Veranstaltungen

InMWJ-Vortragsreihe Sommersemester 18

Vortragsreihe mit dem Thema "Digitale Medien und Gesellschaft"

 

19.04.18  Matthias Buss: Psychologie der Nachhaltigkeit – Was passiert, wenn sich Einstellung und Verhalten einfach nicht leidenkönnen?

16:00-17:30 Uhr, Jade Hochschule Wilhelmshaven, Raum H 303

Einblicke in die praktische Analyse von Wahrnehmung und Verhalten des Verbrauchers. Exemplarische Darstellung am Beispiel des Trendthemas „Nachhaltigkeit“.

Dipl.-Kfm. Matthias Busse blickt auf eine langjährige Erfahrung in Konzeption und Durchführung von qualitativen und quantitativen Marktund Medienforschungsstudien zurück.
Sein Forschungsschwerpunkt liegt im Bereich der Marken- und Kommunikationsanalyse.

 

17.05.18  Dr. jur. Kerstin Liesem: Auswirkungen der digitalen Vernetzung auf die Generation Y

16:00-17:30 Uhr, Jade Hochschule Wilhelmshaven, Raum H 303

Der Beitrag beschäftigt sich mit den Auswirkungen der digitalen Vernetzung auf die Generation Y. Dabei fokussiert er vor allem auf folgende Fragen: Welchen Stellenwert hat die digital vermittelte Vernetzung, zum Beispiel über Soziale Netzwerke, für Angehörige der Generation Y? Wie geht die Zielgruppe mit aktuellen Phänomenen wie zum Beispiel Fake News um? Inwiefern und mit welchen
Konsequenzen verlagern sich Gemeinschaften von der realen Welt in digitale Netzwerke?

Dr. jur. Kerstin Liesem ist seit 2011 Professorin für Journalismus und Unternehmenskommunikation an der Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft in Köln. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen der Cultural Studies, der Kommunikationsethik und des Kommunikationsrechts.

 

24.05.18 Dr. Anke Offerhaus: Rest in Pixels – Facetten digitaler Trauer- und Erinnerungskultur

16:00-17:30 Uhr Uhr, Jade Hochschule Wilhelmshaven, Raum H 303

Der Vortrag diskutiert neben psychologischen und soziologischen Aspekten (z. B. Online-Trauer als Coping-Strategie) wirtschaftliche, journalistische und rechtliche Fragen. Was sind erfolgreiche Pioniere der digitalen Trauer- und Erinnerungskultur? Was ist Gedenktagsjournalimus?
Und was passiert im Todesfall mit dem digitalen Nachlass eines Verstorbenen, wie z.B. den Social-Media-Profilen?

Dr. Anke Offerhaus ist seit 2009 Universitätslektorin mit Schwerpunkt Journalismusforschung am Zentrum für Medien-, Kommunikations- und Informationsforschung (ZEMKI) der Universität Bremen. Ihre aktuellen Forschungsarbeiten befassen sich mit der Konstitution von religiösen Öffentlichkeitenin mediatisierten Lebenswelten.

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Workshop: Risk and Crisis Communication for Disaster Prevention and Management

von links: Frank Fuchs-Kittowski (Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin), Michael Klafft (Jade Hochschule), Marina Ghersetti (Universität Göteborg), Marc-André Kaufhold (Universität Siegen), Tomas Odén (Universität Göteborg), Kerstin Dressel, Patricia Pfeil (beide sine-Institut München), Angela Moldenhauer-Eims (Jade Hochschule).

Kommunikation ist ein entscheidender Faktor, um die Bevölkerung vor Krisen und Katastrophen zu warnen und zu schützen. Die verschiedenen Aspekte der Risiko- und Krisenkommunikation und ihre Rolle bei Krisenprävention und -management wurden in der vergangenen Woche von sieben Wissenschaftlern aus Deutschland und Schweden beim Workshop „Risk and Crisis Communication for Disaster Prevention and Management“ an der Jade Hochschule diskutiert.

Der von Prof. Dr. Michael Klafft initiierte Workshop befasste sich mit drei thematischen Schwerpunkten: mit der Mediennutzung in Krisensituationen, mit dem Einfluss sozialer und kultureller Faktoren auf die Risiko- und Krisenkommunikation, sowie mit Softwarelösungen zur Kommunikation mit der Bevölkerung (im Katastrophenfall, aber auch vorab zur Schärfung des Risikobewusstseins).

Tomas Odén von der Universität Göteborg ging der Frage nach, welche Rolle Medien bei der Berichterstattung über Krisen und Katastrophen spielen, und ob sie in Zukunft noch über ausreichend Ressourcen verfügen werden, um den Informationsbedarf der Bevölkerung zu decken.

Marina Ghersetti, ebenfalls aus Göteborg, diskutierte, inwieweit soziale Medien als Informationskanal von der Bevölkerung und von Behörden akzeptiert und genutzt werden, und wie sich das Mediennutzungsverhalten in der Krise von der alltäglichen Mediennutzung unterscheidet.

Frank Fuchs-Kittowski von der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin präsentierte Einsatzmöglichkeiten von Augmented-Reality-Apps für die Risiko- und Krisenkommunikation. Mögliche Anwendungsfälle sind hierbei unter anderem die Visualisierung von Flutrisiken, die Erfassung von Wasserständen durch die Bürger, aber auch die Darstellung von gefährdeten Bereichen und Fluchtrouten z. B. bei kriminellen Vorfällen.

Das Potenzial mobiler Warn-Apps wurde von Marc-André Kaufhold von der Universität Siegen diskutiert. In seinem Vortrag stellte er die Ergebnisse einer Studie zur Nutzung solcher Apps durch die Bevölkerung vor und analysierte, inwieweit drei auf dem Markt befindliche Anwendungen bereits heute die Anforderungen der Nutzer erfüllen.

Kerstin Dressel und Patricia Pfeil vom sine-Institut München fokussierten sich in ihren Beiträgen auf die sozio-kulturellen Faktoren der Risiko- und Krisenkommunikation. Sie erläuterten, warum Menschen unterschiedlich auf Krisen reagieren, und was dies für die Kommunikation der Behörden mit der Bevölkerung bedeutet. 

Abschließend beleuchtete Michael Klafft vom Fachbereich Management, Information, Technologie (MIT) der Jade Hochschule unterschiedliche  Konzepte, wie Navigationssysteme auf Unwetterwarnungen reagieren und mit den Fahrern über alternative Routen kommunizieren können.

Zum Workshop ist der Tagungsband “Risk and Crisis Communication for Disaster Prevention and Management” erschienen.

Wen bedienen Talkshows? Tagung zeigt, wie Polittalks funktionieren

Talkshows sollen aufklären, die politische Diskussion befördern. Aber gelingt das – und wen bedienen Talkshows? In einer Tagung am Freitag, 16. Juni, geht das Institut für Medienwirtschaft und Journalismus als Kooperationspartner des Tagungsveranstalters „Akademie der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg“ diesen Fragen nach.

Welche Rolle spielen Talkshows angesichts des Aufstiegs populistischer Bewegungen? Können sie Vorurteilen etwas entgegensetzen oder bestätigen sie diese vielmehr? Wie Talkshows funktionieren, darum geht es in Fachvorträgen, Diskussionen und einem Film.

Der Soziologe, Publizist und AfD-Experte Andreas Kemper spricht unter dem Motto „Große Klappe, nichts dahinter“ über Medien und Rechtspopulismus. In einer Podiumsdiskussion mit Referenten und Experten geht es um Wahrheit und Ideologie in Polittalks. „Talkshows prägen den politischen Diskurs“, sagt Prof. Dr. Eva Nowak vom Institut für Medienwirtschaft und Journalismus. „Da werden Themen und Argumentationen zuweilen so plakativ gesetzt, dass es der komplexen sozialen Realität nicht angemessen ist. Aber die verkürzte Argumentation hat es medial leichter als die differenzierte Analyse.“

Den Abschluss der Tagung bildet der Film „Die Piloten“ über ein Talkshow-Experiment des Aktionskünstlers Christoph Schlingensief. Marcel Schwierin, Leiter des Edith-Russ-Hauses für Medienkunst in Oldenburg, führt in den Film ein.

Wen bedienen Talkshows? Erregung statt Erklärung

Freitag, 16. Juni, 14-21 Uhr
cine k, Bahnhofsstraße 11, Oldenburg
Kosten 10,- Euro (inkl. Film und Verpflegung)
Anmeldung unter: 0441/7701 431 oder akademie@kirche-oldenburg.de

Weitere Informationen: www.akademie-oldenburg.de