Inhalte und Ablauf Studiengang Medizintechnik

Zu den Inhalten der Module im Bachelor Studiengang Medizintechnik

Grundlagenstudium – 1. bis 3. Semester
Im Studiengang Medizintechnik werden zunächst mechatronische Grundkenntnisse vermittelt. In den ersten drei Semestern werden in drei Modulen die „mathematischen“ Grundlagen“ gelegt. Allgemeine Kennnisse der Physik werden in „Technische Physik“ vermittelt. Mechanische Kenntnisse vermitteln die Module „Mechanik 1“ und die über drei Semester laufenden Module „Werkstoffe, Konstruktion und Fertigung“. Die elektrotechnischen Anteile werden in den Modulen „Elektrotechnik 1“ und „Elektrotechnik 2“ gelehrt. Informatikkenntnisse werden in den Veranstaltungen „Grundlagen der Informatik“ und „Hochsprachenprogrammierung“ beigebracht. Ein „nichttechnisches Wahlpflichtmodul“ bietet Veranstaltungen aus dem Bereich Recht, Sprachen o.ä.

Diese bisher genannten Module sind für die drei Studiengänge Mechatronik, Medizintechnik und Meerestechnik identisch.
Für den Studiengang Medizintechnik kommen noch die drei studiengangsspezifischen Module “Anatomie und Physiologie“, „Medizinische Geräte 1“ und „Medizinische Geräte 2“ hinzu.
Wurden alle obigen Module erfolgreich abgeschlossen, hat man die Bachelor-Vorprüfung bestanden.

WICHTIGER HINWEIS:
Da die Module in den ersten drei Semestern in den Studiengängen „Mechatronik“, „Medizintechnik“ und „Meerestechnik“ bis auf die jeweils drei studiengangsspezifischen Module identisch sind, kann bis einschließlich dem dritten Semester der Studiengang durch einen Antrag an die Prüfungskommission mit nur wenig Zeitverlust (drei Module) gewechselt werden.

Vertiefungsstudium – 4. bis 8. Semester
Das 4. Semester setzt sich aus sechs Modulen zusammen, die eine Vertiefung in der Medizintechnik beginnen. Dazu gehören die „Mechanik 2“, die „Messtechnik und Sensorik“, „Embedded Systems“, „Mikrobiologie und Hygiene“ und die „Medizinische Mikrotechnik“.
Im 4. und 6. und 7. Semester hat die/der Studierende die Möglichkeit Wahlpflichtmodule im Umfang von insgesamt 30 ECTS zu wählen. Im 4. Semester wählt der Studierende zusätzlich mindestens ein Wahlpflichtmodul im Umfang von 5 ECTS.

Praxissemester – 5. Semester
Im 5. Semester findet das Praxissemester statt. Das Praxissemester dient dazu erste, praktische Erfahrungen in einem Unternehmen in einer ingenieurnahen Tätigkeit zu bekommen. Das Praxisamt unterstützt bei der Suche eines geeigneten Unternehmens, Eigeninitiative ist aber bei der Suche ausdrücklich erwünscht. Zum Praxissemester erhört eine vorbereitende Veranstaltung im 4. Semester und einen nachbereitende Veranstaltung im 6. Semester. Im 4. Semester hören sich die Studierenden vorbereitend die Vorträge der Studierenden aus dem 6. Semester an, die das Praxissemester absolviert haben.
Im 6. Semester hört man die Pflichtmodule „Radiologie und Strahlenschutz“ und „Apparatemedizinische Anwendungen und Werkstoffe“. Zusätzlich kommt eine Schlüsselqualifikation wie „Projektmanagement“ oder „Qualitätsmanagement“ oder „Logistikplanung“ etc. dazu.

Im 6. Semester wählt der Studierende zusätzlich mindestens zwei Wahlpflichtmodule im Umfang von 10 ECTS, im 7. Semester wählt er Module im Umfang von 15 ECTS. Jedes Pflichtmodul aus einem anderen Studiengang des Fachbereiches Ingenieurwissenschaften ab dem 4. Semester kann auch Wahlpflichtmodul im eigenen Studiengang sein. Zusätzlich gibt es eine umfangreiche Liste von zugelassenen Wahlpflichtmodulen, aus denen der Studierende wählen kann. Als Entscheidungshilfe stellt der Fachbereich Empfehlungslisten zur Verfügung, die Module aus der Liste für ein bestimmtes Qualifikationsprofil empfehlen. Die Wahlpflichtmodule werden in einem extra Semesterplan bei den Veranstaltungsplänen geplant.

Im 7. Semester liegen zusätzlich die Pflichtmodule „Biosignal- und Bildverarbeitung“ und „Sicherheit in der Medizintechnik und medizinisches Produktrecht“. Ein Modul Schlüsselqualifikation kommt hinzu.

Im 8. und letzten Semester finden die Praxisphase und die Bachelorarbeit statt. Beides wird typisch von den Studierenden in der Industrie absolviert. Während der Praxisphase lernt die/der Studierende das entsprechende Unternehmen und sein Arbeitsumfeld kennen und erledigt erste Vorarbeiten für die Bachelorarbeit. Die Bachelorarbeit ist zum Schluss eine in sich abgeschlossene, eigenständige wissenschaftliche Bearbeitung eines Themas mit entsprechender Dokumentation. Ein zugehöriges Kolloquium am Ende schließt das Studium dann ab.

Anmerkungen: In den Vorlesungsplänen sind die Module auch zu den Inhalten in der Moduldatenbank verlinkt. Viele Module setzen sich aus Vorlesung und Labor oder Entwurf o.ä. zusammen.