Veranstaltungen

InMWJ-Vortragsreihe Wintersemester 2017/18

Vortragsreihe mit dem Thema "Wissen innovativ kommunizieren"

 

16.11.17  Torben Brinkema: Medizin, Bio und Bildung - Kommunikation für eine gute Sache!

16:00-17:30 Uhr, Jade Hochschule Wilhelmshaven, Raum H 303

Das Leben der Menschen besser machen – ein Ziel von oft kleinen, noch unbekannten Unternehmen oder Vereinen. Gerade hier stecken große Chancen für Medienmacher und Journalisten. Der Referent berichtet in seinem Vortrag über neue Arbeitsfelder und Wirtschaftsmodelle in der Kommunikationsbranche, beleuchtet die Zusammenarbeit mit Medien in ganz Deutschland und spricht darüber, wie die Teamarbeit in einem komplett virtuellen Büro erfolgreich klappt.

Torben Brinkema ist Diplom-Journalist und stellvertretender Geschäftsführer der Münchner Kommunikationsagentur medXmedia Consulting. Er ist zugleich Pressesprecher der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG), der Deutschen Gesellschaft für Neurointensiv- und Notfallmedizin (DGNI) sowie der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI).

 

30.11.17  Prof. Dr. Michael Klafft: Wenn das Navi Angst vor dem Wetter kriegt - Berücksichtigung von Wettervorhersagen bei der Routenplanung

16:00-17:00 Uhr, Jade Hochschule Wilhelmshaven, Raum H 303

Da Wetter einen Einfluss auf die Fahrgeschwindigkeit hat, kann es Sinn machen, Wettervorhersagen in die Routenplanung für Kraftfahrzeuge einzubeziehen. Aber wie gehen die Fahrer mit den Unsicherheiten einer Wetterprognose um, und würden Sie den Anweisungen eines solchen Navis Folge leisten? Der Vortrag diskutiert die Akzeptanz des neuartigen Dienstes auf Grundlage der Ergebnisse von Fokusgruppeninterviews.

Prof. Dr. Michael Klafft ist Professor für Wirtschaftsinformatik an der Jade Hochschule. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Krisenkommunikation und der Bevölkerungswarnung mit Hilfe digitaler Medien. Hierbei stehen Fragen der medialen Gestaltung sowie der Wirkung digitaler Information im Vordergrund.

 

14.12.17 David Vásquez: Let’s Make It Sciencesational! - Science communication strategies forchildren

16:00-18:00 Uhr Uhr, Jade Hochschule Wilhelmshaven, Raum H 303

Fun is a very serious thing when it comes to engage children, and adults, with science. This will be a workshop to share some insights on how to design workshops based on questioning, experimentation, play and conversation, the principles of EAFIT Children’s University in Medellin, Colombia.

David Vásquez has a bachelor degree in Biology and currently serves as communications coordinator at EAFIT Children’s University. He has also been a science mediator at Water Museum and research adviser and scientific coordinator at Science in the Classroom, an educational program revolving around research conducted by school students.

Workshop: Risk and Crisis Communication for Disaster Prevention and Management

von links: Frank Fuchs-Kittowski (Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin), Michael Klafft (Jade Hochschule), Marina Ghersetti (Universität Göteborg), Marc-André Kaufhold (Universität Siegen), Tomas Odén (Universität Göteborg), Kerstin Dressel, Patricia Pfeil (beide sine-Institut München), Angela Moldenhauer-Eims (Jade Hochschule).

Kommunikation ist ein entscheidender Faktor, um die Bevölkerung vor Krisen und Katastrophen zu warnen und zu schützen. Die verschiedenen Aspekte der Risiko- und Krisenkommunikation und ihre Rolle bei Krisenprävention und -management wurden in der vergangenen Woche von sieben Wissenschaftlern aus Deutschland und Schweden beim Workshop „Risk and Crisis Communication for Disaster Prevention and Management“ an der Jade Hochschule diskutiert.

Der von Prof. Dr. Michael Klafft initiierte Workshop befasste sich mit drei thematischen Schwerpunkten: mit der Mediennutzung in Krisensituationen, mit dem Einfluss sozialer und kultureller Faktoren auf die Risiko- und Krisenkommunikation, sowie mit Softwarelösungen zur Kommunikation mit der Bevölkerung (im Katastrophenfall, aber auch vorab zur Schärfung des Risikobewusstseins).

Tomas Odén von der Universität Göteborg ging der Frage nach, welche Rolle Medien bei der Berichterstattung über Krisen und Katastrophen spielen, und ob sie in Zukunft noch über ausreichend Ressourcen verfügen werden, um den Informationsbedarf der Bevölkerung zu decken.

Marina Ghersetti, ebenfalls aus Göteborg, diskutierte, inwieweit soziale Medien als Informationskanal von der Bevölkerung und von Behörden akzeptiert und genutzt werden, und wie sich das Mediennutzungsverhalten in der Krise von der alltäglichen Mediennutzung unterscheidet.

Frank Fuchs-Kittowski von der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin präsentierte Einsatzmöglichkeiten von Augmented-Reality-Apps für die Risiko- und Krisenkommunikation. Mögliche Anwendungsfälle sind hierbei unter anderem die Visualisierung von Flutrisiken, die Erfassung von Wasserständen durch die Bürger, aber auch die Darstellung von gefährdeten Bereichen und Fluchtrouten z. B. bei kriminellen Vorfällen.

Das Potenzial mobiler Warn-Apps wurde von Marc-André Kaufhold von der Universität Siegen diskutiert. In seinem Vortrag stellte er die Ergebnisse einer Studie zur Nutzung solcher Apps durch die Bevölkerung vor und analysierte, inwieweit drei auf dem Markt befindliche Anwendungen bereits heute die Anforderungen der Nutzer erfüllen.

Kerstin Dressel und Patricia Pfeil vom sine-Institut München fokussierten sich in ihren Beiträgen auf die sozio-kulturellen Faktoren der Risiko- und Krisenkommunikation. Sie erläuterten, warum Menschen unterschiedlich auf Krisen reagieren, und was dies für die Kommunikation der Behörden mit der Bevölkerung bedeutet. 

Abschließend beleuchtete Michael Klafft vom Fachbereich Management, Information, Technologie (MIT) der Jade Hochschule unterschiedliche  Konzepte, wie Navigationssysteme auf Unwetterwarnungen reagieren und mit den Fahrern über alternative Routen kommunizieren können.

Zum Workshop ist der Tagungsband “Risk and Crisis Communication for Disaster Prevention and Management” erschienen.

Wen bedienen Talkshows? Tagung zeigt, wie Polittalks funktionieren

Talkshows sollen aufklären, die politische Diskussion befördern. Aber gelingt das – und wen bedienen Talkshows? In einer Tagung am Freitag, 16. Juni, geht das Institut für Medienwirtschaft und Journalismus als Kooperationspartner des Tagungsveranstalters „Akademie der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg“ diesen Fragen nach.

Welche Rolle spielen Talkshows angesichts des Aufstiegs populistischer Bewegungen? Können sie Vorurteilen etwas entgegensetzen oder bestätigen sie diese vielmehr? Wie Talkshows funktionieren, darum geht es in Fachvorträgen, Diskussionen und einem Film.

Der Soziologe, Publizist und AfD-Experte Andreas Kemper spricht unter dem Motto „Große Klappe, nichts dahinter“ über Medien und Rechtspopulismus. In einer Podiumsdiskussion mit Referenten und Experten geht es um Wahrheit und Ideologie in Polittalks. „Talkshows prägen den politischen Diskurs“, sagt Prof. Dr. Eva Nowak vom Institut für Medienwirtschaft und Journalismus. „Da werden Themen und Argumentationen zuweilen so plakativ gesetzt, dass es der komplexen sozialen Realität nicht angemessen ist. Aber die verkürzte Argumentation hat es medial leichter als die differenzierte Analyse.“

Den Abschluss der Tagung bildet der Film „Die Piloten“ über ein Talkshow-Experiment des Aktionskünstlers Christoph Schlingensief. Marcel Schwierin, Leiter des Edith-Russ-Hauses für Medienkunst in Oldenburg, führt in den Film ein.

Wen bedienen Talkshows? Erregung statt Erklärung

Freitag, 16. Juni, 14-21 Uhr
cine k, Bahnhofsstraße 11, Oldenburg
Kosten 10,- Euro (inkl. Film und Verpflegung)
Anmeldung unter: 0441/7701 431 oder akademie@kirche-oldenburg.de

Weitere Informationen: www.akademie-oldenburg.de