Mit seinem Thema „Dataismus: Der ,Glaube‘ an Daten und die Bedeutung für die Medien“ gewann Wolfgang A. Buescher schnell die Aufmerksamkeit und Diskussions-bereitschaft seiner Zuhörer. Vor allem wohl deshalb, weil er trotz seiner Expertise als erfahrener Datenanalyst nicht vorgab, alle Antworten auf die großen Fragen rund um die digitale Revolution zu kennen, sondern viele dieser Fragen aufwarf und mit dem Publikum diskutierte.
Wie die Kombination von Globalisierung und Digitalisierung den Alltag der Menschen verändert, wurde so an verschiedenen Beispielen deutlich. Mit „persönlichem Gesundheitsmanagement“ und dem digitalen Management des eigenen Vitamin-D-Spiegels („Vitamin D ist richtig krasses Zeug“) fing es noch vergleichsweise harmlos an. Welche Macht Konzerne wie Google oder Amazon besitzen, weil sie über riesige Mengen an Daten ihrer Nutzer und Kunden verfügen („virtuell, nicht zu sehen und damit irgendwie gruselig“); wie viel Verantwortung der Mensch mittlerweile an Algorithmen abgibt – sei es bei Recherchen mit Hilfe von Google oder beim Autofahren mit einem Navigationssystem; wie erfolgreich Amazon allein im Onlinehandel schon dadurch ist, dass das Unternehmen Menschen auf geschickte Art beeinflusst („Andere Kunden kauften auch …“) – Bueschers Beispiele machten nachdenklich.





