Nachhaltigkeit auf hohem Niveau
Kunststoffabfälle werden normalerweise verbrannt, Blumenerde aus Torf hergestellt – beides mit einer hohen Belastung für die Umwelt. Das Substrat hat zudem die Eigenschaft, über die Hälfte seines Eigengewichtes an Flüssigkeit zu speichern und kann die Pflanzen mit Feuchtigkeit und biologischen Nährstoffen versorgen. Die Grüne Wand wird ebenfalls durch ein internes Bewässerungssystem, das sich durch Regenwasser speist, versorgt. Der Einsatz dieser Wände könnte eine wichtige Rolle bei der Biodiversität, Reduzierung des Feinstaubs, CO2-Speicherung und Lärmreduzierung spielen.
An der Jade Hochschule werden die Materialen zur Herstellung der Baustoffe mit unterschiedlichen Mischungsverhältnissen und Zusätzen, wie beispielsweise Hanffasern, verschiedenen Test unterzogen, unter anderem um die Belastbarkeit des Materials zu testen. „Im Teilprojekt Bioökonomie - Grüne Chemie messen wir in Versuchsaufbauten, wie sich das Material zum Beispiel bei Hitze verhält und welchen Einfluss die Pflanzentwicklung in den Bausteinen hat“, sagt Prof. Dr. Heinrich Wigger vom Iinstitut für Materialprüfung der Jade Hochschule .
Während sich das Team um Professor Wigger und der Mitarbeiter Arthur Relishkis mit dem Verhalten von Kunststoffen befasst, liefert Save Plastics aus den Niederlanden die Baumaterialien aus Abfällen von einer Plastikfabrik im niederländischen Almere. Texas Bio-Energie in Cloppenburg bietet den Pflanzen einen optimalen Nährboden aus fermentiertem Grünschnitt. Terra Next kümmert sich schließlich um die Messungen bei den Pflanzen und dem Substrat.



