• Forschungsethik

    Forschung an der Jade Hochschule basiert auf verantwortungsbewussten, ethischen Prinzipien, Richtlinien und Standards. Diese helfen dabei, die Integrität, Glaubwürdigkeit und Transparenz der Forschung zu gewährleisten und sichern das Vertrauen in den wissenschaftlichen Prozess.

    Ein wesentlicher Aspekt der Forschungsethik ist die Achtung der Menschenwürde und die Berücksichtigung der Rechte und das Wohl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer an Studien. Dies erfordert eine sorgfältige Planung und Durchführung von Studien sowie den Schutz der Privatsphäre und Vertraulichkeit von Daten. Darüber hinaus ist es wichtig, potenzielle Interessenkonflikte offenzulegen und zu vermeiden, um die Unabhängigkeit und Objektivität der Forschung zu wahren.

    Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Verantwortung der Forscherinnen und Forscher gegenüber der Gesellschaft und der Umwelt. Dies bedeutet, dass Forschungsergebnisse klar und verständlich kommuniziert werden sollten, um sicherzustellen, dass sie zum allgemeinen Wissen und Wohlstand beitragen. Darüber hinaus sollten Forschende sicherstellen, dass ihre Arbeit den höchsten Standards der wissenschaftlichen Integrität entspricht und keine negativen Auswirkungen auf Mensch, Tier und Umwelt hat.

    Kommission für Forschungsethik

    Die Einbindung einer Ethikkommission ist bei Forschungsprojekten am Menschen und an Tieren, einschließlich der Forschung an identifizierbaren menschlichen Materialien und Daten, notwendig (vgl. auch Deklaration von Helsinki). Die Kommission für Forschungsethik an der Jade Hochschule berät Präsidium und Senat in allen Bereichen der Forschungsethik, erarbeitet Empfehlungen und bereitet Entscheidungen vor. Für die Beratung zu Forschungsvorhaben für Angehörige der Jade Hochschule besteht eine Vereinbarung mit den Ethikkommissionen der Carl von Ossietzky Universität. 

    Gute wissenschaftliche Praxis

    Die "Gute wissenschaftliche Praxis" ist ein Konzept, das ethische Standards und Verhaltensregeln definiert, die der wissenschaftlichen Forschung zugrunde liegen sollen. Es ist eine "Selbstverpflichtung" und legt die Grundlage für Integrität, Transparenz und Vertrauenswürdigkeit in der Wissenschaft fest. Damit stellt sie den "Berufsethos" aller Wissenschaftler_innen dar. Ein Grundprinzip ist, dass Wissenschaftler_innen nach bestem Wissen und Gewissen ihre Forschungen nach dem neuesten Stand der Erkenntnis "lege artis" durchführen.

    1. Integrität: Wissenschaftler_innen sollen ehrlich und aufrichtig in ihrer Forschung sein. Das bedeutet, keine Daten zu fälschen, zu manipulieren oder zu unterdrücken. Der kritische Diskurs in der wissenschaftlichen Gemeinschaft ist zuzulassen.
    2. Transparenz: Forschungsergebnisse sollten klar und verständlich und möglichst öffentlich präsentiert werden. Nicht nur Ergebnisse, sondern auch die verwendeten Methoden sollten offengelegt werden. Damit werden Ergebnisse überprüfbar und bewertbar. Open Access und das Forschungsinformationssystem sind an der Jade Hochschule Bestandteil dieser Transparenz.
    3. Akademische Ehrlichkeit: Alle Ergebnisse sind konsequent selbst anzuzweifeln. Plagiate und unangemessene Übernahmen von Ideen anderer Forschenden sind inakzeptabel. Alle verwendeten Quellen müssen ordnungsgemäß zitiert werden.
    4. Verantwortlichkeit: Die Freiheit von Forschung erfordert ein besonderes Maß an Selbstverantwortung. Wissenschaftler_innen sind verantwortlich für die Qualität und Genauigkeit ihrer Forschung. Sie sollten Fehler korrigieren und sich bemühen, Missverständnisse oder falsche Interpretationen zu klären.
    5. Sensibler Umgang mit Proband_innen und Teilnehmer_innen: Bei der Durchführung von Forschung mit Mensch und Tier müssen Ethikrichtlinien und -standards eingehalten werden. Das Wohl der Proband_innen hat stets oberste Priorität. Die Kommission für Forschungsethik ist als Gremium der Jade Hochschule beratend tätig.
    6. Kollegialität und Zusammenarbeit: Wissenschaftler_innen sollten mit Respekt und Fairness miteinander umgehen und zusammenarbeiten. Dies gilt in besonderem Maße bei der Wahrnehmung von Leitungsaufgaben. Machtmissbrauch und das Ausnutzen von Abhängigkeitsverhältnissen sind zu verhindern.
       

    Die Jade Hochschule hat sich entsprechend eine Ordnung zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis (englische Version) gegeben, die sich stark am Kodex der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) orientiert.

    Open Access

    Die Jade Hochschule verpflichtet sich dem Prinzip des offenen Zugangs (Open Access) und macht ihre wissenschaftliche Literatur im Internet kostenlos und barrierefrei zugänglich. Die Vorteile sind zahlreich: 

    • Alle Interessierten erlangen kostenlosen und direkten Zugang zu Publikationen.
    • Die Wahrscheinlichkeit, dass die Forschungsliteratur gelesen, geteilt und zitiert wird, steigt.
    • Da die Verwertungsrechte bei den Autor_innen bleiben, können Sie selbst bestimmen, unter welchen Bedingungen andere ihre Arbeit weiternutzen können. Nicht nur der Publikationsprozess wird auf diese Weise beschleunigt, auch können Innovationen, mitunter über Fachgebiete hinweg, befeuert werden.
    • Gleichzeitig macht der direkte Zugriff Forschungsprozesse transparenter und das Risiko, dass Forschungsleistung plagiiert wird, sinkt.

    Open Science – Hochschulbibliothek

    Forschungsdatenmanagement

    Im Forschungsprozess wird oft eine Vielzahl von Daten gesammelt oder generiert, beispielsweise aus Experimenten, Umfragen, Beobachtungen oder Simulationen. Sie können in unterschiedlichen Formaten vorliegen, zum Beispiel als Textdokumente, Tabellen, Bilder, Audio- oder Videodateien. Um sicherzustellen, dass diese Daten zugänglich, nachvollziehbar, sicher und langfristig nutzbar sind, müssen sie effizient gespeichert und verwaltet werden. So bezieht sich das Forschungsdatenmanagement (FDM) sich auf die Planung, Organisation, Speicherung, Dokumentation und Weitergabe von Forschungsdaten. Das Ziel besteht darin, die Qualität, Integrität und Wiederverwendbarkeit von Forschungsdaten zu verbessern und somit die Forschung effektiver zu gestalten (FAIR-Prinzipien).

    Open Science – Hochschulbibliothek

     

    Ombudspersonen

    Zur Sicherung der guten wissenschaftlichen Praxis hat sich im deutschen Wissenschaftssystem ein System der Selbstkontrolle (Ombudsman) der Wissenschaft etabliert. Die Aufgabe der Ombudspersonen besteht darin, in Konflikten in forschungsrelevanten Fragen die betroffenen Personen vertraulich und ohne Weitergabe jeglicher Informationen zu beraten und Konfliktlösungen zu suchen. 

    Als Ombudspersonen der Jade Hochschule hat die Hochschulleitung folgende Personen bestellt:

    Ombudsperson

    Prof. Dr. Susanne Fleckinger

    Ofener Straße 16/19

    26121 Oldenburg

    E-Mail susanne.fleckinger@jade-hs.de

    Tel. +49 441 7708 - 3722

    Ombudsperson

    Prof. Dr. Peter Wack

    Friedrich-Paffrath-Straße 101

    26389 Wilhelmshaven

    E-Mail peter.wack@jade-hs.de

    Tel. +49 4421 985 - 2277