Die Jade Hochschule hat das Thema Digitalisierung fachbereichsübergreifend bereits vor einigen Jahren für sich erkannt. Deshalb wurde digitales Planen und Bauen in die Curricula aufgenommen und ist fester Bestandteil der Denominationen neuer Professuren. Die überregionalen und etablierten Veranstaltungsformate - wie beispielsweise die 3D-Tage oder auch der Oldenburger BIMTag - transferieren das Thema digitales Planen und Bauen sichtbar nach außen. Ziel ist eine bessere Vernetzung zwischen Wissenschaft und Wirtschaft, die ganz im historischen Sinne der anwendergerechten Ausbildung an einer Hochschule steht. Impulse aus der Wirtschaft sollen bewusst aufgenommen und der dringend gesuchte Nachwuchs bedarfsorientiert ausgebildet werden.
„Wir freuen uns im Rahmen des 6. Oldenburger BIMTages auch Studierende aus fünf europäischen Ländern begrüßen zu dürfen, die sich während des BIM Games mit dem digitalen Planen und Bauen befassen und gemeinsam ein Planspiel entwickeln,“ ergänzt Weisensee und ruft alle Besucher spontan auf, sich an einer möglichen internationalen Summer School zum Thema „Digitales Planen und Bauen“ zu beteiligen.
In diesem Jahr findet zudem erstmalig zu Beginn eine Podiumsdiskussion mit unterschiedlichen Vertretern der Bauwirtschaft statt. Die Beteiligten sind sich darin einig, dass die Digitalisierung in der Branche weiter voran schreitet und eine bessere Vernetzung erforderlich ist. Dies lässt sich an den konkreten Fragestellungen der Baubeteiligten zu Standardisierung, Prozessen und Weiterbildung erkennen, die auch in diesem Jahr wieder über 220 Interessierte zum Oldenburger BIMTag an die Jade Hochschule führt.
Transfer von vorhandenem Wissen steht im Fokus
Die Jade Hochschule hat BIM seit 2007 als festen Bestandteil in ihre Lehre und Forschung integriert. Um die Aktivitäten in diesem Bereich zu bündeln, wurde 2017 als An-Institut der Hochschule die „BIM-Baumeister-Akademie“ gegründet. Unter ihrem Dach werden Veranstaltungen – unter anderem der BIMTag – durchgeführt sowie Forschungsprojekte und Weiterbildungsmaßnahmen rund um die Digitalisierung von Planung, Bau und Betrieb von Bauwerken.
„Heute konnten wir zudem einen ersten Zwischenstand zur Arbeit unseres Kompetenzzentrums „Mittelstand 4.0-Planen und Bauen“ zeigen“, erklärt Prof. Dr. Hans-Hermann Prüser. Nach gut einem Jahr Projektlaufzeit zeichnet sich bereits ab, dass der Informationsbedarf der mittelständisch geprägten Baubranche nach wie vor hoch ist. „Es sollen alle Baubeteiligte Unterstützung erfahren, vom Planungsbüro über Handwerksbetriebe bis hin zum Facilitity Management“.




