FH fördert Studierende mit Migrationshintergrund

Pressemitteilung vom 16.03.2009

Russische Kooperation erweitert Angebot an der Fachhochschule

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Über 15 Millionen Bundesbürger mit Migrationshintergrund leben in Deutschland, dementsprechend gibt es auch unter den Studierenden der Fachhochschule viele, die aus einer Familie mit Migrationshintergrund stammen und in der Region studieren und leben.

Die FH OOW möchte die daraus entstehenden Potenziale nutzen und individuell fördern. „Wir wollen die Kompetenzen von Studierenden mit Migrationshintergrund stärken und ausbauen“, sagte Andrea Menn, Leiterin des Akademischen Auslandsamt der FH. „Diese jungen Menschen sind meistens zweisprachig aufgewachsen und haben somit einen Vorteil gegenüber ihren deutschen Kommilitonen“, fügte Menn hinzu.

Durch eine Kooperation mit der russischen Universität in Pskov, dem „State Polytechnic Institute“, wird es für Studierende mit russischsprachigem Migrationshintergrund möglich, an einer weiteren russischen Partnerhochschule ein Auslandssemester zu absolvieren und dadurch die Sprachkompetenz sowie Kultur- und Fachkenntnisse auszubauen. Ziel ist es, die zukünftigen Absolventen auf den Einsatz im deutsch- russischen Arbeitsumfeld vorzubereiten. Sie können dadurch eine Brückenfunktion zwischen diesen beiden Ländern übernehmen, erläuterte Menn.

Zurzeit baut die Fachhochschule ihre Kooperation mit russischen Universitäten aus und empfing dazu drei Professorinnen aus der Hochschulleitung des State Polytechnic Institute, die von Prof. Dr. Timmerberg, Auslandsbeauftragter und Professor am Studienort Wilhelmshaven, betreut wurden. Die russische Universität hat ein ähnliches Profil wie die FH OOW und lehrt in den Bereichen der klassischen Ingenieurwissenschaften, des Bauingenieurwesens und der Wirtschaftswissenschaften. Pskov liegt ungefähr 300 Kilometer südlich von St. Petersburg und nur wenige Kilometer jenseits der estnischen und lettischen Grenze, somit noch mitten in Europa.

Ab dem Wintersemester 2009/ 2010 können die Studierenden ein oder zwei Semester an der Universität studieren. Auch Studierenden ohne Migrationshintergrund steht das Programm offen. Sie können dabei an den englischsprachigen Kursen teilnehmen, Praktika durchführen oder die russische Sprache vor Ort erlernen.

Natürlich funktioniert das Projekt auch in Richtung Westen. Die Fachhochschule wird bereits im nächsten Semester russische Studierende aus Pskov aufnehmen. Von den Vorzügen der Region und der Hochschule konnten sich ihre Professorinnen bei dem Besuch der Fachhochschule in Wilhelmshaven jetzt schon überzeugen.

Bild: Russische Gäste entdecken die Jade Weser Infobox, v.l.: Andrea Menn, Prof. Dr. Josef Timmerberg, Olga Kakurina, Prof. Dr. Marina Makhotaeva, Prof. Dr. Elena Naumova