19.11.2018

Ausstellung Venedig Exkursionsergebnisse

19. November bis 3. Dezember, Lichthof Jade HS, Zeichnungen + Fotografien Venedig


Venedig Ausstellung Lichthof Jade HS

Venedig Ausstellung Lichthof Jade HS

Venedig Ausstellung Lichthof Jade HS

Venedig Broschüre

Noch bis zum 3. Dezember könnt ihr unsere Ausstellung mit Fotografien und Zeichnungen aus & von Venedig sehen. Studierende waren im Sommer auf Exkursion und haben Ihre Impressionen für uns und alle Interessierten mitgebracht!

Begleitet wurden die Studierenden von Prof. Peter Beckenhaub und Prof. Frank Schmitt. Die Ergebnisse wurden außerdem in einer Broschüre festgehalten.

 

 

Warum wir gerne auf Reisen gehen...

Es gibt nichts Schöneres für Studierende als das Lernen mit dem Reisen zu verbinden.

Ist es doch dabei möglich, das strenge Regelkorsett im geschlossenen Raum abzustreifen

und mit einem Gefühl von Freiheit durchzuatmen. Dabei fängt die Reise bereits viel früher an, schon weit vor Besteigen des Flugzeuges. Unsere Gedanken, unsere Phantasie verselbständigen sich und driften dabei ab in das Reich der Träume. Dabei zeichnen sich unsere Sehnsüchte bildhaft ab und die Erwartung an das Ziel steigert sich mehr denn je. Wir werden sozusagen schon im Vorfeld kreativ.

Reisen weckt in uns Hoffnungen und Erwartungen auf Neuentdeckungen und Erfahrungen. Wir

suchen nach visuellen und atmosphärischen Reizen und Eindrücken, die darauf warten ins Reisegepäck zu wandern. — Eine ideale Ausgangssituation für zwei darstellende Disziplinen: Zeichnen und Fotografieren. Wie zahlreiche Künstler zuvor, verweilte auch der Maler Claude Monet in der Lagunenstadt und ließ sich hier während seines Aufenthaltes

im Herbst 1908 zu seinem berühmten Venedig-Zyklus inspirieren. Venedig steht für ein einzigartiges Zusammenspiel aus Licht, Wasser und Atmosphäre. Nirgends ist der morbide Charakter einer Stadt besser spürbar als dort. Wir bewegen uns wie auf einer riesigen Freiluftbühne umgeben von Licht, Reflexionen, alten Gemäuern, Musik, knatternden Bootsmotoren und den ständig wiederkehrenden animierenden Rufen der Gondoliere: „Gondola, una Gondola...“Venedig erscheint uns wie ein Wunder, ein Labyrinth aus Kanälen und Gassen, mit dem Hinweis:„Verirren ausdrücklich erlaubt“! Ist Verlaufen doch ein wesentlicher Bestandteil bei der Eroberung der Stadt in der Lagune mit all ihren Facetten. Unzählige große und kleine Brücken sorgen für ein ständiges Auf und

Ab. Hier gibt es genau zwei Möglichkeiten sich fort zu bewegen, via Boot oder per pedes. Dabei eröffnet sich hinter jeder Ecke eine neue Perspektive auf eine einzigartige Kulisse.

Wir sind zum Zeichnen und zum Fotografieren in Venedig. An Motiven mangelt es hier nicht. Ganz das Gegenteil ist der Fall: Trotz geschultem Auge fällt die Entscheidung schwer, die geeignete Situation bei der Darstellung zu wählen. Dabei entscheiden nicht nur das Motiv selbst, sondern auch Licht, Schatten und Umgebung. Ebenso stellt sich uns die Herausforderung nach dem idealen Standort – nicht immer sind die bequemsten Plätze dafür am besten geeignet.  

Beim Zeichnen gilt es, eine persönliche Momentaufnahme mittels zeichnerischen Kürzeln durch Einsatz eines behutsam verlaufenden Duktus zu schaffen, die Strichqualität zu steigern und das Wesentliche gekonnt festzuhalten. Es sind die wesentlichen Merkmale, die erfasst und dargestellt werden sollen. Gleichermaßen gilt es die atmosphärischen Qualitäten des Ortes aufzuspüren, um ein Höchstmaß an Bildreizen zu erhalten.

Fotografieren bedeutet in diesem Zusammenhang eine analytische und planerische Auseinandersetzung mit Motiv und Kontext vor dem Betätigen des Auslösers: Welcher Standpunkt gibt charakteristische Merkmale der Architektur in idealer Weise wieder? Zu welcher Zeit stimmen Lichtstimmung und Sonnenstand? Wann ist das Motiv mit erwünschter bzw. ohne unerwünschte „Staffage“ wie Personen oder Fahrzeuge zu erwischen..?

Wir lassen in unserem Koffer Platz für Mitgebrachtes, Eindrücke und Erinnerungen als Souvenir, die eine individuelle persönliche Note tragen – festgehalten in den Skizzenbüchern und auf den Speicherkarten unserer Fotoapparate.

 

Prof. Dipl.-Ing. Peter W. Beckenhaub

Prof. Dr.-Ing. Frank Schmitt