Die Idee von einem gemeinsamen Europa hat der EU für eine historisch lange Zeit Frieden zwischen Nationen beschert, die sich teilweise über Jahrhunderte erbittert bekriegt haben. Heute ist für uns die Möglichkeiten des Austauschs mit unseren Nachbarländern eine persönliche Bereicherung. Die Würdigung und den Respekt, den wir uns als EU Bürger unterschiedlicher Nationen entgegenbringen – trotz oder gerade wegen der Unterschiede in der Mentalität und Sprache – möchte ich keinesfalls missen. Ich erinnere mich an die spannende Zeit und das wechselseitige Interesse durch den direkten Kontakt mit Jugendlichen desselben Alters beim Austausch mit der Partnerstadt in Frankreich. Das war einer Zeit, wo der „kleine Grenzverkehr“ – in meiner Heimatregion Pfalz nach Frankreich hinüber – noch durch Grenzkontrollen erschwert war.
Heute können Menschen unproblematisch von einem EU-Staat in einen anderen umziehen und dort arbeiten und leben, was in meinem Fall ganz persönlich zu einer Bi-Nationalen Familie geführt hat. Trotz der Unterschiede in einzelnen EU Ländern gibt es viele Standards, auf die wir uns EU-weit verlassen können, auch wenn wir in ein anderes Land umziehen (z.B. im Hinblick auf Umweltgrenzwerte). Alle EU-Staaten haben sich auf Prinzipien verständigt, die vielen von uns heute selbstverständlich erscheinen, aber hart erkämpft werden mussten (wie z.B. Demokratie, Meinungs- und Religionsfreiheit, Rechtsstaatlichkeit, Gleichstellung zwischen Männern und Frauen).
Mit meiner Stimme bei der Europawahl habe ich die Möglichkeit, die weitere Entwicklung der EU mitzubeeinflussen und die Regeln mitzugestalten.





