Energieoptimierung

Die Gemeinde Berum nordöstlich von Emden gehört landesgeschichtlich zu den bedeutenden Stätten des ostfriesischen Raumes und blickt auf eine lange Geschichte zurück: Ulrich Cirksena von Greetsiel, der erste Graf von Ostfriesland, erbaute 1443 eine stattliche Wasserburg, die später den Kern des Berumer Fürstenschlosses bildete.

1744 kam es zur Übernahme durch die Preussen, die dort das „Amt Berum“, das spätere Amtsgericht (bis 1932), einrichteten. 1935 änderte die Fürstin zu Inn- und Knyphausen Berum zu ihrem privaten Ruhesitz um. 1970 schließlich erwarb die Familie von Oppeln-Bronikowski den Besitz Burg Berum. In den letzten drei Jahrzehnten wurde die Anlage durch den Ausbau und die Vermietung von Ferienwohnungen z.T. zu einer touristischen Destination erweitert, wobei aber in jeder Weise der Charakter eines herausragenden und beeindruckenden Denkmals erhalten geblieben ist.

Der Erhalt der Burganlage fordert der Besitzerfamilie neben dem unbezahlbaren ideellen Einsatz auch hohe finanzielle Anstrengungen ab.

Insbesondere die Energiekosten stellen eine zunehmende Belastung dar. Im Rahmen studentischer Projekte wird zurzeit ein Energieoptimierungskonzept für die gesamte Burganlage Berum erstellt.

Das Optimierungskonzept beinhaltet konkrete Handlungsempfehlungen für mögliche Umrüstungen und bauliche Maßnahmen im Rahmen des Denkmalschutzes. Eine betriebswirtschaftliche Kosten-Nutzen-Analyse vor dem Hintergrund hoher Energiepreise wird Investitionssummen und Amortisationszeiten darlegen.