Michaelsen, Karl

Karl Michaelsen (1892-1978) war Studienrat und Dozent für Biologie, bevor er 1933 die Aufgabe des Direktors im Staatlichen Naturhistorischen Museum übernahm. Sein großes Interesse galt der Vorgeschichte; seine Aufmerksamkeit widmete Michaelsen vor allem den Großsteingräbern und der Wiederherstellung eines zerstörten Grabes in Kleinenkneten, welches lange Zeit als Lehrobjekt diente. Michaelsen verfasste zahlreiche Schriften zu seinen Forschungen über die Megalithkultur, die ihn weit außerhalb des Oldenburger Landes bekannt machten. In Kriegsgefangenschaft geraten kehrte Michaelsen erst 1948 in seine Heimat zurück und wandte sich - da sein Posten als Museumsdirektor zwischenzeitlich neu besetzt worden war - bis zu seiner Pensionierung wieder der Arbeit als Lehrer zu. 1962 wurde ihm vom Oldenburger Landesverein die Ehrenmitgliedschaft verliehen.

Wilhelm Dursthoff hat im Jahr 1979 das Wirken des Karl Michaelsen in einem Nachruf gewürdigt, veröffentlicht im Oldenburger Jahrbuch, Bd. 78/79 (1979), S. 502-503.

Publikationen im Oldenburger Jahrbuch:

Karl Michaelsen: Ein Hausfund aus der Chaukenzeit in Rastede.
in: Oldenburger Jahrbuch Bd. 39 (1936), S. 75-93
Karl Michaelsen: Ein altbronzezeitlicher Grabhügel in Mollberg bei Wiefelstede.
in: Oldenburger Jahrbuch Bd. 40 (1936), S. 173-183
Karl Michaelsen: Ein Einzelgrab mit Tiefstichkeramik bei Steinkimmen.
in: Oldenburger Jahrbuch Bd. 40 (1936), S. 165-172
Karl Michaelsen: Die Ausgrabungen der beiden Hünenbetten von Kleinenkneten in Oldenburg 1934-39.
in: Oldenburger Jahrbuch Bd. 75/76 (1978), S. 215-249

(Lara Wilms: Zusammenfassung und Auswertung von Biographien zu Persönlichkeiten des Naturschutzes im Oldenburger Jahrbuch. Erarbeitet im Rahmen des Projektes „ServiceLearning“ der Universität Oldenburg, der Agentur:ehrensache und der Oldenburgischen Bürgerstiftung in Kooperation mit der UNB der Stadt Oldenburg. Mit freundlicher Genehmigung des Vorstandes des Oldenburger Landesvereins für Geschichte, Natur- und Heimatkunde e.V.; August 2013