Jetzt geht sie wieder los, die Diskussion um zu hohe, ungerechtfertigte, unsoziale Managergehälter. Alle Jahre wieder kommt sie auf. Aktueller Anlass: Der scheidende Daimler-Chef Dieter Zetsche soll 4.200 Euro "Rente" bekommen - pro Tag! Jährlich 1,55 Million Euro! Alle Welt regt sich auf. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) fordert neue Richtlinien gegen die Maßlosigkeit von Managern. Andere kommen in unserer Gesellschaft (und erst recht weltweit betrachtet) mit dem Wenigen, das sie haben bzw. monatlich bekommen, kaum über die Runden. Wo bleibt die Gerechtigkeit, um die es doch auch in unserer Bibel immer wieder geht?
Müssen wir (insbesondere ein Herr Zetsche & Co.) nicht teilen mit den Armen? An andere vom eigenen Überfluss abgeben? Sozialgerechtigkeit nicht "irgendwo" weltweit, sondern direkt hier bei uns in Deutschland? Sind Millioneneinkünfte Einzelner gerecht(fertigt)? Oder spricht hier nur der Neid der Unfähigen oder (Arbeits-)Unwilligen? Manche fordern, Parteien streiten: Spitzensteuer auf 49 Prozent erhöhen? Oder 45 Prozent oder 55 Prozent? Oder Gehälter von Managern nach oben hin begrenzen! Andere sehen darin den sozialistisch-kommunistischen Teufel heraufbeschwört.
Meines Erachtens liegt die Lösung alleine in einem einen sehr viel höheren Spitzensteuersatz von – sagen wir – 90 Prozent, dies allerdings erst ab einem Jahreseinkommen, das kein Ausdruck von persönlicher Leistungsfähigkeit mehr sein kann. Eine Verhinderung von überzogenen JE und damit eine Neidprävention können nur über eine hohe Spitzensteuer für extrem hohe JE erreicht werden. Keine natürliche Person benötigt mehr als – z.B. - 500.000 Euro per annum frei verfügbares NettoJahreseinkommen zum Leben.

