Natur und Landschaft

Natur - Landschaft - Umwelt: diese drei Begriffe bestimmen den Sprachgebrauch, wenn es um die nachhaltige Bewahrung der natürlichen Lebensgrundlagen geht. Der Naturschutz befaßt sich vor allem mit Arten, Lebensgemeinschaften und ihren Lebensräumen als Teile einer Landschaft. Die Landschaftsentwicklung berücksichtigt darüber hinaus, daß Kulturlandschaften immer auch genutzt werden. Sie sind im historischen Wechselspiel zwischen den naturräumlichen Verhältnissen, den Nutzungen und den gesellschaftlichen Vorstellungen zum Landschaftsbild entstanden. Der Umweltschutz stellt im allgemeinen Verständnis noch stärker den Menschen in den Mittelpunkt sowie die technischen Möglichkeiten, eine menschenwürdige Umwelt zu sichern. Die drei Handlungsfelder sind nicht konfliktfrei.

Naturschutz bezieht sich immer auf eine Landschaft. Im Sinne der Europäischen Landschaftskonvention ist damit nicht nur der bauliche Außenbereich gemeint. Es gibt auch Stadt- oder Industrielandschaften. Wir nehmen eine Gegend ganzheitlich als Landschaft wahr, es entsteht ein Bild im Kopf. Als Folge sich ändernder Nutzungsweisen wandelt sich auch das Erscheinungsbild einer Landschaft. Ökologische Lebensräume und das Artenspektrum verändern sich ebenso. Dabei unterliegt dieser historische Prozeß auch einer natürlichen Dynamik. Natur und damit die Landschaft sind niemals statisch.

Für den Naturschutz sind drei Themenfelder wichtig: die Erfassung und Kartierung, der Schutz wertvoller Bereiche und die Entwicklung der Landschaft im Zuge des Nutzungswandels. Das Ziel ist, bestimmte ökologische und ästhetische Qualitäten zu bewahren.

Auf dieser Seite finden Sie Informationen zur historischen Entwicklung dieser drei Themenfelder.