Netzwerk Naturschutzgeschichte Oldenburger Land

14.3.2017: Vortragsabend im Landesmuseum Natur und Mensch

Der letzte Vortragsabend in der Reihe "Naturschutzdialog im Museum: heute und gestern" führt unter dem Motto Naturkundemuseen und Naturschutz in eine bisher unbekannte Wurzel des Naturschutzes. Der Präparator Philipp Leopold Martin (1815-1885) hat bereits um 1870 umfassende, programmatische Schriften zum Naturschutz verfaßt. Sie galten lange als verschollen. Zum Vordenker des Naturschutzes geriet vielmehr Ernst Rudorff (1840-1916), der die Heimatbewegung maßgeblich begründete.

Martin war Ornithologe und wirkte am Königlichen Naturalienkabinett in Stuttgart. Zu seiner Zeit waren gerade die Naturhistorischen Museen nicht nur Orte des Sammelns, sondern zugleich "Denkschmiede" für den aufkommenden Naturschutz.
Der Historiker Dr. Uwe Albrecht hat über Martin promoviert und wird seine Forschungsergebnisse vorstellen.

In diese Traditionslinie gehört auch das heutige Landesmuseum Natur und Mensch in Oldenburg. Die Rolle derartiger Institutionen aber hat sich gewandelt - nicht zuletzt im Zuge der Umweltbewegung der 1970er Jahre und ihrer Folgen.
Der Direktor des Landesmuseums, Dr. Peter-René Becker, wird zu diesen Entwicklungen das zweite Referat des Abends halten.

Dienstag, 14. März 2017; Beginn 19.00 - Ende ca. 21.30 Uhr; Eintritt frei

Dr. Uwe Albrecht
Philipp Leopold Martin - ein unbekannter Vordenker des Naturschutzes

Dr. Peter-René Becker
Naturkundemuseen - ein Fundament des Naturschutzes im Wandel

15.11.2016: Vortragsabend im Landesmuseum Natur und Mensch

Die Reihe "Naturschutzdialog im Museum - heute und gestern" wird auch in diesem Winterhalbjahr angeboten. Wir beginnen am Dienstag, 15. November, um 19.00 Uhr mit dem Thema:

Insektenwelt: Wandel und Wirkungen kleiner Organismen in der Natur.

Wiederum konnten zwei Experten gewonnen werden, die auch einen Blick in die Geschichte werfen:

Carsten Heinecke
Tagfalter im Oldenburger Land - historische Veränderungen durch Landnutzungswandel

Sandra Bischoff
Klimawandel und Insekten - Auswirkungen der globalen Erwärmung auf die Biodiversität

Der Eintritt ist frei; die Veranstaltung endet um 21.30 Uhr.

Fortgeführt wird der Naturschutzdialog im Januar und März 2017.

Vorerst letzte Station: Wanderausstellung im Staatsarchiv

Noch bis zum 11. November 2016 kann die Wanderausstellung "Begeisterung für die Vielfalt der Natur" an ihrer vorerst letzten Station besucht werden: im Niedersächsischen Landesarchiv, Standort Oldenburg, Damm 43, zu den üblichen Öffnungszeiten und bei freiem Eintritt.

Neben den Naturkundemuseen sind es die Archive, deren reichhaltige Bestände für die Ausstellung ausgewertet und ans Licht befördert wurden. So schreibt das Archiv in einem kurzen Begleittext: "Dass auch der Naturschutz Geschichte hat, dass im Oldenburger Land die Wurzeln des Umweltschutzgedankens unserer Tage sich bis ins 18. Jahrhundert zurückführen lassen - dies ist ein wesentliches Anliegen der Wanderausstellung."

Ein Tip: kombinieren Sie den Besuch der Ausstellung mit einer besonderen Veranstaltung im Landesmuseum Natur und Mensch direkt gegenüber. Am 1. November ab 16.00 Uhr können Sie dort hinter die Kulissen schauen. Unter dem Titel "Sammeln und Bewahren: das Erbe Oldenburger Naturforscher" bietet das Museum eine fachkundige Führung durch die naturkundlichen Magazine und wissenschaftlichen Sammlungen an. Entdecken Sie Schmetterlinge, Pflanzen oder Käfer aus mehreren Jahrhunderten!

2. Juni 2016: Arbeitskreis Naturschutzgeschichte

Am Donnerstag, 2. Juni 2016, trifft sich der regionale Arbeitskreis "Naturschutzgeschichte im Oldenburger Land" von 17.00 bis 19.00 Uhr in der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Oldenburg (1. Stock, Raum 153). Besprochen wird der gemeinsame Besuch des Deutschen Museums zur Naturschutzgeschichte in Königswinter (bei Bonn). Außerdem geht es um die Gewinnung weiterer Nachlässe und die Vorbereitungen der neuen Vortragsabende im Landesmuseum Natur und Mensch. Interessierte sind herzlich willkommen! Weitere Informationen erhalten Sie unter Kontakt.

25.5.2016: Eröffnung der Wanderausstellung in Westerstede

Bürgermeister Klaus Groß hat am Mittwoch, 25. Mai, um 16.00 Uhr im Rathaus Westerstede die Wanderausstellung "Begeisterung für die Vielfalt der Natur" an ihrer neuen Station eröffnet. Sie kann dort bis einschließlich 24. August besucht werden.

Seit April des vergangenen Jahres wandert diese Präsentation durch das Oldenburger Land; Westerstede ist der siebte Ausstellungsort. Im Mittelpunkt stehen Biografien von Pionieren der regionalen Naturkunde und des Naturschutzes aus dem 18. Jahrhundert bis heute. 20 Persönlichkeiten werden gezeigt, anschaulich ergänzt durch Exponate aus dem Landesmuseum Natur und Mensch in Oldenburg. Der herausragende Flechtenforscher und Heimatschützer Dr. Heinrich Sandstede (1859-1951) aus Bad Zwischenahn wird porträtiert wie auch viele Volksschullehrer, die in den Dörfern Menschen an die Natur herangeführt haben.
Der frühere Schulgarten in Westerstede-Hössen, aufgebaut von Rudolf Stamer sen. (1891-1968), steht exemplarisch für diese Leistungen.

Wie an allen Standorten wird ein vielfältiges Begleitprogramm angeboten, zusammengestellt von der Stadt Westerstede. Die Ausstellung kann besucht werden: montags bis donnerstags von 8.00 bis 17.00 Uhr und freitags von 8.00 bis 12.00 Uhr im Rathaus Westerstede, Am Markt 2, 26655 Westerstede

17.3. bis 22.5.2016: Wanderausstellung in Elisabethfehn

Am Donnerstag, 17. März 2016, um 17.00 Uhr wurde die Wanderausstellung "Begeisterung für die Vielfalt der Natur" an ihrer nächsten Station eröffnet, dem Moor- und Fehnmuseum in Elisabethfehn. Etwa 30 Naturbegeisterte folgten der Einladung.

Nach einer Einfühung der Museumsleiterin Antje Hoffmann, gab Prof. Carola Becker (Jade Hochschule) in einem kleinen Rundgang einige Erläuterungen zu den Inhalten der Ausstellung. Einen Einblick in das Leben des Botanikers Franz Sauerland vermittelte Franz Hericks, Vorsitzender des Naturkundeausschusses im Heimatbund Oldenburger Münsterland und Mitglied im Arbeitskreis Naturschutzgeschichte. Ganz im Zeichen der Erinnerung an Sauerlands Erforschung der Pflanzenwelt im Landkreis Cloppenburg steht das Begleitprogramm mit vier botanischen Exkursionen (kostenlos).

Bis zum 22. Mai kann die Ausstellung zu den üblichen Öffnungszeiten des Moor- und Fehnmuseums besucht werden.

Den hohen Stellenwert der Hochmoore in Nordwestdeutschland unterstreicht der neue Ausstellungsort. Die ersten Naturkundler und Naturschützer der Region haben sich in besonderem Maße diesen Resten einer "Urnatur" gewidmet. Dennoch konnte ihr Niedergang kaum aufgehalten werden - Moore und ihr Schutz sind nach wie vor ein zentrales Thema des Naturschutzes in Niedersachsen. Um so spannender ist ein Bick in die Anfänge des Naturschutzes, denen sich die historische Ausstellung mit zahlreichen Biografien und Dokumenten widmet.

Naturkundliches Forschen vieler 'Laien' stand am Anfang einer neuen Sicht auf die Natur, die mit ihrer großen und z.T. verborgenen Vielfalt begeisterte.  Aufmerksames Beobachten und spannende Entdeckungen waren der Beginn einer neuen Wertschätzung: aus lebensfeindlichem 'Morast' und Rohstoffquellen wurden wichtige Bausteine der heimatlichen Natur. Viele Moore gehören zu den ersten Naturschutzgebieten, die in der Region zu Beginn des 20. Jahrhunderts ausgewiesen wurden.

 

 

22.3.2016: Vortragsabend im Landesmuseum Natur und Mensch

Unter dem Motto Vogelkunde und Vogelschutz im Wandel steht der nächste Vortragsabend aus der Reihe "Naturschutzdialog im Museum: heute und gestern".
Termin: Dienstag, 22. März; 19.00 bis ca. 21.30 Uhr. Eintritt frei
Ort: Landesmuseum Natur und Mensch, Damm 38 -44; Oldenburg

Zwei bekannte Experten präsentieren an diesem Abend einen Rundblick durch die Geschichte und Gegenwart der Vogelkunde. Sie werden die Meilensteine der regionalen ornithologischen Entdeckungen schildern und die Veränderungen in der Vogelwelt analysieren.

Zur Geschichte der Ornithologie referiert Joachim Seitz, der nach jahrelangen Recherchen eine umfangreiche historische Darstellung veröffentlicht hat, die an die Leistungen früherer Ornithologen in Niedersachsen und Bremen erinnert:

Joachim Seitz (Ornithologe, Bremen):
Mensch und Vogel im westlichen Niedersachsen in früherer Zeit

Aus Vergleichen mit früheren Erfassungen lässt sich in langen Zeitreihen ableiten, welchen Veränderungen die Vogelwelt im Zuge des Nutzungswandels unterlag. Vertiefte Einblicke in die Dynamik der regionalen Vogelwelt gibt der zweite Vortrag des Abends:

Thorsten Krüger (Staatliche Vogelschutzwarte im NLWKN, Oldenburg):
Die Vogelwelt des nordwestdeutschen Tieflandes im Wandel

10.3.2016: Arbeitskreis Naturschutzgeschichte

Am Donnerstag, 10. März 2016 trifft sich der Regionale Arbeitskreis zur Naturschutzgeschichte im Oldenburger Land in den Räumen des Vereins "Werkstattfilm". Treffpunkt ist um 16.30 Uhr vor dem Gebäude des Vereins in der Wallstraße 24, Oldenburg.

Der Arbeitskreis möchte sich informieren über die Arbeit und das historische Medienarchiv des Vereins Werkstattfilm. Über Möglichkeiten einer Zusammenarbeit soll diskutiert werden. Um Anmeldung wird gebeten unter Kontakt.

9.2.2016: Vortragsabend im Landesmuseum Natur und Mensch

Am Dienstag, 9. Februar 2016, startet um 19.00 Uhr der nächste Vortragsabend der Reihe "Naturschutzdialog im Museum - heute und gestern" unter dem Motto:
"Meeresverschmutzung - von der Ölpest zum Management".
Zwei ausgewiesene Kenner der Materie werden an diesem Abend die vielfältigen Facetten der Ölverschmutzung in der Nordsee und an deren Küste beleuchten.
Verölte Vögel im Kampf mit dem Tod standen am Beginn des Protestes gegen die Verschmutzung der Meere. Bereits zu Anfang des 20. Jahrhunderts wurde der Begriff „Ölpest“ geprägt. Insbesondere in Großbritannien formierten sich Tier- und Vogelschützer zu einer starken Umweltbewegung. Sogar die internationale Staatengemeinschaft griff das Problem aktiv auf. 

Zur Geschichte dieses frühen Engagements vieler Naturschützer referiert:
Dr. Anna-Katharina Wöbse, Umwelthistorikerin (Bremen)
Ein Vogel verendet - Kampagnen und Erfolge der ersten internationalen Protestbewegung gegen die Ölverschmutzung

Welche Fortschritte sind heute erreicht? Die Ölverschmutzung scheint aus den Schlagzeilen verschwunden zu sein. Internationale Abkommen und ein gutes Management sollen mögliche Katastrophen verhindern. Welche Risiken bestehen heute, welche Schutz- und Abwehrmaßnahmen werden ergriffen?

Diesen Fragen widmet sich der zweite Vortrag des Abends:
Dr. Gregor Scheiffarth, Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenenmeer (Wilhelmshaven)
Probleme gelöst? - Ölverschmutzungen und ihre Bewältigung heute

Der Eintritt ist frei; Ende 21.30 Uhr. Ort: Landesmuseum Natur und Mensch, Oldenburg, Damm 38-44

19.1.2016: Vortrag in Ganderkesee

Der Hasbruch im Spiegel der Naturschutzgeschichte lautet der Titel eines Vortrags von Prof. Carola Becker am Dienstag, 19. Januar 2016 um 19.30 Uhr im Rathaus Ganderkesee.

Mehr als in allen anderen Naturschutzgebieten des Oldenburger Landes verdichten sich im Hasbruch die historischen Schritte auf dem langen Weg zum heutigen Naturschutz. Die Entdeckung der Natur, ihrer Schönheiten aber auch ihres Nutzens und die Entfaltung verschiedener Formen ihrer Wertschätzung und Würdigung werden an diesem Abend beleuchtet - mit vielen historischen Dokumenten und Fotos. Der Blick in die Geschichte stellt die sehr aktuelle Frage "Was wollen wir schützen?" in den Mittelpunkt.

Veranstalter ist das "Hasbruch Bündnis" mit der regioVHS.
Ort: Rathaus Ganderkesee, Mühlenstrasse 2-4.
Der Eintritt beträgt 3,00 € (Jugendliche frei).

Foto: Weigold, 1929/30; Historisches Fotoarchiv Landesmuseum Hannover
Das Foto zeigt Dr. Otto Leege mit Frau an einer alten Eiche im Hasbruch.

8.12.2015: Vortragsabend im Landesmuseum Natur und Mensch

Die im Jahr 2012 gestartete Vortragsreihe "Naturschutzdialog im Museum: heute und gestern" wird im Winterhalbjahr 2015/16 fortgeführt mit dem Themenschwerpunkt "Vogelwelt".
Am Dienstag, 8. Dezember 2015 (19.00 bis 21.30 Uhr) ist der Vortragsabend dem Landschaftswandel in den vergangenen 100 Jahren und dessen Folgen für das Artenspektrum der Feldvögel gewidmet. Zwei Referate stehen auf dem Programm des Abends:

Dr. Bernd Tenbergen (Museum für Naturkunde des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe, Münster):
Von Plaggenstechern, Venntüten und Krammetvogelfängern - Natur und Landschaft in Nordwestdeutschland vor 100 Jahren
Auf den Spuren des Naturfotografen und Pionier des Naturschutzes Dr. Hermann Reichling

Jörg Grützmann (Ornithologische Arbeitsgemeinschaft Oldenburg):
Reduziert auf 50 %: zum Rückgang der Brutvögel in den Feldmarken seit 1980

Die Zuhörer erwartet einzigartiges historisches Bild- und Filmmaterial aus dem Nachlass des Biologen und Naturschutzpioniers Dr. Hermann Reichling (1890-1948). Der Museums- und Zoodirektor hat die früheren Landschaftsstrukturen Nordwestdeutschlands festgehalten und viele bekannte Naturschutzgebiete in Bilderserien dokumentiert. Sie geben Auskunft über die Sichtweisen auf Natur und Landschaft, die in der ersten Blütezeit des Naturschutzes vorherrschten und belegen die gravierenden Änderungen in den Landnutzungsmustern. Der zweite Vortrag des Abends wird die Folgen des jüngeren Landschaftswandels für die Vogelwelt in den Feldfluren beleuchten und fragen, was getan werden muss, um die "normalen" Landschaften wieder artenreicher zu gestalten.

Ort: Landesmuseum Natur und Mensch in Oldenburg; Eintritt frei

21.10.2015: Eröffnung Wanderausstellung in Brake

Die Wanderausstellung "Begeisterung für die Vielfalt der Natur" zieht weiter in das Kreishaus Brake. Am Mittwoch, 21. Oktober eröffnet der stellvertretende Landrat, Hans-Dieter Kohlmann, um 16.00 Uhr die Ausstellung. Bei einem kurzen Rundgang wird Prof. Carola Becker (Jade Hochschule) einige Erläuterungen geben und historisch bedeutsame naturkundliche Forscher aus der Wesermarsch vorstellen, wie z.B. Friedrich Heinen (1877-1950). Musikalisch umrahmt wird die Veranstaltung vom Querflötenensemble der Musikschule Wesermarsch.

Bis zum 29. Januar 2016 kann die Ausstellung besucht werden zu den üblichen Öffnungszeiten des Kreishauses (Poggenburger Straße 15, Brake): montags - freitags 8.30 - 12.00 Uhr und montags bis donnerstags 14.00 bis 15.30 Uhr.

Wie an den anderen Ausstellungsorten wird ein interessantes und vielseitiges Begleitprogramm angeboten, zusammengestellt von der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Wesermarsch in Zusammenarbeit mit Naturschutzorganisationen:

Donnerstag, 29. Oktober 2015; 10.00 bis 12.00 Uhr
Vogel- und Pflanzenwelt im Einfluss der Gezeiten im Langwarden Groden (Naturkundliche Exkursion)
Dr. Anika Seyfferth (Nationalparkhaus Museum Fedderwardersiel); Treffpunkt am Denkmal "Turmbau zu Babel", Feldhauser Deich 27, Budjadingen
Anmeldung erbeten unter: 04401 /927-270

Sonntag, 15. November 2015; 15.00 bis 17.00 Uhr
Der Bollenhagener Moorwald - Geschichte und Entwicklung des größten Waldes in der Wesermarsch (Naturkundliche Exkursion)
Dipl.- Biologen Rüdiger von Lemm und Dörte Wolff; Treffpunkt am "Bollwerk" - Bollenhagener Wald Erkundungsstation; Parkplatz An der Dronebbe, Jade

Mittwoch, 20. Januar 2016; 17.00 bis 19.00 Uhr
Die Geschichte der Stollhammer Wisch - Wiesenvogelschutz und Landwirtschaft (Vortragsveranstaltung) mit Vorträgen von Hans-Rudolph Mengers (Rüstringer Heimatbund), Ernst-August Abbenseth (Landschaftswart) und Thomas Garden (Untere Naturschutzbehörde);
Museum Moorseer Mühle, Budjadinger Straße 132, Nordenham

Alle Veranstaltungen sind kostenlos.

24.9.2015: Arbeitskreis Naturschutzgeschichte

Das Herbsttreffen des Arbeitskreises Naturschutzgeschichte findet statt am Donnerstag, 24. September von 17.00 bis 19.00 Uhr in den Räumen der Unteren Naturschutzbehörde in Oldenburg.

Jörg Grützmann wird in einem Vortrag der Frage nachgehen, was den Maler Franz Radziwill (Dangast) mit dem Naturschutz verbindet. Das Programm für die nächsten Abendvorträge "Naturschutzdialog im Museum: heute und gestern" soll konzipiert werden. Außerdem steht die weitere Recherche zu Nachlässen verdienter NaturschützerInnen auf dem Programm.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

Weltnaturerbeportal Varel-Dangast zeigt Wanderausstellung

Vom 1. August bis zum 18. Oktober 2015 macht die Ausstellung "Begeisterung für die Vielfalt der Natur" Station an der Nordseeküste, im Weltnaturerbeportal Dangast. Nach der Eröffnung im "Schlauen Haus" in Oldenburg und den Kreishäusern in Wildeshausen (Landkreis Oldenburg) sowie Vechta ist dieses die vierte Station der Wanderausstellung.

Auch im Jahr 2016 wird diese historisch-biografische Ausstellung zur regionalen Naturschutzgeschichte an verschiedenen Stellen im Oldenburger Land noch zu sehen sein.

Zusätzlich zu den 19 präsentierten Persönlichkeiten hat auch der "Urvater" des heutigen Nationalparkes, Dr. Otto Leege (1862-1951), in Dangast einen Platz bekommen. Er ist der Entdecker der Vogelinsel Memmert bei Juist, die er im Jahr 1888 als erster betreten hat. Die wesentlichen Etappen seiner umfangreichen naturkundlichen Forschungen und seines großen Engagements als Pionier des Naturschutzes werden gezeigt.

In Dangast wird die Ausstellung nicht durch ein spezielles Vortrags- und Exkursionsprogramm begleitet wie an den anderen Orten. Dafür bieten die Zugvogeltage und laufende naturkundliche Veranstaltungen im Nationalpark Wattenmeer reichhaltige Angebote, Natur zu erleben und kennenzulernen - und mit einem Besuch der Ausstellung zu verbinden.

25.7.2015: Exkursion in das Mühlenbachtal, Holdorf

Das dritte Angebot im Begleitprogramm zur Wanderausstellung "Begeisterung für die Vielfalt der Natur", die noch bis 31.Juli 2015 im Kreishaus Vechta zu sehen ist, macht des Naturkundeausschuss (Heimatbund Oldenburger Münsterland).
Am Samstag, 25. Juli 2015 um 15.00 Uhr startet eine Exkursion durch das Mühlenbachtal in Holdorf. Treffpunkt ist der Parkplatz am Bahnhof Holdorf. Die Teilnahme ist kostenlos.

Entlang des Naturlehrpfades werden auf einem ca. 2 stündigen Spaziergang die oft verborgenen Seiten der Natur für jedermann erlebbar. In den Anfängen des Naturschutzes zu Beginn des 20. Jahrhunderts stand diese Art der Bildungsarbeit noch im Mittelpunkt. Aber je kleiner die Naturoasen innerhalb der intensiv genutzten Landschaften wurden, umso stärker sollten sie abgeschirmt werden. Zwar wurden sie dadurch besser geschützt, aber: Wie soll unter solchen Umständen gerade bei jungen Menschen ein verantwortungsvoller Umgang mit der Natur erwachsen? Die natürliche Umwelt muss den Menschen wieder nahegebracht werden: zum Erleben, Anfassen, Riechen oder Hören. Erst dadurch können Verständnis und Wertschätzung für die Tier- und Pflanzenwelt entstehen.

Auf 12 Tafeln bietet der Lehrpfad durch das Mühlenbachtal viele Informationen zu den Themen Wald, Wasser, Tier- und Pflanzenarten. Auf weiteren Stationen kann man die Natur aktiv erleben und genießen. Mitmachen und Entdecken heißt die Devise! Der Lehrpfad ist etwa 800 Meter lang und kann bei trockenem Wetter auch mit Straßenschuhen erobert werden.

18.7.2015: Exkursion in das Moorbachtal, Vechta

Die zweite Veranstaltung im Begleitprogramm zur Wanderausstellung "Begeisterung für die Vielfalt der Natur" im Kreishaus Vechta führt am Samstag, 18. Juli, ab 14.45 Uhr in das Moorbachtal in Vechta, Ortsteil Oythe.

Dirk Ortland (Stadtverwaltung Vechta) wird in einem etwa 2-stündigen Spaziergang die ökologische Situation in diesem Naturraum erläutern. Seit etwa 10 Jahren wird der Moorbach mit seinen begleitenden Grünflächen zu einer artenreichen Tallandschaft entwickelt. Hier konzentriert die Stadt Vechta zahlreiche Ausgleichsmaßnahmen. Während in den Anfängen des Naturschutzes zu Beginn des 20. Jahrhunderts der Schutz im Vordergrund stand, müssen heute Naturinseln auch neu hergestellt werden. Dabei bilden Fließgewässer und Bachtäler ein Rückgrat in einem künftigen Biotopverbundsystem.

Im Moorbachtal sind Lebensräume entstanden für eine reiche Vogelwelt, die von der NABU-Ortsgruppe Vechta regelmäßig untersucht wird. Umfangreiches Naßgrünland konnte erhalten werden. Der Moorbach wurde auf einigen Strecken renaturiert. Seit Beginn des 19. Jahrhunderts ist dieser Bach mehrfach begradigt worden mit der Folge, dass die ehemals sehr nassen Gley- und Niedermoorböden intensiv genutzt werden konnten bis hin zum Ackerbau. Die frühere Vielfalt an Tier-und Pflanzenarten verschwand. In dem ca. 40 ha großen Projektgebiet soll eine Wiesenlandschaft mit Flächen zur natürlichen Entwicklung entstehen, die weitestgehend von der Dynamik des Gewässers bestimmt wird.

Wichtig ist es, die tatsächlichen Veränderungen in den Ökosystemen regelmaßig in einem Monitoring zu überprüfen. Der Aufwand wird jährlich von der Stadt Vechta finanziell unterstützt. Was in den Anfängen naturkundlichen Forschens von vielen naturbegeisterten Autodidakten außerhalb der Hochschulen geleistet wurde, ist heute ohne professionelle Ressourcen nicht mehr möglich.

17.7.2015: Vortrag über Dr. Hermann Reichling in Lohne

Passend zur Wanderausstellung „Begeisterung für die Vielfalt der Natur“, die vom 13. bis einschl. 31. Juli im Kreishaus in Vechta zu sehen ist, werden drei informative Veranstaltungen angeboten.

Am Freitag, 17. Juli 2015, 19.30 Uhr wird Dr. Bernd Tenbergen im Industriemuseum Lohne (Küstermeyerstraße 20) einen reich bebilderten Vortrag halten unter dem Titel:
„Hermann Reichling (1890-1948) – Naturfotograf und Pionier des Naturschutzes am Dümmer und in Nordwestdeutschland“.

Dr. Bernd Tenbergen hat im Museum für Naturkunde in Münster (Landschaftsverband Westfalen-Lippe) das spannungsreiche und engagierte Wirken Hermann Reichlings erforscht. Auf mehr als 10.000 Glasplatten hat in eindrucksvoller Weise der Biologe, Museums- und Zoodirektor Dr. Hermann Reichling die nordwestdeutsche Landschaft in der Zeit von 1914 bis 1948 dokumentiert. Dr. Bernd Tenbergen wird aus diesem reichen Fundus an Bildern in seinem Vortrag Landschafts- und Naturaufnahmen, aber auch Menschen und ihr Handeln in der Landschaft zeigen, so wie sie von Hermann Reichling in Momentaufnahmen festgehalten wurden. Darunter sind u.a. auch einmalige Bildserien zum Krammetsvogelfang oder eine umfassende Bilddokumentation zum Dümmer. Darüber hinaus hat Reichling viele heute bekannte Naturschutzgebiete in Niedersachsen mit Bildern dokumentiert.

Der historische Kontext in der Zeit zwischen 1914 und 1948 hat die Arbeitsweise dieses heimatverbundenen Naturwissenschaftlers stark geprägt. Die Zeit vor und zwischen den beiden Weltkriegen war auch die Geburtsstunde des Naturschutzes in Deutschland. Reichling war von 1926 bis 1933 Kommissar für Naturdenkmalpflege in der Preußsichen Provinz Westfalen. 1933 wurde er seiner Ämter enthoben und war im KZ Ersterwegen interniert. Trotz vieler Widersacher in der Region genoß er hohes Ansehen, was ihm vermutlich in der Zeit des Nationalsozialismus das Leben rettete. Reichling wurde schließlich mit einem Forschungsvorhaben am Dümmer abgefunden.

Bis 31.7.2015: Wanderausstellung in Vechta

Landrat Herbert Winkel hat am Montag, 13. Juli 2015 die Wanderausstellung "Begeisterung für die Vielfalt der Natur" im Kreishaus in Vechta eröffnet.  In einem kleinen Rundgang hat Prof. Carola Becker (Jade Hochschule) durch die Ausstellung geführt, die noch bis 31. Juli zu sehen ist. Wie bereits an den Ausstellungsorten Schlaues Haus (Stadt Oldenburg) und Kreishaus Wildeshausen wird wieder ein vielfältiges Begleitprogramm angeboten.

Auch im heutigen Landkreis Vechta gab es bereits im 19. Jahrhundert naturbegeisterte Autodidakten, die vor Ort die reichhaltige Tier- und Pflanzenwelt erforschten. Sie waren sehr gut vernetzt. Ein Beispiel ist Jacob Ludwig Meyer (1802-1869), Apotheker in Neuenkirchen. Er hat gemeinsam mit dem Oldenburger Karl Hagena (1806-1882) eine „Sammlung oldenburgischer und osnabrückischer Gräser und Wiesenpflanzen“ angelegt - eine Auftragsarbeit für die Großherzogliche Regierung. Solche Kenntnisse über die Tier- und Pflanzenwelt und ihre Lebensbedingungen boten ein fundiertes Wissen, auf dem seit Ende des 19. Jahrhunderts der Naturschutz entstand, wie wir ihn heute kennen.

Im 20. Jahrhundert wurde das Oldenburger Lehrerseminar gemeinsam mit dem heutigen Landesmuseum Natur und Mensch zu einer Keimzelle naturkundlichen Forschens. Aber auch im Lehrerseminar Vechta wurde ähnlich gearbeitet, wie Frau Ingrid Arp, die Leiterin der Heimatbibliothek für das Oldenburger Münsterland, gemeinsam mit Franz Hericks vom Naturkundeausschuss vor einigen Jahren herausgefunden haben. Zusammen entdeckten Sie das Herbarium des Lehrers Hackmann aus dem Jahr 1876.

Später baute Wilhelm Meyer (1867-1953), Seminarlehrer in Oldenburg, ein Netzwerk aus Botanikern auf, die als Dorflehrer über das ganze Oldenburger Land verstreut waren. Nach seinem Vorbild schuf Johannes Wagner (1914-1992) mit vielen Botanikerfreunden seit den 1950er Jahren eine Pflanzenkartei für das Oldenburger Münsterland, speziell für den Landkreis Vechta. Hunderte von Exkursionen hat Wagner organisiert und dabei viele Menschen für die Natur begeistert. Der heutige Naturschutz weiß aus diesen Daten, wie sich die Artenvielfalt verändert hat.

Die Wanderausstellung kann besucht werden zu den üblichen Öffnungszeiten des Kreishauses:
montags - freitags 8.30 bis 12.30 Uhr
montags - donnerstags 14.30 bis 16.00 Uhr.

 

Abbildung:
Die Biografie des Johannes Wagner ist eine von 19 Stelltafeln, auf denen Leben und Wirken von Naturkundlern der Region vorgestellt werden. Ergänzt werden die Biografien durch allgemeine Informationen zur Entstehungsgeschichte des Naturschutzes und zahlreiche Textdokumente sowie Exponate.

Juni 2015: Exkursionen im Landkreis Oldenburg

Drei interessante und spannende Exkursionen begleiten die Wanderausstellung "Begeisterung für die Vielfalt der Natur" aktuell im Landkreis Oldenburg:

  • Donnerstag, 11. Juni, 17.30 bis ca. 20.00 Uhr führt Dr. Klaus Taux durch das Barneführerholz und die Osenberge.
    Treffpunkt: Sandkrug, Barneführerholzweg, Wanderparkplatz am Forsthaus

  • Dienstag, 16. Juni, 16.00 bis ca. 18.00 Uhr bieten Bernd Lögering und Georg Schinnerer eine Exkursion in das NSG Huntloser Moor an.
    Treffpunkt: Parkplatz vor dem Rathaus in Großenkneten

  • Samstag, 27. Juni, 10.00 bis ca. 12.00 Uhr führt Frau Dr. Sabine Baumann in das FFH-Gebiet Saager Meere, Kleiner Sand und Heumoor.
    Treffpunkt: Schafstall der BSH an der Straße "An der Lethe" in Großenkneten-Bissel

25.6.2015: Arbeitskreis Naturschutzgeschichte

Am Donnerstag, 25. Juni, trifft sich der Arbeitskreis Naturschutzgeschichte von 17.00 bis 19.00 Uhr in den Räumen der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Oldenburg. Alle Interessierten sind herzlich willkommen!

Im Mittelpunkt steht die Organisation eines gemeinsamen Besuches der Stiftung Naturschutzgeschichte in Königswinter am 1. und 2. August 2015. Dort sollen das Deutsche Museum zur Naturschutzgeschichte sowie das Archiv unter fachkundiger Führung besichtigt werden. Einen kulturellen, naturkundlichen und naturschutzgeschichtlichen Genuß verspricht die ebenfalls vorgesehene Exkursion durch das Siebengebirge unter der Führung von Dr. Hermann Josef Roth (Bonn), einem exzellenten Kenner der Region.

Ort: Untere Naturschutzbehörde der Stadt Oldenburg; Industriestraße 1 (Eingang B, 1. Stock, Raum 153)

Wanderausstellung "Begeisterung für die Vielfalt der Natur"

Am Freitag, 17. April 2015, wurde im "Schlauen Haus" in Oldenburg die neue Wanderausstellung "Begeisterung für die Vielfalt der Natur" eröffnet. Träger ist die Jade Hochschule mit dem Lehrgebiet Umweltplanung (Prof. Carola Becker) im Fachbereich Bauwesen und Geoinformation. Das Ausstellungsprojekt sowie die vorangegangene gleichnamige Studie entstand in Kooperation mit dem Landesmuseum Natur und Mensch, Oldenburg. Gefördert wurde die Ausstellung durch die Barthel-Stiftung in Varel, die EWE-Stiftung sowie die Landessparkasse zu Oldenburg. Fachliche Unterstützung leistete der Arbeitskreis Naturschutzgeschichte im Oldenburger Land. Die Ausstellungskonzeption lag in den Händen der Museumsberaterin Etta Bengen (Oldenburg).

Weitere Termine sowie Begleitprogramme sind bereits geplant.

5.3.2015: Arbeitskreis Naturschutzgeschichte

Beim nächsten Treffen des AK Naturschutzgeschichte am Dienstag, 5. März, 17.00 Uhr steht die Wanderausstellung "Begeisterung für die Vielfalt der Natur" im Mittelpunkt. Die Ausstellung wird am 17. April im Schlauen Haus in Oldenburg eröffnet und wird bis Ende 2016 an zahlreichen Orten im Oldenburger Land zu sehen sein. Termine für die Kreishäuser in Wildeshausen und Vechta stehen bereits fest. Besprochen werden Begleitprogramme. Weitere Themen des zweistündigen Treffens sind die Vortragsabende im Landesmuseum Natur und Mensch und die Vorbereitungen zum 150. Geburtstag von Wilhelm Meyer (1867-1953), einem der großen Protagonisten des Naturschutzes und der Naturkunde in der Region.

Interessierte sind herzlich willkommen! Ort: Untere Naturschutzbehörde der Stadt Oldenburg, Industriestrasse 1 (Eingang B, 1. Stock, Zimmer 153).

Buch erschienen: Begeisterung für die Vielfalt der Natur

Die Ergebnisse des Forschungsprojektes "Begeisterung für die Vielfalt der Natur" sind jetzt im Isensee-Verlag, Oldenburg, erschienen. Das älteste Fundament des Naturschutzes ist die Naturkunde, die sich seit der Frühen Neuzeit entfaltet hat. Biologie als Hochschulstudium gab es noch nicht und so waren es Laien, die als Autodidakten die Tier- und Pflanzenwelt des Oldenburger Landes erforschten. Daraus ist das bis heute für den Naturschutz so bedeutsame ehrenamtliche Engagement entstanden.

Die heimischen Naturkundler fanden seit 1836 im Großherzoglichen Naturhistorischen Museum einen festen Ankerpunkt. Vor allem die Volksschullehrerschaft war von Beginn an bis in die 1950er Jahre die tragende Säule der Naturkunde sowie des Natur- und Heimatschutzes.

Das Buch widmet sich ausgewählten Forscherpersönlichkeiten wie Albrecht Wilhelm Roth, Friedrich Heinen oder Oswald Tiedemann. Historische Hintergründe ihres Wirkens wurden recherchiert: wie haben sich die Protagonisten organisiert? In welchen sozialen und kulturellen Verbindungen standen sie und welche Rolle spielten Museum und Schulbildung? Aktuelle Facetten der heutigen Museumsarbeit zeigen den Bedeutungswandel dieser für den Naturschutz zentralen Institution. 

Carola Becker (Hg.): Begeisterung für die Vielfalt der Natur. Naturkunde als Fundament des Naturschutzes - historische Facetten im Wirkungsfeld des Landesmuseums Natur und Mensch (Oldenburg). - mit Beiträgen von Peter-René Becker, Etta Bengen, Kirsten Preuss, Birgit Will. 2014, 290 Seiten. Verlag Isensee; 24,90 € Inhaltsverzeichnis

24.2.2015: Vortragsabend im Landesmuseum Natur und Mensch

Der dritte Vortragsabend in diesem Winterhalbjahr findet am 24. Februar statt unter dem Thema:
Planen für den Naturschutz!

Dipl.-Ing. Ingolf Faida (ehemals NLWKN, Oldenburg) wird in einem historischen Werkstattbericht die erste Phase der Landschaftsrahmenpläne in der Weser-Ems Region Revue passieren lassen. Welche Handlungsstrategien prägten damals den Naturschutz und welche Spielräume hatte er? Wie hat er sie genutzt? Den zweiten Vortrag des Abends übernimmt Dipl.-Ing. Alexander Harms (NLWKN, Hannover); er wird über die aktuellen Schwerpunkte der Landschaftsplanung in Niedersachsen referieren. Während die Bedingungen für den Naturschutz heute eher ungünstiger sind als in den 1980er Jahren, sind die Instrumentarien wesentlich vielfältiger. Ohne gutes Planen kann sich der Naturschutz angesichts wachsender Nutzungskonflikte nicht plazieren. Er muss seine eigenen Raumansprüche formulieren.

Beginn ist 19.00 Uhr im Landesmuseum Natur und Mensch (Oldenburg); der Eintritt ist frei.

2.12.2014: Vortragsabend im Landesmuseum Natur und Mensch

Zwei spannende Vorträge bietet der nächste Vortragsabend, zu dem das Netzwerk Naturschutzgeschichte herzlich einlädt: Dienstag, 2. Dezember 2014; 19.00 bis 21.30 Uhr im Landesmuseum Natur und Mensch, Oldenburg (Eintritt frei).

Unter dem Motto "Nationalparke Wattenmeer - 'Uthlande' mit internationaler Auszeichnung" greift der Naturschutzdialog ein dauerhaftes Konfliktfeld auf: zum einen soll sich die Natur in den Nationalparken ungestört entfalten können, zum anderen wird die internationale Aufmerksamkeit zum Motor des Tourismus. Dabei sind Nationalparke ohne Naturtourismus kaum denkbar.
Der Geschichte und Gegenwart dieses spannungsreichen Miteinanders widmen sich zwei Vorträge:

Prof. Dr. Hans-Peter Ziemek: 'Denn hebt wi hier de ganzen Negers un de annern Lüd' - aus der Entstehungsgeschichte des schleswig-holsteinischen Nationalparkes Wattenmeer

Peter Südbeck: Naturschutz und Tourismus - eine Gratwanderung für Nationalpark und Weltnaturerbe

13.11.2014: Arbeitskreis Naturschutzgeschichte

Das nächste Treffen des Arbeitskreises "Naturschutzgeschichte im Oldenburger Land" findet am Donnerstag, 13. November 2014 statt. Gezeigt wird ein historischer Film aus der frühen Zeit der Landschaftsplanung - den 1960er Jahren. In diesem wenig bekannten Kapitel der Naturschutzgeschichte wurden entscheidende Weichen gestellt. Der Film dokumentiert eindrucksvoll die Umweltproblematik in der jungen Bundesrepublik und erklärt anschaulich Arbeitsweise und Inhalte der Landschaftsplanung, so wie sie damals konzipiert wurde.
Vorbereitet werden außerdem die Exkursionen des kommenden Jahres.
Das Treffen beginnt um 17.00 Uhr in der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Oldenburg, Industriestr.1.
Interessierte sind herzlich willkommen!

Neue Vortragsabende im Landesmuseum Natur und Mensch

Im Winterhalbjahr 2014/15 wird das Netzwerk Naturschutzgeschichte gemeinsam mit dem Landesmuseum Natur und Mensch seine öffentliche Vortragsreihe fortführen:

Naturschutzdialog im Museum: heute und gestern

Am Dienstag, 14. Oktober (19.00 bis 21.30 Uhr), steht das Thema "Energiegewinnung und Landschaft" auf dem Programm. Prof. Dr. Hansjörg Küster (Uni Hannover) wird die Folgen historischer Energiegewinnung für die nordwestdeutschen Landschaften aufzeigen unter dem Motto "Wind, Wasser, Torf und vieles mehr". Gegenwärtig liefert die Windenergiegewinnung reichlich Konfliktstoff. In seinem Vortrag "Windenergie und Tierwelt: Konkurrenten im Luftraum?" wird Dr. Hermann Hötker vom Michael-Otto-Institut im NABU aktuelle Erkenntnisse präsentieren.

19.6.2014: Arbeitskreis Naturschutzgeschichte

Das nächste Treffen des Arbeitskreises findet statt am Donnerstag, 19. Juni 2014 (17.00 Uhr bis ca. 19.00 Uhr) in den Räumen der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Oldenburg. Vorgestellt werden die Ergebnisse einer Recherche zu den Zeitungsbeilagen des Landesvereins Heimatkunde und Heimatschutz aus den 1930er und 1940er Jahren. Außerdem sollen Überlegungen zu einem "Citizen Science-Projekt" erörtert werden. Dabei geht es um die Frage, wie historische Kartierungsdaten für den heutigen Naturschutz nutzbar gemacht werden können.
Interessierte sind herzlich willkommen und melden sich bitte bei Werner Wichmann.

Ankündigung: Exkursionen "Naturschutzgeschichte vor Ort"

Nach den drei Vortragsabenden im Landesmuseum Natur und Mensch bietet das Netzwerk Naturschutzgeschichte im Sommerhalbjahr - wie im vergangenen Jahr - wieder Exkursionen an unter dem Motto Naturschutzgeschichte vor Ort.

Die Themen "Moore: erhalten - nutzen - entwickeln" und "Der Dümmer: einzigartiger Naturraum im Kreuzfeuer der Interessen" waren Gegenstand der Museumsabende, die nun auf Exkursionen ergänzt werden.

Den Anfang macht eine Exkursion zum Dümmer am Sonntag, 27. April 2014. Die Organisation hat freundlicherweise Michael Engels (UNB Stadt Oldenburg) übernommen. Vor Ort werden Dieter Tornow und Frank Apffelstaedt die Teilnehmer begleiten. Deren Vortrag kann zur Vorbereitung nachgelesen werden.

Am Sonntag, 11. Mai 2014, ab 10.30 Uhr werden Dr. Hans-Joachim Blankenburg und Jörg Grützman (OAO) durch das Hankhauser Moor bei Rastede führen. Die Organisation erfolgt freundlicherweise durch Jörg Grützmann (OAO).

Für die dritte Exkursion wurden Plätze vorreserviert auf dem Schiff "WEGA II". Am Samstag, 6.September 2014 bietet der Mellumrat eine Tagesfahrt an, auf der auch Einblicke in die über 100-jährige Entstehungs- und Naturschutzgeschichte der Insel Mellum gegeben werden.

13.3.2014: Vortrag Franz Radziwill in der Naturschutzgeschichte

Jörg Grützmann (OAO) hält am Donnerstag, 13.3.2014 im Schloßmuseum Jever um 20.00 Uhr einen Vortrag zum Thema "Netzwerk Naturschutzgeschichte im Oldenburger Land: wie passt Franz Radziwill da hinein?". Der Abend findet im Rahmen der gemeinsamen Vortragsreihe des Schloßmuseums Jever und des Jeverländischen Altertums- und Heimatvereins statt. 

Die Landschaftsmalerei ist ein historischer Begleiter des Naturschutzes. In ihr drücken sich kulturelle Blickweisen auf Natur und Landschaft aus, auf ihre Bedeutungen, Veränderungen und Eigentümlichkeiten. Die Wohlstandswunderphase war für den Naturschutz eine prägende Epoche; Franz Radziwill hat dem schnellen Wandel der Landschaft künstlerischen Ausdruck gegeben - mit einer kritischen Sicht. Aber mehr noch: er hat sich aktiv für den Naturschutz im Künstlerdorf Dangast eingesetzt!

18.2.2014: Vortragsabend im Landesmuseum Natur und Mensch

Das Netzwerk Naturschutzgeschichte lädt herzlich ein zum 6. Vortragsabend der Reihe "Naturschutzdialog im Museum - heute und gestern" am Dienstag, 18. Februar 2014, 19.00 bis ca. 21.30 Uhr (Eintritt frei):

Der Dümmer - einzigartiger Naturraum im Kreuzfeuer der Interessen

Das Programm umfasst zwei Vorträge:

"Dümmerniederung - die Unvollendete: historische Notizen"
Referent: Dieter Tornow, Kreisbeauftragter für Naturschutz und Landschaftspflege im Landkreis Diepholz

"Sanierung und Entwicklung: Aktuelles vom Dümmer"
Referent: Frank Apffelstaedt, Naturschutzring Dümmer e.V.

Die Landschaft der Dümmerniederung ist ein ökologischer Hot-spot der Region mit zahlreichen Problemen. Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts wird er von Naturkundlern intensiv erforscht und galt als "Hochburg der Botaniker". Bereits 1961 wurden 745 ha unter Naturschutz gestellt. Intensive landwirtschaftliche Nutzungen, Erholung und Wassersport verursachen Konflikte. Im Kreuzfeuer der vielfältigen Interessen bemüht sich der Naturschutz um Gewässersanierungen und ökologische Verbesserungen seit vielen Jahrzehnten. Ein Zusammenwirken aller Kräfte ist unumgänglich - eine nicht immer einfache Daueraufgabe mit historischer Tiefe.

6.2.2014: Arbeitskreis Naturschutzgeschichte

Das nächste Treffen des Arbeitskreises findet statt am Donnerstag, 6. Februar 2014. Beginn ist 17.00 Uhr, Ende ca. 19.00 Uhr. Besprochen wird das Programm für 2014/15: die Sommerexkursionen "Naturschutzgeschichte vor Ort" und die Themen für die Vortragsreihe "Naturschutzdialog im Museum: heute und gestern" im Winter 2014/15.

Wichtig! das Treffen findet nicht in der Jade-Hochschule statt, sondern in den Räumen der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Oldenburg (Technisches Rathaus, Industriestraße).

Interessierte sind herzlich willkommen und melden sich bitte bei Birgit Will.

3.12.2013: Vortragsabend im Landesmuseum Natur und Mensch

Nachdem der Vortragsabend zum Thema "Moore: erhalten - nutzen - entwickeln?" wieder eine sehr gute Resonanz gefunden hat, findet die zweite Veranstaltung der Reihe "Naturschutzdialog im Museum: heute und gestern " statt am:

Dienstag, 3. Dezember 2013, 19.00 bis ca. 21.30 Uhr

Das Thema des Abends ist "Ehrenamt im Naturschutz - Traditionen und Aussichten". Rüdiger Wohlers, Geschäftsführer des NABU Oldenburger Land, wird einen historischen Vergleich ziehen zwischen England und Deutschland. In beiden Ländern hat der ehrenamtliche Naturschutz sehr früh, bereits zum Ende des 19. Jahrhunderts begonnen. Sehr verschiedenartige Wege des Engagements haben sich entfaltet und wirken bis in die Gegenwart fort. Heute steckt die ehrenamtliche Naturschutzarbeit oft in einer Krise: es fehlt an Zeit und Geld. Kann das historisch gewachsene Ehrenamt im deutschen Naturschutz vom englischen Nachbarn Impulse für die Zukunft gewinnen?

Wenn es um finanzielle Mittel geht, wächst die Bedeutung von Stiftungen zunehmend. Sie treten neben die Naturschutzvereine und den Staat als weitere Kraft hinzu. Oft verfügen sie über beträchtliche Vermögen. Folker von Hagen, Vorsitzender der Umweltstiftung Weser Ems, wird unter dem Titel "Ohne Moos nichts los" Arbeitsweise und Rolle von Stiftungen für Natur und Umwelt darlegen, aber auch kritisch beleuchten.

Der Eintritt für den Vortragsabend ist frei.

7.11.2013: Arbeitskreis Naturschutzgeschichte

Das nächste Treffen des Arbeitskreises Naturschutzgeschichte findet am Donnerstag, 7. November 2013 statt. Beginn ist 17.00 Uhr in der Jade-Hochschule, Oldenburg (Ofener Straße). Auf der Tagesordnung (ca.2 Stunden) steht u.a. das Thema "Landschaftsschutz - ein historisches Ziel und seine Wirkungen".

Alle Interessierten sind herzlich willkommen! Um Anmeldung wird gebeten bei Birgit Will.

29.10.2013: Vortragsabend im Landesmuseum Natur und Mensch

"Naturschutzdialog im Museum: heute und gestern"  - unter diesem Motto veranstaltet das Netzwerk Naturschutzgeschichte zum zweiten Mal gemeinsam mit dem Landesmuseum Natur und Mensch (Oldenburg) eine Reihe von Abendvorträgen. Den Auftakt macht am Dienstag, 29.10.2013 das Thema:

Moore: erhalten - nutzen - entwickeln?

Das Programm  startet um 18.00 Uhr mit einer Führung durch die Dauerausstellung "Weder See noch Land - Moor - eine verlorene Landschaft" unter der Leitung von Dr. Ulf Beichle. Ab 19.00 Uhr beginnen die Vorträge von Dr. Hans-Joachim Blankenburg (Leiter des Geologischen Dienstes Bremen) und Prof. Dr. Rainer Buchwald (Universität Oldenburg). Die Teilnahme ist kostenlos.

Für die Erhaltung von Mooren engagieren sich Naturschützer seit dem 19. Jahrhundert - mit unterschiedlichen Sichtweisen und wechselndem Erfolg. Entwässerung, Torfgewinnung und landwirtschaftliche Nutzungen bestimmen das Konfliktfeld bis heute. Denn: Moor braucht Wasser! Seit Anfang der 1980er Jahre verfolgt das Moorschutzprogramm in Niedersachsen einen Kompromiß zwischen Nutzung und Schutz. Dieser steht aktuell auf dem Prüfstand. Bestand, ökologische Bedingungen und Zielkonflikte haben sich verändert und verlangen eine Neubestimmung auch des Naturschutzes.
Ein "Zurück zur Natur" durch Wiedervernässungen ist oft problematisch.
Aber: Welche ökologische Zukunft haben entwässerte Moorflächen?

7.9.13: Exkursion "Auf den historischen Spuren des Fischadlers"

Unter dem Motto Naturschutzgeschichte vor Ort veranstaltet das Netzwerk Naturschutzgeschichte die dritte Exkursion am Samstag, 7. September 2013.

"Auf den historischen Spuren des Fischadlers" wird Jörg Grützmann (OAO) die Teilnehmer durch die vielfältigen Lebensräume der Ahlhorner Fischteiche führen und dabei ihre über 100 Jahre währende Nutzungs- und Schutzgeschichte lebendig werden lassen. Auf der Exkursion wird eine Schatztruhe geöffnet: das Archiv der OAO. Darin schlummern vogelkundliche Aufzeichnungen seit dem Jahr 1912, in denen sich die ökologischen Veränderungen dieses FFH-Gebietes widerspiegeln. Weitere Fachleute werden als Gesprächspartner zur Verfügung stehen.

Beginn ist 14.00 Uhr am Waldpädagogikzentrum.
Die Teilnahme an der etwa 3 Stunden dauernden Exkursion ist kostenlos. Weitere Informationen finden Sie in der Exkursionsbeschreibung. Interessenten können sich bereits jetzt melden bei Birgit Will unter Kontakt.

20.6.2013: Arbeitskreis Naturschutzgeschichte

Am Donnerstag, 20. Juni 2013 trifft sich der Arbeitskreis Naturschutzgeschichte von 17.00 Uhr bis ca. 19.00 Uhr in der Jade Hochschule Oldenburg, Ofenerstr. 19. Erörtert werden u.a. die neuen Vortragsabende im Landesmuseum Natur und Mensch und die Exkursionen unter dem Motto: Naturschutzgeschichte vor Ort.
Jeder, der Interesse an der Thematik hat, ist herzlich willkommen! 

1.6.2013: Exkursion Aper Tief

Die zweite Exkursion unter dem Motto Naturschutzgeschichte vor Ort  führt am Samstag, 1. Juni 2013 in das Aper Tief. Der ehemalige Naturschutzbeauftragte für den Landkreis Ammerland, Rudolf Stamer, wird gemeinsam mit weiteren Fachleuten die historische Entwicklung
dieses vom Wasser geprägten Landschaftsraumes anschaulich erklären. Treffpunkt ist um 14.00 Uhr an der Mühle Hengstforde (Apen). Die kostenfreie Exkursion endet gegen 17.30 Uhr. Informationen finden Sie in der Exkursionsbeschreibung.

7.4.2013: Exkursion Klostermark

Luftbild Blankenburger Klostermark (Stadt Oldenburg)
Luftbild Blankenburger Klostermark 1938 (Stadt Oldenburg)

Im Sommerhalbjahr startet das Netzwerk Naturschutzgeschichte mit einer neuen Veranstaltungsreihe Naturschutzgeschichte vor Ort. In mehreren Exkursionen soll die historische Entwicklung verschiedener Landschaftsräume anschaulich erklärt werden. Wodurch ist ihre Wertschätzung entstanden? Erläutert werden die Bemühungen, Erfolge und Mißerfolge des Natur- und Landschaftsschutzes und die aktuellen Herausforderungen.  

Am Sonntag, den 07. April 2013, beginnt Michael Engels (Untere Naturschutzbehörde Stadt Oldenburg) mit einer Fahrrad-Exkursion in die Blankenburger Klostermark. Beginn ist 10.00 Uhr; Ende ca. 12.30 Uhr. Die Teilnahme ist kostenlos.
Ausführliche Informationen finden Sie in der Exkursionsbeschreibung.

5.3.2013: Vortragsabend im Landesmuseum Natur und Mensch

Am Dienstag, 5. März 2013, findet von 19.30 bis ca. 22.00 Uhr der dritte Vortragsabend in der Reihe Naturschutzdialog im Museum - heute und gestern statt. Er steht unter dem Thema:

Industrialisierung der nordwestdeutschen Landschaft? - Herausforderungen für den Naturschutz

Windenergie- und Biogasanlagen, Massentierhaltungen, Sandabbau, Straßen oder Deponien verändern die Kulturlandschaften in großer Geschwindigkeit. Es entstehen 'verlorene Landschaften'. Hat die Raum- und Landschaftsplanung hier versagt? Welche Möglichkeiten gibt es, neue Landschaften wieder aufzubauen und gewachsene Kulturräume zu bewahren? Diesen Fragen soll nachgegangen werden.

Die Referenten haben Ihre Vorträge veröffentlicht.

In der Vortragsreihe greift das Netzwerk aktuelle Themen des Naturschutzes auf und beleuchtet sie in einer historischen Rückschau. Aus dem Vergleich ergeben sich Denkanstöße zur Weiterentwicklung der gegenwärtigen Naturschutzarbeit. Denn die heutigen Herausforderungen stellen auch die Naturschützerinnen und Naturschützer vor die schwierige Aufgabe, ihre Ziele und Mittel zu überprüfen und Strategien neu zu justieren.
Getragen wird die Vortragsreihe von drei Mitgliedern des Netzwerkes Naturschutzgeschichte: Landesmuseum Natur und Mensch, Jade Hochschule und Stadt Oldenburg (Untere Naturschutzbehörde).        
Programm 

17.1.2013: Arbeitskreis Naturschutzgeschichte Oldenburger Land

Am Donnerstag, 17. Januar 2013, trifft sich der Arbeitskreis Naturschutzgeschichte in den Räumen der Jade Hochschule, Ofenerstraße 16 in Oldenburg. Die Gruppe tagt regelmäßig und erörtert inhaltliche Fragen und Projekte zur regionalen Naturschutzgeschichte. Beginn ist 17.00 Uhr.

Zum Kennenlernen oder Mitmachen: Interessierte sind herzlich willkommen!

11.12.2012: Vortragsabend im Landesmuseum Natur und Mensch

Nachdem der erste Votragsabend der Reihe Naturschutzdialog im Museum: heute und gestern erfolgreich angenommen wurde, findet der zweite Abend am Dienstag, 11. Dezember 2012 wiederum im Landesmuseum Natur und Mensch in Oldenburg statt. Beginn ist 19.30 Uhr.

Der Abend steht unter dem Thema:

Stadtentwicklung und Naturschutz - ein ungleiches Paar?

Die Stadt Oldenburg unterliegt im großen Unterschied zu vielen anderen Regionen einer deutlichen Bevölkerungszunahme. Die Verantwortlichen versuchen, die Wachstumsprozesse so zu steuern, daß die hohe Lebensqualität der Stadt bewahrt wird. Dazu gehört der Charakter als "Garten-Großstadt". Dem Freiraumverbrauch aber auch der Innenverdichtung sind somit Grenzen gesetzt. Naturschutz und Stadtentwicklung geraten erneut in ein Spannungsfeld, das einen historischen Vorläufer hat. So wurden in den 1970er Jahren wachstumsorientierte Konzepte einer Stadtentwicklung formuliert, die auf zum Teil heftigen Protest aus der Bevölkerung stießen. Inwieweit heutige Planungsprozesse und Werthaltungen ein besseres Fundament für ein Miteinander bieten, soll an diesem Abend hinterfragt werden.
Programm

30.10.2012: Vortragsabend im Landesmuseum Natur und Mensch

Am Dienstag, 30. Oktober 2012, findet im Landesmuseum Natur und Mensch der erste Abend einer neuen Vortragsreihe statt. Unter dem Titel Naturschutzdialog im Museum: heute und gestern organisieren die Netzwerk-Partner Jade Hochschule, Landesmuseum Natur und Mensch sowie Stadt Oldenburg (UNB) diese Veranstaltung. Beginn ist 19.30 Uhr; der Eintritt ist frei.

Der erste Vortragsabend steht unter dem Thema:

Mobilität - alte Streitpunkte für den Natur- und Umweltschutz im neuen Format? 

Anders als in den 1970er Jahren stehen heute leistungsfähige Instrumentarien zur Verfügung, um auf allen Planungsebenen Interessenkonflikte zu bewältigen. Warum entzünden sich trotzdem teilweise sehr heftige Proteste gegen aktuelle Verkehrsprojekte im Oldenburger Land? Dieser Frage soll nachgegangen werden. Ausgehend von aktuellen Streitpunkten soll hinterfragt werden, welche umweltbezogenen Möglichkeiten seit den 1970er Jahren aufgebaut wurden, um Ziele des Natur- und Umweltschutzes in die Entscheidungsprozesse zu integrieren. Es soll darüber diskutiert werden, ob diese Formen der Mitgestaltung heute nicht ausreichen oder ob ihr Einsatz unvollständig ist.
Programm