbesserungsvorschlag für künftige Projekte könnte die Kommunikation zwischen der PR & ÖA und dem Projektteam noch intensiviert werden. Durch einen festen Ansprechpartner im Projektteam könnten Inhalte schneller abgeklärt und festgehalten werden. Ich hätte gern noch mehr von der technischen Seite des Projektes mitgenommen, aber leider war das durch mein Praktikum nicht möglich.“

Anika Holzwarth