Netzwerk Naturschutzgeschichte Oldenburger Land

14.3.2017: Vortragsabend im Landesmuseum Natur und Mensch

Der letzte Vortragsabend in der Reihe "Naturschutzdialog im Museum: heute und gestern" führt unter dem Motto Naturkundemuseen und Naturschutz in eine bisher unbekannte Wurzel des Naturschutzes. Der Präparator Philipp Leopold Martin (1815-1885) hat bereits um 1870 umfassende, programmatische Schriften zum Naturschutz verfaßt. Sie galten lange als verschollen. Zum Vordenker des Naturschutzes geriet vielmehr Ernst Rudorff (1840-1916), der die Heimatbewegung maßgeblich begründete.

Martin war Ornithologe und wirkte am Königlichen Naturalienkabinett in Stuttgart. Zu seiner Zeit waren gerade die Naturhistorischen Museen nicht nur Orte des Sammelns, sondern zugleich "Denkschmiede" für den aufkommenden Naturschutz.
Der Historiker Dr. Uwe Albrecht hat über Martin promoviert und wird seine Forschungsergebnisse vorstellen.

In diese Traditionslinie gehört auch das heutige Landesmuseum Natur und Mensch in Oldenburg. Die Rolle derartiger Institutionen aber hat sich gewandelt - nicht zuletzt im Zuge der Umweltbewegung der 1970er Jahre und ihrer Folgen.
Der Direktor des Landesmuseums, Dr. Peter-René Becker, wird zu diesen Entwicklungen das zweite Referat des Abends halten.

Dienstag, 14. März 2017; Beginn 19.00 - Ende ca. 21.30 Uhr; Eintritt frei

Dr. Uwe Albrecht
Philipp Leopold Martin - ein unbekannter Vordenker des Naturschutzes

Dr. Peter-René Becker
Naturkundemuseen - ein Fundament des Naturschutzes im Wandel

15.11.2016: Vortragsabend im Landesmuseum Natur und Mensch

Die Reihe "Naturschutzdialog im Museum - heute und gestern" wird auch in diesem Winterhalbjahr angeboten. Wir beginnen am Dienstag, 15. November, um 19.00 Uhr mit dem Thema:

Insektenwelt: Wandel und Wirkungen kleiner Organismen in der Natur.

Wiederum konnten zwei Experten gewonnen werden, die auch einen Blick in die Geschichte werfen:

Carsten Heinecke
Tagfalter im Oldenburger Land - historische Veränderungen durch Landnutzungswandel

Sandra Bischoff
Klimawandel und Insekten - Auswirkungen der globalen Erwärmung auf die Biodiversität

Der Eintritt ist frei; die Veranstaltung endet um 21.30 Uhr.

Fortgeführt wird der Naturschutzdialog im Januar und März 2017.

Vorerst letzte Station: Wanderausstellung im Staatsarchiv

Noch bis zum 11. November kann die Wanderausstellung "Begeisterung für die Vielfalt der Natur" an ihrer vorerst letzten Station besucht werden: im Niedersächsischen Landesarchiv, Standort Oldenburg, Damm 43, zu den üblichen Öffnungszeiten und bei freiem Eintritt.

Neben den Naturkundemuseen sind es die Archive, deren reichhaltige Bestände für die Ausstellung ausgewertet und ans Licht befördert wurden. So schreibt das Archiv in einem kurzen Begleittext: "Dass auch der Naturschutz Geschichte hat, dass im Oldenburger Land die Wurzeln des Umweltschutzgedankens unserer Tage sich bis ins 18. Jahrhundert zurückführen lassen - dies ist ein wesentliches Anliegen der Wanderausstellung."

Ein Tip: kombinieren Sie den Besuch der Ausstellung mit einer besonderen Veranstaltung im Landesmuseum Natur und Mensch direkt gegenüber. Am 1. November ab 16.00 Uhr können Sie dort hinter die Kulissen schauen. Unter dem Titel "Sammeln und Bewahren: das Erbe Oldenburger Naturforscher" bietet das Museum eine fachkundige Führung durch die naturkundlichen Magazine und wissenschaftlichen Sammlungen an. Entdecken Sie Schmetterlinge, Pflanzen oder Käfer aus mehreren Jahrhunderten!