Drost, Rudolf

Rudolf Drost (1892-1971) interessierte sich Zeit seines Lebens vor allem für die Ornithologie und engagierte sich für den Vogelschutz. So übernahm er ab 1924 die Aufgaben des Kustos für Vogelforschung an der biologischen Anstalt auf Helgoland und wurde 1926 schließlich zum Leiter der Vogelwarte ernannt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Vogelwarte im Jahr 1947 als Zentralstelle für Seevogelschutz neu errichtet und die Leitung wurde wiederum Rudolf Drost übertragen. Ab 1959 war er außerdem Leiter der Deutschen Sektion des Internationalen Rats für Vogelschutz, dessen Ziel es war, den Vogelschutz vor allem durch die Beeinflussung durch Gesetze voran zu bringen. Bekannt geworden ist Drost auch als einer der Ersten, die sich für die Beseitigung der Ölpest an den Küsten einsetzte.

Richard Tantzen hat im Jahr 1971 das Werk des Rudolf Drost in einem Nachruf gewürdigt, veröffentlicht im Oldenburger Jahrbuch 1962, S. 1-5.

(Lara Wilms: Zusammenfassung und Auswertung von Biographien zu Persönlichkeiten des Naturschutzes im Oldenburger Jahrbuch. Erarbeitet im Rahmen des Projektes „ServiceLearning“ der Universität Oldenburg, der Agentur:ehrensache und der Oldenburgischen Bürgerstiftung in Kooperation mit der UNB der Stadt Oldenburg. Mit freundlicher Genehmigung des Vorstandes des Oldenburger Landesvereins für Geschichte, Natur- und Heimatkunde e.V.; August 2013)