01.10.2017

­Projektbericht: Frequency Following Response


Abbildung 1: Elektrodenhaube; für Vergleichsmessungen auf einer Melone.

Die Vorgänge im Gehirn sind gleichzeitig komplex wie faszinierend. Der Studienrahmen ermöglichte uns, Gehirnaktivitäten zu betrachten die Reaktion auf über die Ohren wahrgenommene Geräusche darstellen. Die Aufgabe in diesem Projekt war es, eine Messmethode für eine Frequency Following Response (FFR) auf der technischen Ausstattung des Instituts erstmalig zu erstellen. Bei der FFR wird ein Stimulus abgespielt. Sein Spektrum – also der Aufbau im Frequenzbereich – spiegelt sich direkt in den Gehirnwellen wider. Das ist nützlich, um die Frage zu beantworten, wie das Gehör arbeitet und ob eine Störung des Hörvermögens vorliegt.

Also, wie hat das Geräusch überhaupt auszusehen um gute Antworten zu liefern? Und wie lautet eigentlich die Frage, auf die die Antwort aussagekräftig sein soll? Ansätze dazu gibt es in der vorhandenen wissenschaftlichen Literatur. Die Stimuli erstellten wir mit dem Onlinesynthesizer „Klatt“ und mit MATLAB. Dann wurden EEG Daten gemessen. Dazu hatte der Proband eine Messkappe auf und saß in einer Hörkabine. Als letztes sind über mehrere Schritte die Daten in der MATLAB-Software ausgewertet worden. Das geschah über die Erstellung von Plots.

Interessant war der Fortschritt, den wir während des Projektes machten. Wir fingen mit einfachen Stimuli an, um von dort immer kompliziertere Dinge auszuprobieren. Wir stellten fest, dass nicht nur die Messmethode wichtig ist, sondern auch die Gestaltung des Versuchsaufbaus. Elektrische Störungen zu detektieren ist eine besondere Herausforderung.

Letztendlich ist es gelungen, einige Teilziele zu erreichen. Es bleibt allerdings noch Luft für Nachfolgende Projektgruppen, auf unserer Arbeit aufzubauen. Also, nur zu!

Besonders zu erwähnen ist die enge Zusammenarbeit mit dem Betreuer der Jade Hochschule. Erst das ermöglichte es, eine neue Messmethode zu implementieren.