Netzwerk Naturschutzgeschichte Oldenburger Land

Terminplanung 2016 bis 2017

Nach der aktuellen Station in Westerstede wird die Wanderausstellung zurückkehren nach Oldenburg.

Hier wird sie präsentiert im Niedersächsischen Staatsarchiv / Standort Oldenburg (Damm 43):
26. August bis 11. November 2016.

Ihren Abschluß wird die Ausstellung finden im Jubiläumsjahr von Wilhelm Meyer (1867-1953). Der 150. Geburtstag dieser wegweisenden Persönlichkeit soll gemeinsam mit dem Botanischen Garten der Universität Oldenburg würdig begangen werden. Dort wird die Ausstellung zu sehen sein:
1. Juni 2017 bis 30. September 2017.

Wilhelm Meyer hat ab dem Jahr 1903 den heutigen Botanischen Garten aufgebaut, der bereits 1882 als Lehr- und Übungsgarten am Oldenburger Lehrerseminar eingerichtet worden war. Meyer war Motor und Organisator der Botanischen Landeskartierung Oldenburg, die vor allem von Seminaristen - also den Volksschullehrern - getragen wurde. Ihre Erfassungsergebnisse sagen uns heute, welche Pflanzenvielfalt vor mehr als 100 Jahren in der Region herrschte. Die Daten sind deshalb eingeflossen in die aktuelle "Deutschlandflora".

Zur Zeit wird ein Programm zum Jubiläumsjahr Wilhelm Meyer erarbeitet mit ergänzenden Ausstellungen, Vorträgen und Führungen.

23.5. bis 24.8.2016: Wanderausstellung in Westerstede

Bürgermeister Klaus Groß hat am Mittwoch, 25. Mai, um 16.00 Uhr im Rathaus Westerstede die Wanderausstellung "Begeisterung für die Vielfalt der Natur" an ihrer neuen Station eröffnet. Westerstede ist der siebte Ausstellungsort.

Herausragende Persönlichkeit aus dem Ammerland war der international rennomierte Flechtenforscher und Heimatschützer Dr. Heinrich Sandstede (1859-1951) aus Bad Zwischenahn. Aber auch viele engagierte Volksschullehrer, die in den Dörfern Menschen an die Natur herangeführt haben, waren im Ammerland beheimatet. So steht der frühere Schulgarten in Westerstede-Hössen, aufgebaut von Rudolf Stamer sen. (1891-1968), exemplarisch für diese Leistungen der Dorflehrer.

Wie an allen Standorten wird ein vielfältiges Begleitprogramm angeboten, zusammengestellt von der Stadt Westerstede. Die Ausstellung kann besucht werden: montags bis donnerstags von 8.00 bis 17.00 Uhr und freitags von 8.00 bis 12.00 Uhr im Rathaus Westerstede, Am Markt 2, 26655 Westerstede

März bis Mai 2016: neuer Ausstellungsort Elisabethfehn

Das Moor- und Fehnmuseum in Elisabethfehn (Oldenburger Str. 1) wird ab Mitte März die nächste Station für die Wanderausstellung "Begeisterung für die Vielfalt der Natur" sein. Die Eröffnung findet statt am Donnerstag, 17. März. Moore gehörten zu den ganz besonderen und für die Region typischen Lebensräumen, mit denen sich die Naturkundler und Naturschützer der ersten Stunde beschäftigten. 

Während die Kulturlandschaften schon damals, Ende des 19. Jahrhunderts, durchweg zum Teil sogar intensiv genutzt wurden, fanden die Naturfreunde in den Mooren ein Stück "echte" Natur, die von Menschenhand oftmals noch gar nicht verändert worden war. 

Eine einmalige Tier- und Pflanzenwelt, die faszinierende Weite der Moorlandschaften, ihre Ruhe und Abgeschiedenheit zogen die Naturschützer magisch an. Aus wertlosem, ja gefährlichem Land wurden seit dem Ende des 19. Jahrhunderts nicht nur Torfabbau- und Landwirtschaftsflächen, sondern zugleich auch wertgeschätzte Naturräume.

In welchen kulturellen und naturwissenschaftlichen Zusammenhängen diese Entdeckung und Umdeutung steht, zeigt die Ausstellung.
Sie kann bis Ende Mai in Elisabethfehn besucht werden:
Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen 10.00-18.00 Uhr

(Die Abbildung zeigt das Titelblatt eines Albums von J. Duis "Aus Moor und Heide" (1917; Nachdruck Landesmuseum Natur und Mensch).  Das Album entstand im Zuge der Arbeiten des "Moorausschusses", der 1910 im Landesverein für Naturkunde unter der Leitung von Karl Härtel (1855-1937) gebildet wurde. Der Ausschuss erstellte auch ein Moorherbar für das Naturhistorische Museum in Oldenburg.)

21.10.2015 bis 29.1.2016: Wanderausstellung im Kreishaus Brake

Die Wanderausstellung "Begeisterung für die Vielfalt der Natur" macht ab Mittwoch, 21. Oktober 2015, Station im Kreishaus in Brake (Poggenburger Straße 15). Wie an den anderen Standorten wird ein sehr vielseitiges Begleitprogramm angeboten, aufgestellt von der Unteren Naturschutzbehörde in Kooperation mit Naturschutzorganisationen.

Die Eröffnung übernahm der stellvertetende Landrat des Kreises Wesermarsch, Hans-Dieter Kohlmann. Er stellte heraus, dass die Wesermarsch letztlich eine vom Menschen geschaffene Landschaft ist - denn ohne Deichschutz würden die Gezeitenströme weit ins Landesinnere hineinfluten. Sowohl die Landnutzungen als auch die Natur seien aber dynamisch, es müsse immer wieder auf Veränderungen in der Natur reagiert werden, auch um den heutigen Zielen des Naturschutzes gerecht zu werden. Dafür sei es sehr wertvoll zu wissen, welche Tier- und Pflanzenarten vor 100 oder 200 Jahren hier vorkamen.

Besonders spannend ist es, so Kohlmann, die Pioniere der naturkundlichen Forschungen hier in der Ausstellung kennenzulernen und eigene Verbindungen zu ihnen zu entdecken. Prof. Carola Becker gab einige Erläuterungen zur Ausstellung und der Regionalstudie, die den 20 biografischen Porträts zugrunde liegt. Sie hob die alte Tradition der botanischen Landeserfassung hervor, bei der Bürger der Wesermarsch eine wesentliche Rolle spielten, wie der Pastor Johann Trentepohl (1748-1806) oder der Volksschullehrer Friedrich Heinen (1877-1950). Umrahmt wurde die kleine Eröffnungsfeier vom Querflötenensemble der Musikschule Wesermarsch unter der Leitung von Frau Elisabeth Lewin.

Bis zum 29. Januar 2016 kann die historische Zeitreise durch die regionale Naturschutzgeschichte besucht werden zu den üblichen Öffnungszeiten des Kreishauses:
Mo - Fr: 8.30 bis 12.00 Uhr und Mo - Do: 14.00 bis 15.30 Uhr