JW: Mit welchen Erwartungen und Vorstellungen treten Sie die Professur an?
Zeller: Wir stehen in Tourismus, Hotellerie/Gastronomie einschließlich der Veranstaltungsbranche vor großen Herausforderungen mit zahlreichen Risiken aber auch vielen Chancen.
Insofern geht es um die Aufgabe, junge Menschen für ein Studium an der Jade Hochschule zu begeistern, indem wir insbesondere über die beruflichen Chancen in unsere Branche sprechen. Dort werden dringend motivierte und gut ausgebildete Führungsnachwuchskräfte gebraucht, die mit sogenannten Future Skills in den Bereichen Kreativität, Entrepreneurship und in der digitalen Transformation einen wichtigen Beitrag leisten, um die Branche zukunftssicher zu machen. Den Studierenden, die bereits bei uns sind beziehungsweise kurz vor dem Abschluss stehen müssen wir diese Chancen ebenfalls aufzeigen und gleichzeitig das Handwerkszeug vermitteln, das benötigt wird, um die beruflichen Wege erfolgreich zu meistern.
Die Corona Pandemie hat einerseits gezeigt, wie sehr uns Reisen, Erlebnisse, Kontakte, der Besuch eines guten Restaurants, die Übernachtung in einem schönen Hotel oder die lange Nacht in einer Cocktailbar fehlt. Insofern ist die Wertschätzung gegenüber unserer Branche eigentlich so hoch wie nie zuvor. Gleichzeit muss die Branche an den negativen Imagefacetten arbeiten. Dabei geht es um eine faire Bezahlung und darum, die Mitarbeiter_innen einzubeziehen in die Sinnhaftigkeit von Tätigkeiten. Es geht um flexible Arbeitszeiten, die zu den individuellen Lebensmodellen passen und um einen guten, wertschätzenden Umgang mit den Mitarbeiter_innen.