Schütte, Heinrich

Dr. h.c. Heinrich Schütte (1863-1939) gilt als einer der wichtigsten Pioniere der Heimatpflege, der naturkundlichen Küstenforschung und des Naturschutzes. Als Lehrer an zahlreichen Schulen machte er es sich zur Aufgabe, den Schülern ein Gefühl für Heimat und Natur zu vermitteln. Die Arbeit Schüttes bezog sich auf ein breites Spektrum an Forschungsgebieten, von der Erforschung der Marschenlandschaft, der Erkundung der Tierwelt und Pflanzen in den Watten, bis hin zur allgemeinen Landes-, Vor- und Frühgeschichte. Besonders einflussreich und stark diskutiert waren Schüttes Forschungen zur Küstensenkung. 1891 gründete Schütte den Bezirksverein Brake des Deutschen Lehrervereins für Naturkunde und wurde im Jahre 1895 Vorsitzender des neugegründeten Landesvereins für Naturkunde für Oldenburg-Friesland. Zu verdanken ist Schütte außerdem die Sicherung der Insel Mellum als Naturschutzgebiet.

Fritz Diekmann hat im Jahr 1963 das Werk des Heinrich Schütte in einer Ansprache zu seinem 100. Geburtstag gewürdigt, die im Oldenburger Jahrbuch 1964, S. 115-119 veröffentlicht wurde.

Publikationen im Oldenburger Jahrbuch:
Heinrich Schütte: Der Küstenkanal im Betrieb und Ausbau seit 1935.
in: Oldenburger Jahrbuch Bd. 55 (1955), S. 57-82
Heinrich Schütte: Der geologische Aufbau des Jever- und Harlingerlandes und die erste Marschbesiedelung.
in: Oldenburger Jahrbuch Bd. 37 (1934), S. 121-159
Heinrich Schütte, D. Siemers und R. Birth: Das Steinhaus „Dankstede“. Ein Versuch zur Klärung einer küstengeschichtlichen Frage. in: Oldenburger Jahrbuch Bd. 40 (1936), S. 184-203
Heinrich Schütte und Otto Rink: Warfen über einer Flachsiedlung in Golzwarderwurp. Ein Beitrag zur Geologie der Wesermarsch und zur Stammeskunde der Chauken. in: Oldenburger Jahrbuch Bd. 38 (1935), S. 141-179

(Lara Wilms: Zusammenfassung und Auswertung von Biographien zu Persönlichkeiten des Naturschutzes im Oldenburger Jahrbuch. Erarbeitet im Rahmen des Projektes „ServiceLearning“ der Universität Oldenburg, der Agentur:ehrensache und der Oldenburgischen Bürgerstiftung in Kooperation mit der UNB der Stadt Oldenburg. Mit freundlicher Genehmigung des Vorstandes des Oldenburger Landesvereins für Geschichte, Natur- und Heimatkunde e.V.; August 2013)