Ornithologische Arbeitsgemeinschaft Oldenburg

Die "Ornithologische Arbeitsgemeinschaft Oldenburg" (OAO) ist ein Zusammenschluß ehrenamtlich aktiver Feldornithologen im Oldenburger Land. Sie ist die Nachfolgeorganisation der 1922 gegründeten "Ornithologischen Gesellschaft Oldenburg" und ist damit eine der ältesten naturkundlichen Vereinigungen, die zu einem bedeutenden Träger der Naturschutzbewegung in der Region wurde. Karl Sartorius, einer der großen Protagonisten des ausgehenden 19. Jahrhunderts, gilt als Gründungsvater. Die lange Traditionslinie der heutigen OAO ist geprägt von Persönlichkeiten, die mit ihrem Wirken für die Vogelkunde und den Naturschutz deutliche Spuren hinterlassen haben: Hermann Havekost, Hans Rudolph Henneberg oder Helmut Foken.

Jörg Grützmann hat die vielgestaltige Geschichte der OAO in einer Übersicht veranschaulicht.

Ein auffallendes Merkmal der OAO ist ihre verzweigte Integration in andere Verbände und Institutionen. So ist sie heute eine Fachgruppe des NABU (Bezirksgruppe Oldenburger Land e.V.) und ebenso der Oldenburgischen Landschaft; zugleich wirkt die OAO als Fachabteilung im Oldenburger Landesverein für Geschichte, Natur- und Heimatkunde e.V. 

Die Geschichte der OAO bietet mit vielen offenen Fragen ein reichhaltiges und lohnenswertes Forschungsfeld. Aus welchen gesellschaftlichen Milieus stammten die ersten Vogelkundler und woraus entsprang ihre Begeisterung für die Vogelwelt? Welche Verzahnungen bestanden mit dem naturkundlichen Zentrum Oldenburgs, dem Großherzoglichen Naturhistorischen Museum?  Oder: Wie entwickelte sich aus Beobachtung und Erfassung allmählich das Eintreten für einen Schutz der Natur? Wertvolle Dokumente wie der umfangreiche Briefwechsel oder die Protokollbücher, aber auch weiteres historisches Material bieten eine gute Quellenlage für vertiefende Forschungen zur Geschichte der OAO