Nitzschke, Hans

Dr. Hans Nitzschke (1890-1975), Oberstudienrat, war Zeit seines Lebens engagiert auf den Gebieten der Heimatkunde und Biologie tätig. In engem persönlichem Kontakt arbeitete er auch mit Dr. h.c. Schütte und Dr. h.c. Krüger zusammen. Die Schriften Nitzschkes, die sich vor allem auf die Moore, Marschen und Wälder Nordwestdeutschlands beziehen, haben noch viele Jahre nach seinem Tod ihre Gültigkeit behalten. Seine Passion galt dem Neuenburger Urwald. 1923 gründete Nitzschke den Verein für Heimat-, Natur- und Vogelschutz Wilhelmshaven-Rüstringen e.V. und war außerdem engagiertes Mitglied im Mellum- und im Marschenrat. Ein besonderes Ziel seiner Arbeit war es, die Gedanken rund um den Naturschutz an die Öffentlichkeit zu tragen. Er wollte die Schutzgebiete zugänglich machen. Bereits 1927 fertigte er das erste Lichtbildmaterial der Vogel- und Pflanzenwelt Mellums an. Mit dieser Zielsetzung errichtete Nitzschke außerdem 1934 die Stadtbildstelle in Wilhelmshaven.

Wilhelm Dursthoff hat im Jahr 1975 das Wirken des Dr. Hans Nitzschke in einem Nachruf gewürdigt.

(Lara Wilms: Zusammenfassung und Auswertung von Biographien zu Persönlichkeiten des Naturschutzes im Oldenburger Jahrbuch. Erarbeitet im Rahmen des Projektes „ServiceLearning“ der Universität Oldenburg, der Agentur:ehrensache und der Oldenburgischen Bürgerstiftung in Kooperation mit der UNB der Stadt Oldenburg. Mit freundlicher Genehmigung des Vorstandes des Oldenburger Landesvereins für Geschichte, Natur- und Heimatkunde e.V.; August 2013)