Zu Gast war Dr. Helge Bormann (links im Bild), der sich im Rahmen eines internationalen EU-Projekts (FRAMES) mit den echten Katastrophen beschäftigt, die Oldenburg und der Wesermarsch aufgrund des Klimawandels drohen können. „Als 2016 vom Bundesinnenministerium ein neuer Zivilschutzplan vorgestellt wurde, der die Bevölkerung dazu aufruft, Lebensmittelvorräte für zehn Tage anzulegen, ging ein Aufschrei durch Medien und Bevölkerung, dass vonseiten des Ministeriums unnötige Panik geschürt werde. Diese Reaktion ist beispielhaft für jede Konfrontation mit potentiellen Gefahren. In Deutschland möchte man sich sicher fühlen,“ sagt Helge Bormann. „Es gibt auch ein unerschütterliches Vertrauen in unsere diversen Rettungskräfte, die im Notfall sofort helfen werden. Mit dem Projekt FRAMES möchten wir die Region dafür sensibilisieren, dass wir selbst aktiv etwas dazu beitragen können, einen möglichen Katastrophenfall besser zu überstehen.“
Helge Bormann denkt dabei vor allem an Katastrophen, die in unserer Region durch Starkregen oder Hochwasser ausgelöst werden können. „Es dauert dann nicht lange, und Straßen werden unpassierbar, das Stromnetz fällt aus und wir sind auf Informationen von außen angewiesen, während unser Radio und Telefon heutzutage vom Strom abhängig sind und nicht mehr funktionieren werden.“


