Exkursion mit der "Cap San Diego"

Studierende des Fachbereichs Seefahrt nahmen an einer Gästefahrt von Bremen nach Bremerhaven auf dem Hamburger Museums‐Frachter „Cap San Diego“  teil. Zu diesem Anlass begrüßte am 30. Juni der Exkursionsleiter, Prof. Dr. Werner von Unruh, die angehenden Schiffsoffiziere und Kapitäne am Bremer Liegeplatz des Schiffes.

Während der Überfahrt stand den Besuchern der gesamte Stückgutfrachter für Besichtigungszwecke zur Verfügung. Den Studierenden wurde eine sehr informative und umfassende Führung durch Werner von Unruh geboten, der in seiner Zeit als Nautiker selbst Dienst auf diesem Schiffstyp geleistet hatte. Die Entwicklung der Bedingungen für die Führung eines Schiffes und den Ladungstransport der 1970er Jahre bis in die Gegenwart wurden dargestellt und fachlich besprochen.

Darüber hinaus wurde die „Cap San Diego“ am Nachmittag durch den Seenotrettungskreuzer „Hannes Glogner“ der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger begleitet, der als Reservekreuzer dient und während der Fahrt sowohl eine Funktionsprobe der Feuerlöschanlage durchführte als auch das Tochterboot „Casper Otten“ aussetzte. Beim Passieren des Fachbereichs Seefahrt wurde er mit drei langen Tönen des weltweit größten Museumsschiffes traditionell gegrüßt.

Zum Abschluss fuhr die „Cap San Diego“ die fast fünf Kilometer lange Bremerhavener Stromkaje des Container‐Terminals entlang. Nach einem Wendemanöver auf der Weser endete die Fahrt in den frühen Abendstunden am Columbus Cruise Center in Bremerhaven.

Mit einem herzlichen Dank an den Geschäftsführer der „Cap San Diego“‐Betreibergesellschaft, Jens Weber, dessen Entgegenkommen die Exkursion ermöglicht hatte und an den Kapitän des Schiffes, Rüdiger von Ancken, dessen souveräne Schiffsführung die Studierenden beeindruckte, wurde die Veranstaltung nach einem maritimen Abschlussgespräch beendet.

Die 1962 gebaute „Cap San Diego“ war für die Reederei Hamburg‐Süd bis 1980 im Südamerika‐Ostküstendienst als Kühlschiff für vorwiegend Fleisch‐ und Kaffeetransporte im Einsatz.

Text und Fotos: Nicolas Nause