Qualifikation

Der Studiengang Bauinformationstechnologie hat die Pflicht einen gesellschaftlichen Beitrag zu leisten. Zukünftige Arbeitnehmer sind bestmöglich auf den Arbeitsmarkt vorzubereiten. Die Ausbildung der Absolventinnen und Absolventen ist an die Anforderungen der Wirtschaft angepasst, welche sich derzeit im Strukturwandel befindet.

Die Digitalisierung, gefördert durch die Initiative Industrie 4.0, treibt die intelligente Vernetzung von Maschinen und Abläufen in der Industrie mit Hilfe von Informations- und Kommunikationstechnologien an. Spürbar in der Baubranche gewinnen Informationstechnologien an Bedeutung und etablieren sich als Erfolgsfaktor.

Das höchste, jedoch allgemein gehaltene Qualifikationsziel ist es somit Absolventinnen und Absolventen auszubilden, die im Bereich der Informationstechnologie zukünftig einen Mehrwert in der Baubranche darstellen. Hierunter zählen zukünftig Tätigkeiten, die mit der Gewinnung, Speicherung, Verarbeitung von Informationen zu tun haben. Weitere Qualifikationsziele sind der baubranchenspezifische Umgang wie beispielsweise mit

  • Baukalkulationen,
  • Projektmanagementsoftware,
  • Enterprise Resource Planning-Systemen (ERP-Systemen) und
  • systemübergreifenden Datenbanken.

 

Die Studieninhalte bauen auf der Ebene der Hochschulzugangsberechtigung auf und gehen über diese wesentlich hinaus. Durch die allgemeinen Grundlagen im Studiengang wird eine Befähigung geschaffen, die für den weiteren Studienverlauf dienlich ist und das wissenschaftliche Arbeiten sowie Verständnis fördert.

Orientiert an auftragnehmer- und auftraggeberseitige Projekt- und Unternehmensprozessen bauen die Absolventinnen und Absolventen ein breites und integriertes Wissen auf. Fundierte Kenntnisse der Informatik sind für die Handhabung der im Bauprozess anfallenden Informationen Voraussetzung für den Studiengang.

Die Absolventinnen und Absolventen verfügen über ein kritisches Verständnis wichtigster Theorien, Prinzipien und Methoden ihres Studienganges und sind in der Lage auch über ihre Disziplin hinaus diese zu vertiefen.

Der Integrationsbereich verknüpft die Bereiche Informatik und Bauwirtschaft. Das Wissen und Verständnis der Absolventinnen und Absolventen geht über den Stand der Fachliteratur hinaus und impliziert die Forschung der Lerngebiete. Zudem umfassen die wirtschaftswissenschaftlichen Themen alle Bereiche, wie z.B.

  • Baubetriebswirtschaft,
  • ERP und
  • IT-Infrastruktur/-Konzepte.

Die Absolventinnen und Absolventen können situationsbezogen reflektieren und die erkenntnistheoretisch begründete Richtigkeit fachlicher und praxisrelevanter Aussagen treffen. Diese werden in Bezug zum komplexen Kontext gesehen und kritisch gegeneinander abgewogen. Problemstellungen werden vor dem Hintergrund möglicher Zusammenhänge mit fachlicher Plausibilität gelöst.

Der Sinn und Zweck des Studiengangs ist es, die heutigen Möglichkeiten der Informations- und Kommunikationstechnologie auszuschöpfen sowie sämtliche Prozesse entlang der Wertschöpfungskette bei der Digitalisierung zu berücksichtigen. Als Beispiel für die Digitalisierung in der Baubranche wird immer wieder BIM angeführt, weil es das Bauwerk optisch verkörpert und so den digitalen Zwilling abbildet.

Ziel ist es aber, alle dahinterliegenden Daten des Systems sowie Maschinen, Anlagen und die Projektbeteiligten (u.a. die verschiedenen Gewerke) intelligent miteinander zu vernetzen und zu automatisieren. Nur so lassen sich bereichsübergreifend Prozesse entlang der Wertschöpfungskette optimieren - mit dem Ergebnis einer gesteigerten Produktivität.