Berufsbild - Medienmacher von morgen

Berufsbild

Die Berufsbilder im Medienbereich haben sich in den letzten Jahren stark gewandelt. Journalisten/-innen und Redakteure/-innen übernehmen vermehrt auch Managementaufgaben sowie technische und gestalterische Tätigkeiten. Projektbetreuer/-innen im Verlagswesen und bei Rundfunksendern müssen heute in der Lage sein, Medienprojekte nicht nur wirtschaftlich, sondern auch inhaltlich und technisch einschätzen, beurteilen und steuern zu können. Im weiten Feld der Öffentlichkeitsarbeit und Unternehmenskommunikation sind ebenfalls breite Kenntnisse gefragt: Die Berücksichtigung wirtschaftlicher Unternehmensziele spielt dabei ebenso eine Rolle wie journalistische Vermittlungskompetenz. Der Wettbewerb auf dem Arbeitsmarkt ist im Medienbereich härter geworden. Für Managementaufgaben sind deshalb umfassende Kenntnisse in Ökonomie, Journalismus und Informatik sowie ein entsprechender Studienabschluss von großem Vorteil.

Berufsfeld

Managementfunktionen für Medienprojekte sind in einer Vielzahl von Berufsfeldern relevant. Beispielhaft sind zu nennen:

  • Öffentlichkeitsarbeit und Unternehmenskommunikation
  • Journalismus
  • Marketing
  • Medien-Produktion
  • PR-Beratung
  • Management in Medienunternehmen

 

Mögliche spätere Arbeitgeber sind Verlage, Rundfunk- und Fernsehsender, Werbe-, PR- und Medienagenturen, Produktionsfirmen sowie die Öffentlichkeitsabteilungen von Unternehmen, Behörden und anderen Institutionen. Das breit gefächerte Profil des Studiums bereitet auch auf die Selbstständigkeit vor, die durch das zunehmende Outsourcing im Medien- und PR-Bereich immer mehr an Bedeutung gewinnt.                

Absolventenporträts

Was machen Medienwirtschaft und Journalismus-Studierende nach ihrem Abschluss und welche Erfahrungen haben sie aus dem Studium mitgenommen? Was kann ich beruflich mit einem Studium Medienwirtschaft und Journalismus erreichen? Welche Anforderungen stellt die Berufswelt an mich? Wie bereitet mich mein Studium darauf vor?

Wir haben einigen unserer Absolventen diese Fragen gestellt und sie gebeten, ihren Werdegang, ihre beruflichen Aufgaben und Tätigkeiten zu beschreiben.

Matthias Balk
Freier Fotograf
München

Nach dem Studium hat Matthias Balk ein Volontariat zum Nachrichtenfotograf bei der Deutschen Presse-Agentur absolviert. Seit 2016 ist er als freiberuflicher Fotograf in München tätig. Hier arbeitet er im Auftrag der dpa und verschiedener anderer Auftraggeber. Besonders gut gefällt ihm, dass sich in seinem Beruf kein Alltag einstellt. Mal fotografiert er ein Bundesligafußballspiel in der Allianz Arena, mal ist er auf einer Bilanzpressekonferenz. Im MWJ-Studium gab es zahlreiche Module, die ihm bei seiner heutigen Arbeit helfen: "Besonders genützt hat mir, dass der Studiengang unglaublich breit aufgestellt ist und man ein sehr vielfältiges Wissen erwerben kann."

Julia Hölting
Junior Projektmanagerin Online-Marketing
Fielmann AG, Hamburg

Zu Beginn ihres MWJ-Studiums wollte Julia Hölting Redakteurin werden. Schon in der Schulzeit absolvierte sie ein Praktikum in der Lokalredaktion bei der Münsterschen Zeitung. Zunächst lagen die Schwerpunkte auch während des Studiums auf dem Bereich Journalismus. Durch die umfangreiche Projektarbeit während des Studiums kam im Laufe der Zeit jedoch der Wunsch auf, noch etwas tiefer in die wirtschaftlichen Seiten des Medienbereichs zu schauen. Das war der Grundstein für das Master-Studium „Elektronische Medien mit Schwerpunkt Unternehmenskommunikation“ an der Hochschule der Medien in Stuttgart. Nach der Masterarbeit in Kooperation mit der der Fielmann AG in Hamburg, zum Thema „Mobile Webseiten“, arbeitet sie dort als Projektmanagerin im Online-Marketing und betreut Projekte rund um die Konzeption und Weiterentwicklung der Internetseiten.

Christopher Rohs
Geschäftsführer Strategie
elbdudler, Hamburg

„Irgendwas mit Medien“ – so kam auch Christopher Rohs 2006 nach Wilhelmshaven, um herauszufinden, wie aus einer groben Vorstellung eine konkrete Vision für seine berufliche Zukunft entstehen kann. Das interdisziplinäre, praxisnahe MWJ-Studium an den Schnittstellen von Kommunikations- und Medienwissenschaft, Betriebswirtschaft, Gestaltung und Informatik bot ihm eine fundierte Basis für seine spätere Spezialisierung im Bereich Konsumentenforschung und nutzerzentrierte Markenführung. Im Anschluss an ein vertiefendes Masterstudium in Düsseldorf heuerte Rohs 2013 in der Digitalkonzeption der Hamburger Kreativagentur elbdudler an, wo er seit 2015 als Geschäftsführer die Strategie und Konzeption verantwortet. Unter dem Leitsatz „We create digital leaders“ beraten Rohs und sein Team aus knapp 90 Mitarbeitern heute Kunden im Zuge der digitalen Marketingtransformation und entwickeln ganzheitliche Digitalstrategien und integrierte Kampagnen für nationale und internationale Marken.

Miriam Kornhass
Miriam Kornhass
TV-Redakteurin (u.a. „Galileo“)
Maximus Film, Unterföhring

Das Herz von Miriam Kornhass schlägt seit ihrem dritten MWJ-Semester für den (Fernseh-)Journalismus. Da drehte sie im Modul Spezieller Journalismus mit ihren Kommilitonen einen Beitrag über das Yogahaus am Meer. Spätestens nach ihrem Praxissemester in der Galileo-Redaktion bei Pro Sieben stand für sie fest: „Ich will Fernsehen machen, Geschichten erzählen und bestenfalls dabei die Welt sehen!“ So folgte nach dem Bachelor-Abschluss ein Redaktionsvolontariat bei der TV-Produktionsfirma Maximus Film. Dort ist sie heute als Redakteurin fest angestellt und dreht für Galileo, n24 oder den Discovery Channel Reportagen auf der ganzen Welt. „Am liebsten mache ich Filme über spannende Persönlichkeiten, wie über die Insassen eines mexikanischen Gefängnisses oder über einen Marsforscher in der omanischen Wüste“, erzählt sie. Die redaktionelle Arbeit sei dabei genauso wichtig wie ein gutes Projektmanagement. „In vielen Medienberufen vermischen sich die Aufgabenfelder zunehmend. Für mich hat sich das breitgefächerte MWJ-Studium auf jeden Fall bewährt.“

Max Hänecke
Max Hänecke
User Experience und Design
BoD – Books on Demand GmbH, Norderstedt

Nach einem kurzen Aufenthalt in überfüllten Seminaren eines begonnenen Linguistik- und Philosophie-Studiums kam Max Hänecke an die Jade Hochschule. Die breit gefächerten Inhalte im Studiengang Medienwirtschaft und Journalismus hatten ihn gelockt – und er wurde nicht enttäuscht. Besonders die Module im Bereich Gestaltung begeisterten ihn, und bald wusste er, dass er im Bereich Layout, Design und Web arbeiten möchte. Genau das tut er jetzt bei der europaweit führenden Self-Publishing-Plattform BoD – Books on Demand. Als Experte für User Experience und Design konzeptioniert und koordiniert er Design- und Content-Projekte für die verschiedenen Online-Angebote des Unternehmens. „Dabei sind nicht nur die Design-Module aus dem Studium hilfreich, sondern auch die journalistischen für die Textarbeit und die Informatik-Säule für die Abstimmung mit der IT-Abteilung“, sagt der MWJ-Absolvent. „In ‚Medien und Kommunikation‘ habe ich gelernt, wie man mit Rezipienten kommuniziert, und die Inhalte aus dem Wirtschaftsbereich helfen mir beim Budgetmanagement.“

Carmen Wilkerling
Moderatorin  „Wach-Mittmann-Show“
Radio Schleswig-Holstein, Kiel

Nach einem eher enttäuschenden Vorpraktikum bei einem regionalen Hörfunksender hatte Carmen Wilkerling eigentlich keine große Lust mehr auf Radio – bis sie in das studentische Radioprojekt „Campus Life“ einstieg. Das machte nicht nur großen Spaß, sondern brachte ihr auch viel Lob für ihre Leistung als Moderatorin und Projektleiterin ein. Damit war die Leidenschaft fürs Radiomachen (wieder) entfacht, und sie entschied sich für ein Praxissemester bei Radio Schleswig-Holstein. Dort ist sie nach erfolgreich abgeschlossenem Studium heute als Moderatorin der „Wach-Mittmann-Show“ montags bis freitags von 5 bis 10 Uhr on Air. „Mir gefällt an meinem Job besonders, dass ich durch die vielen Geschichten, die wir erzählen und erzählt bekommen, viel mit Menschen zu tun habe“, sagt sie. Hilfreich sind dabei ihrer Meinung nach nicht nur die journalistischen Studieninhalte, sondern beispielsweise auch die wirtschaftlichen und – im Hinblick auf die Website und die Social-Media-Kanäle des Senders – auch die technischen und gestalterischen Aspekte.

Eike Meiners
Pressereferent, Spielortbetreuung
Landesbühne Niedersachsen Nord, Wilhelmshaven

Eigentlich stand der Bereich Journalismus oder Marketing nicht auf der Liste der Wunschberufe von Eike Meiners. Irgendwie ist er aber doch an der Jade Hochschule gelandet, um hier Medienwirtschaft und Journalismus zu studieren. Bereits in seinem Praxissemester konnte er seinen jetzigen Arbeitgeber, die Landesbühne Niedersachsen Nord, kennenlernen. Nach dem Abschluss kam dann recht prompt eine Anfrage, ob er sich nicht auf den Posten des Pressesprechers bewerben wolle. Nach gemeistertem Bewerbungsgespräch kümmert er sich heute um Presseanfragen, die Betreuung auswärtiger Spielorte, Social Media, Veranstaltungsorganisation, Marketingmaßnahmen und Besucherzahlen. Durch den breit gefächerten Inhalt seines Studienganges fühlt er sich bestens gerüstet, dieses abwechslungsreiche Aufgabengebiet zu meistern. Denn: "Auch im Marketing begegnet einem mal eine Excel-Tabelle oder Access-Datenbank."

Mirka Eidtmann
Senior Sales Coordinator
John Wiley & Sons, Melbourne

Marketing, Öffentlichkeitsarbeit oder doch lieber Werbung? Mirka Eidtmann hat sich mit dem breit gefächerten MWJ-Studium alle Möglichkeiten offengehalten. Und das hat sich ausgezahlt. Nun arbeitet sie als Senior Sales Coordinator bei John Wiley & Sons, einem der größten wissenschaftlichen Verlagshäuser, im australischen Melbourne. „Mein Beruf ist genauso abwechslungsreich wie mein Studium“, sagt sie. „So betreue ich digitale Werbekampagnen oder analysiere Nutzerdaten in Excel, und ich begleite Projekte jeglicher Art vom Anfang bis zur Produktion.“ Das können medizinische Beihefte sein bis hin zur Erstellung digitaler Lernmodule.  Gerade die Kurse in visueller Kommunikation, Statistik und Projektmanagement helfen ihr dabei – und natürlich das Auslandssemester in Australien. Die umfangreichen MWJ-Projektarbeiten, bei denen sie ihr Wissen aus allen Kursen anwenden konnte, haben sie jedoch am allerbesten auf das Berufsleben vorbereitet: „Da hat man dann schon mal einen Hauch von der realen Arbeitswelt verspürt.“