Mühlenführung mit QR-Code

QR-Code

Die Verknüpfung moderner Technik mit historischen Bauwerken war die besondere Herausforderung eines Projektes des Studiengangs Wirtschaftsinformatik unter Leitung der wiss. Mitarbeiterinnen Gaby Ernstorfer und Angela Moldenhauer.
Die Idee wurde von Prof. Edzard de Buhr eingebracht: in der Schlachtmühle Jever von  1847 sollte als studentisches Projekt eine mehrsprachige multimediale Führung entstehen.
Die Studierenden des 6. Semesters machten sich zunächst mit den Begebenheiten vor Ort vertraut:


•    Wie viele interessante Stationen gibt es in der Mühle?
•    Wo können sinnvoll QR-Codes platziert werden?
•    Wie wird ein Rundgang durch die Mühle gestaltet?
•    Welche Medien können wofür verwendet werden?


Leichte Wartbarkeit und Erweiterbarkeit waren wichtige Aspekte bei der Erstellung des Systems, da dieses nach Abschluss des Projektes in die Hände des Arbeitskreises Schlachtmühle übergeben wird.
Technisch verbirgt sich hinter der Führung ein freies CMS-System, das mit PlugIn auch problemlos die Mehrsprachigkeit unterstützt.

Screenshot Station 3

Der Anwender benötigt lediglich ein Smartphone mit QR-Code-Scanner und eine Internetverbindung. Nach dem Scannen des Codes öffnet sich automatisch die Seite mit den Informationen zur gewählten Station. Es erscheinen Text und Foto, auf Klick wird ein Audio gestartet, alles in der vom Handy voreingestellten Sprache, zusätzlich sind Fotos vorhanden. Insgesamt besteht die Führung zur Zeit aus 10 Stationen in den Sprachen Hochdeutsch, Plattdeutsch und Chinesisch. Weitere Sprachen wie Englisch und Französisch sind geplant.
Falls die Mühle nicht geöffnet ist oder es aus anderen Gründen gewünscht ist, kann die komplette Führung auch ohne Scannen unter der Webadresse abgerufen werden (www.schlachtmuehle.de/muehlenfuehrung).

Die Studierenden fanden in dem breit angelegtem Projekt schnell ihre Aufgaben, sie haben die gesamte Breite der Webentwicklung kennengelernt von der Konzeption über die  Medien- und Texterstellung bis hin zu den Tonaufnahmen im Audio-Studio der Hochschule:
Artur Jozefiak baute das System auf und erstellte das Design der Webseiten. Marvin  Menke verfasste die deutschsprachigen Texte, die dann von Quing Deng und Hui Gao ins Chinesische übertragen wurden. Marcel Kuchler kümmerte sich im Audiostudio um die Aufnahmen der Texte, die von den Chinesinnen, Paul  von Platen (Hochdeutsch)und Edzard de Buhr (Plattdeutsch) eingesprochen wurden.
Gemeinsam wurden die übrigen Medien gestaltet, QR-Codes erstellt und die Seiten abgerundet.

Die Übergabe an den Arbeitskreis Schlachtmühle fand im Rahmen eines Pressetermins am 13. Juli statt. Hierbei wurde noch einmal klar herausgestellt, dass es sich um ein zusätzliches Angebot handelt, welches auch eine neue Zielgruppe anspricht. Die lebendigen deutschsprachigen Führungen durch die freiwilligen Mühlenführer wird es auch weiterhin geben.

Von der Schlachtmühle wird berichtet, dass bereits viele Besucher die virtuelle Führung nutzen.