Burg Bederkesa, Bad Bederkesa

Die frühgeschichtliche Wallanlage liegt am Nordrand des Bederkesaer Sees im Holzurburger Wald, sie wurde erstmals 1768 in der kurhannoverschen Landesaufnahme erfasst. Dort ist sie erwähnt als: "Rudera, vom Alten Schlosße". Der eigentliche Name der Wallanlage ist allerdings nicht bekannt.
Um 1905 wurde die Wallanlage durch den Archäologen Carl Schuchardt neu aufgemessen. Er verglich sie in ihrer Anlage und Ausdehnung mit Burgen in Belgien, Frankreich und Ostdeutschland und kam zu dem Schluß, dass sie in das hohe Mittelalter zu datieren sei.

Aufgrund forstlicher Maßnahmen war das Umfeld der Wallanlage gefährdet. Die archäologische Denkmalpflege versuchte deshalb durch Ausgrabungen den bisher nicht genau bekannten weiteren Verlauf des äußeren Walles zu klären. In drei Grabungsschnitten konnte dabei festgestellt werden, dass Wall und Graben in einem weiten Bogen auf das nördliche Seeufer zuliefen. Mit einem Durchmesser von mehr als 350 Metern gehört die Wallanlage damit zu den großen Befestigungen Norddeutschlands.

Die Ausgrabungsarbeiten wurden durch die Vermessungsarbeiten unterstützt. Ziel war es, die im Wald gelegenen Wallanlagen in ihrer Ausdehnung kartografisch detailliert aufzunehmen und zu dokumentieren und den weiteren Verlauf der äußeren Wallanlagen zu erfassen.

Digitales Geländemodell von der HVÜ in Burg Bederkesa
DGM der Burganlage in Bad Bederkesa
Topographische Geländeaufnahme in Burg Bederkesa
Topographische Geländeaufnahme in Burg Bederkesa