Prof. Dr.-Ing. habil. Gerd Buziek, Vorsitzender des Hochschulrates der Jade Hochschule, und Business Relations Executive der Esri Deutschland GmbH, hielt einen Keynote-Vortrag zum Thema „Digitalisierung und Nachhaltigkeit – Widerspruch oder Perspektive?“ Er begann den Vortrag mit der Frage, ob eine Regulierung des Datenkonsums in Betracht gezogen werden sollte. Hintergrund dieser Überlegung ist, dass vier Prozent der weltweiten Klimagasemissionen durch Videos verursacht werden. Dies entspricht etwa dem Wert, den der zivile Flugverkehr an Klimagasemissionen verursacht. In den nächsten fünf bis zehn Jahren ist zu erwarten, dass aufgrund der fortschreitenden Digitalisierung der Konsum von Bewegtbildern zunehmen wird.
„Wir müssen deshalb über die Vernetzung unserer Digitalstrukturen nachdenken.“
Prof. Dr.-Ing. habil. Gerd Buziek
Er resümierte, dass Digitalisierung und Nachhaltigkeit zwar keinen Widerspruch in sich darstellten, jedoch laufe die Gesellschaft Gefahr, Reboundeffekte zu erzeugen. Die Gesellschaft lege mehr Daten ab, als sie nutzen könne. Auch benötigen wir eine offene Infrastruktur und vernetzte Plattformen, um Daten nachhaltig bereitzustellen und zu nutzen. Abschließend sei ein faktenbasiertes Handeln im Sinne der drei Nachhaltigkeitsdimensionen, das ökonomische, ökologische und soziale Aspekte gleichermaßen berücksichtigt, erforderlich.