Absolvent Geodäsie & Geoinformatik: Ganen Sethupathy, M.Sc.

Name: Ganen Sethupathy
Arbeitsstelle: Atos S.A.
Tätigkeitsbezeichnung: IT-Projektleiter

1. Wo arbeiten Sie und was ist Ihre Aufgabe?

Ich arbeite bei dem internationalen IT-Beratungskonzern Atos S.A. und leite IT Projekte mit GIS-Bezug. In meinen Teams übernehme ich die fachliche Leitung für 10 - 15 Leute, welche sich aus unterschiedlichen Standorten und Subunternehmen zusammensetzen. In der Regel trage ich die Verantwortung für Projekt-Budgets zwischen 1.5 – 2.5 Mio. Euro.  Ich stelle sicher, dass ein IT-Projekt in Time, in Quality, in Budget  und in Scope erfolgreich umgesetzt wird. Zusätzlich unterstütze ich den Vertrieb bei der Akquise neuer Projekte, in der Rolle als Bid-Manager.

2. Was macht Ihnen an Ihrem Job besonders Spaß?

Ich liebe meine Arbeit als Projektleiter sehr. Ich arbeite gerne mit unterschiedlichen Menschen zusammen und suche immer nach neuen Herausforderungen, zusätzlich kann ich die Organisation und Verantwortung für komplexe Themen übernehmen. Der direkte Kundenkontakt und zugleich auch die Abstimmung mit dem oberen Management sind für mich enorm spannend.  Das Projektgeschäft kann jedoch auch hart und anstrengend sein, aber die Verantwortung für ein komplexes Thema anzunehmen und diese Herausforderung gemeinsam in einem Team zu meistern ist für mich sowohl persönlich als auch fachlich eine sehr bereichernde Erfahrung.

3. Wie schnell  haben Sie nach dem Studium einen Job gefunden?

Ich habe bereits ein halbes Jahr vor meinem Studienabschluss das passende Jobangebot erhalten.

4. Wie sind Sie zu Ihrem Job gekommen und was hat Ihnen dabei besonders geholfen?

Ich habe mich auf eine Online-Stellenanzeige als IT-Berater beworben. Im Verlauf habe ich mich intern noch erfolgreich für ein Senior-Projekt-Manager-Programm und ein internationales Talentprogramm qualifiziert. In sämtlichen Bewerbungs- und Auswahlprozessen hat es mir stets geholfen, mich im Vorfeld gut vorzubereiten, dennoch flexibel auf neue Gegebenheiten zu reagieren und meine Ziele nicht aus den Augen zu verlieren. Ich denke, dass man nach Möglichkeit immer reflektieren sollte, wo man grade steht und was man noch erreichen möchte. Sei es noch im Studium oder bereits mitten im Berufsleben.

5. Welche Kompetenzbereiche aus Ihrem Studium waren rückblickend für Sie sehr wichtig?

Neben der allgemeinen fachlichen Kompetenz, die man während des Studiums erwirbt, konnte ich insbesondere meine soziale und kommunikative Kompetenz ausbauen. Durch die geringe Kursgröße, war man daran gewöhnt, sich stets intensiv mit den Kommilitonen und Professoren auszutauschen.

6. Inwieweit hat Sie das Studium auf Ihre heutige Tätigkeit vorbereitet?

Besonders die GIS-spezifischen Module sowie Aspekte der theoretischen und praktischen Informatik finden sich in meinem Arbeitsalltag immer wieder, natürlich musste ich mich hier weiter spezifizieren. Einige Bereiche, wie beispielsweise kaufmännische Grundlagen, haben ich erst im Beruf erlernt. Das Studium hat es mir ermöglicht, auch sehr komplexe Themenbereiche effektiv aufzubereiten und zu verstehen. Ich habe früh gelernt, mich und meine Lernstrategien zu reflektieren und zu verbessern. In meinem jetzigen Tätigkeitsfeld haben sich insbesondere die diversen Projekt- und Gruppenarbeiten mit direktem fachlichen Bezug ausgezahlt. Auch die kommunikativen und rhetorischen Aspekte, die man sich im Rahmen verschiedenster Arbeiten und Präsentationen aneignen konnte, stellten sich als gute Basis für das kommende Berufsleben dar.

7. Welche Tipps haben Sie für Studierende?

Als Student sollte man keine Angst vor dem zukünftigen Berufsleben haben. Es wird überall nur mit „Wasser gekocht“. Jedoch ist es sehr sinnvoll, während des Studiums bereits Berufserfahrung in den gewünschten Bereichen zu sammeln. Die Kontakte der Hochschule in der freien Wirtschaft sind für Studierende natürlich ein großer Vorteil, sei es im Rahmen von Abschlussarbeiten oder auf dem Weg in den Beruf. So hat die Hochschule ein großes Netzwerk, welches beispielsweise durch Absolventenforen gepflegt wird. Auch für mich sind solche Treffen, wenn es der Zeitplan es zulässt, eine große Bereicherung und Möglichkeit zum Austausch. Bei allem „Studienstress“ sollte man aber auch nicht vergessen, die Studienzeit in Oldenburg zu genießen.

8. Was hat Ihnen besonders gut an Ihrem Studium an der Jade Hochschule in Oldenburg gefallen?

Wenn ich rückblickend an meine Studienzeit denke, fällt mir als erstes die schöne Studentenstadt Oldenburg ein. Hier habe ich immer gerne mit meinen Mitmenschen gelebt. Und das ist auch schon der nächste Aspekt; meine Kommilitonen und Professoren. Mir hat die familiäre Atmosphäre an der Hochschule sehr gefallen und ich habe immer noch guten Kontakt zu meinen früheren Studienkameraden, auch meine Professoren habe ich stets als meine Förderer gesehen, die mir immer (noch) mit Rat und Tat zur Seite stehen.